Meine Jagdhütte im Schwarzwald – Ein Rückzugsort inmitten der Natur

12. Aug. 2025

Jagdhütte - Hier beschreibe ich meine Erlebnisse in der Jagdhütte in meinem Revier im Schwarzwald vor schon einigen Jahren.
Jagdhuette

Meine Jagdhütte im Schwarzwald – Ein Rückzugsort inmitten der Natur

Vielleicht war es die Hütte, die mich schließlich dazu bewogen hat, das Revier im Schwarzwald zu pachten.

Es handelt sich um ein Hochwildrevier, insbesondere wegen des Vorkommens von Auerwild, und ein reines Waldrevier – hauptsächlich bestehend aus Fichtenbestand. Für mich ist es das erste eigene Revier mit einer Fläche von 185 Hektar, gelegen tief im Wald, etwa fünf Kilometer bis zum nächsten Waldrand.

Bei der Besichtigung fiel mein Blick zunächst auf die Hütte selbst – leider hatte ich keinen umfassenden Eindruck von der Umgebung und den Gegebenheiten drumherum.

Die Hütte verfügt über einen großzügigen Wohnraum mit Kachelofen, der ursprünglich aus einer Berliner Wohnung stammt, eine Küche, ein Schlafzimmer sowie einen Nebenraum für Gas und eine Toilette.

ofen

Die erste Nacht in der Hütte war ein echtes Abenteuer. Neumond, kein Strom – nur Petroleumlampen erhellten den Raum. Draußen war es so dunkel, dass ich meine Hand direkt vor den Augen nicht sehen konnte. So tief im Wald gibt es kein Fremdlicht, kein entferntes Dorf, nichts.

Die Geräuschkulisse war einzigartig: Jedes Knacken, jeder Ast, jedes Rascheln war zu hören. Sauen zogen unweit vorbei – man fühlt sich dem Wald plötzlich sehr nah.

Nach dieser Nacht war klar: Es musste aufgerüstet werden. Ich kaufte einen Honda „Moppel“ Stromerzeuger mit 2 kW und Inverter – ein absolut zuverlässiges Gerät, das ich heute noch besitze und nicht hergeben würde.

Zusätzlich habe ich ein Hauswasserwerk für die Zisterne direkt am Haus installiert, elektrisches Licht und Steckdosen eingebaut – also alles, was man für komfortables Arbeiten und Wohnen im Wald benötigt.

Schlafzimmer

Das Schlafzimmer

Das Schlafzimmer in der Hütte war leider nicht besonders komfortabel, ich habe dort kaum gut geschlafen. Daher stellte ich meinen Wohnwagen direkt auf das Grundstück und schlief fortan darin. Im Nachhinein erwies sich das als deutlich bessere Lösung: SAT-TV, Bad, bequeme Betten und eine Truma-Heizung machten das Wohnen angenehm.

Die meiste Zeit war ich allein auf der Jagd, und dieses Gefühl von Zufriedenheit und Freiheit lässt sich kaum in Worte fassen.

Die Ansitze im Revier waren gut ausgewählt – alles offene Kanzeln. Nichts für empfindliche Gemüter im Winter, aber genau das machte den Reiz aus.

Meinen Jagdwagen hatte ich direkt im Revier stehen gelassen. Er hat mich über viele Jahre zuverlässig begleitet, und das Revier selbst war für mich ein perfekter Ort, um die Jagd in Ruhe und voller Freude auszuüben.

Jagdwagen
Wohnwagen
Brennholz

Ich habe in diesem Revier nicht besonders viel geschossen. Das Rehwild war in Ordnung, bei den Sauen hätte man theoretisch jeden Tag einen Abschuss durchführen können. Allerdings fehlte mir eine Wildkammer, und für jeden Abschuss wäre eine Fahrt von 50 Kilometern zum Händler nötig gewesen – bei gerade einmal 1,25 Euro pro Kilogramm kein lohnender Aufwand.

Daher kam oft mein Nachbar zu mir. Er ist Chefarzt in Zürich, und wir verbrachten gemeinsam viele schöne Stunden im Revier – nicht nur bei der Jagd, sondern auch beim Austausch über Natur, Wald und Wildpflege.

Nach Ende der Pacht übernahm ich anschließend eine neue Jagd im Westerwald, da meine Arbeit in der Schweiz zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen war.

Abonnieren
Benachrichtigen bei

0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet