Bad renovieren

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Als wir das Haus kauften, waren Einrichtung und Ausstattung bereits rund 40 Jahre alt. Das stellte eine echte Herausforderung dar. Die Fläche des Bades betrug etwas mehr als vier Quadratmeter und war in zwei Räume aufgeteilt: eine Toilette und ein Dusch-Waschraum.

Die erste „Renovierung“ war sehr einfach: Wände raus und alles neu gefliest. Das Ergebnis war jedoch ein Reinfall, denn der Fliesenleger erwies sich als Dilettant – die Bodenfliesen lösten sich schon nach kurzer Zeit wieder.

Nach einiger Zeit beschloss ich, die Renovierung selbst in die Hand zu nehmen.

Diesmal sollte Qualität ins Bad einziehen – bei Wänden, Boden, Decke sowie bei den Sanitäranlagen und Armaturen. Ich plante das Bad mit SketchUp und erstellte eine Einkaufsliste. Es dauerte eine Weile, bis wir alle Teile zusammenhatten.

 

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Abbau

Der Anfang war ganz unspektakulär: Rein ins Bad, bewegliche Teile raus und einfach angefangen, die Fliesen abzuschlagen. Das ging sogar bequem mit einem flachen Schraubenzieher, denn der Fliesenkleber hatte überhaupt nicht gehalten. Die Fliesen waren im Grunde nur durch das Fugenmaterial fixiert.

Genauso einfach ließ sich auch der Boden entfernen. Die Deckenplatten habe ich entsorgt, und die noch vorhandene Zwischenwand nahm ich ebenfalls heraus. Unter Berücksichtigung der weiteren Nutzung der Toilette habe ich anschließend im Bad alles vollständig entfernt.

 

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Fast alle bestellten Teile waren bereits eingetroffen. Das bei Insani bestellte Toilettenmodul Geberit Monolith Plus musste ich schließlich teuer beim Installateur nachkaufen, da Insani (aus meiner Sicht in fast betrügerischer Absicht) nicht liefern wollte.
Die Wände habe ich nicht gefliest, sondern mit RESPATEX verkleidet. RESPATEX ist wasserfestes Multiplex mit einer harten Beschichtung in Fliesenoptik. Es ist zwar teuer, aber einfach super in der Verarbeitung und im späteren Aussehen.

Hier mal ein Video einer Renovierung in Youtube.

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Installateur-Arbeiten

Nein, das konnte ich nicht selbst erledigen. Allerdings hatten wir professionelle Unterstützung durch einen Installateur, der sein Handwerk wirklich versteht. Er verlegte nicht nur alle neuen Leitungen individuell, sondern installierte auch die Kanalisation unter dem Chalet komplett neu.

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Wege und Platz der Wasserleitungen

Alle Kabel und Wasserleitungen sollten „unter Putz“ verlegt werden. Deshalb baute ich auf der Waschtischseite eine Hohlwand, was ganz einfach mit gehobelten Latten im Format 40 × 70 mm möglich war.

An den Stellen, an denen keine Hohlwand errichtet werden konnte, fräste ich mit der Oberfräse OF 1400 und der Führungsschiene Nuten für die Wasserleitungen – auch das ging leichter als gedacht.

Das Sanitärmodul benötigt zudem einen Stromanschluss für den Sensorbetrieb und die integrierte Geruchsabsaugung. Außerdem ist es beleuchtet und wird über einen Näherungssensor gesteuert.

 

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Toilette

Das Sanitärmodul GEBERIT MONOLITH PLUS ist wirklich toll. Es verfügt über ein Orientierungslicht, eine Sensorsteuerung und eine Geruchsabsaugung. Zudem verfügt es über ein erhöhtes Hänge-WC mit Softclose-Garnitur. Das wollte ich unbedingt haben.
Ich habe mich sehr für japanische Toiletten interessiert, aber die waren mit 6.000 Euro letztendlich einfach zu teuer. Das Modul sieht nicht nur gut aus, sondern nimmt auch nicht viel Platz weg.

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Duschwanne

Die Duschwanne sollte bodengleich sein. Aber nicht aus Kunststoff! Da kam nur die Kaldewei Superplan in Frage. Wir haben sie bei BADKONTOR online gekauft. Diesen Shop kann ich nur empfehlen. So viel Hilfe und Service habe ich noch nie erlebt! Toll! Die Duschwanne ließ sich gut einbauen. Es gibt keine Hohlgeräusche durch das Wasser beim Duschen. Wir haben die Versiegelung von der Fachfirma Lemke – Minor Versiegelungstechnik durchführen lassen. „Rumschmieren” bringt nur Ärger und doppelte Arbeit. Die Fugen sehen aus wie gestrichen und sind absolut dicht!

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Elektroinstallation

Die Elektroinstallation habe ich selbst gemacht. Ganz ehrlich: Baumarktschrott baue ich nicht mehr ein. Es ist erstaunlich, wie groß die Unterschiede in Qualität und Montage zwischen Markendosen und Baumarktdosen sind. Kabel sind natürlich Feuchtraumkabel. Hier musste ich nicht nur für Steckdosen sorgen, sondern auch für die Deckeneinbauleuchten. Ohne Federringe! Geht nicht! Auch habe ich die vorher installierte 12V-Anlage gegen 220V-LED-Leuchten getauscht.

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Bodenbelag

Der Boden besteht aus wasserfesten PVC-Fliesen. Alle Kanten sind fachgerecht abgedichtet.
Die Decke ist schnell montiert. Da habe ich viel Erfahrung. Die Beleuchtung ist verlegt und angeschlossen. Die Sockelleisten habe ich aus Meranti geschnitten und anthrazitfarben lackiert.
Die Armaturen in der Dusche sind von GROHE, die Waschtischarmatur von Hansgrohe. Billige Armaturen sind schnell „sauer“ und die Chrombeschichtung ist schnell abgewischt.

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Duschkabine

Die größte Überraschung gab es beim Kauf der Duschkabine. Wir haben uns viele angesehen. Sowohl im Fachhandel als auch im Baumarkt. Doch alles, was wir fanden, war wackliges Gedöns aus dünnem Glas und kostete mindestens 1.000 Euro – und das ohne Einbau. Nichts auf Maß!
Also wandte ich mich an meinen Glashändler Neumann und fragte ihn. Unglaublich: Eine Duschkabine aus 8 mm starkem Sicherheitsglas mit Qualitätsscharnieren, inklusive Ausmessen, Lieferung und fachgerechtem Einbau für 1.300,00 Euro!

Heute macht es wirklich Spaß, ins Bad zu gehen!

 

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Gartenpavillon selber bauen

Gartenpavillon selber bauen

Pavillon-abends

Gartenpavillon selber bauen

Ich habe das Gartenhaus 2018 fertiggestellt.
Warum selbst bauen und keinen Bausatz verwenden? Nun, erstens ist ein Bausatz sehr teuer und meist nicht aus dem Holz gefertigt, das ich bevorzugt hätte. Zweitens ist es doch viel zu einfach, einfach einen Bausatz aufzustellen – das kann schließlich jeder.

Nachdem ich den Pavillon in Sketchup entworfen hatte, besorgte ich nach und nach das benötigte Holz bei meinem Holzhändler. Den Anfang machte der Lärchenholzrahmen und der Boden.

Standplatz gepflastert
Grundrahmen

Platz haben wir genug. Wir haben uns für diese Ecke entschieden, weil dort bisher nur Büsche standen. Die Pflege war mühsam, und wir werden ja auch nicht jünger.
Ein tiefer Aushub, Kies und verdichteter Schotter werden dem Pavillon später den nötigen Halt geben.

Rahmen

Der Rahmen bildet die Verbindung zum Boden und muss daher nicht nur sorgfältig montiert, sondern auch witterungsbeständig sein. Er besteht aus Lärchenholz, 45×70 mm. Die Ecken habe ich ausgeklinkt und fest verschraubt – allerdings erst, nachdem der Boden fertig war.
Unter den Riegeln befinden sich 1 cm dicke Gummistreifen zum Schutz vor eindringendem Wasser. Die Riegel sind zudem mit Schlagschrauben fest mit dem Boden verdübelt.

Boden
fertiger_Boden

Wände

Die Wände habe ich selbst gebaut. Die Pfosten bestehen aus KVH 80×80 mm, sorgfältig ausgesuchte Ware. Ich habe sie auf der Tischsäge in den gewünschten Segmentwinkel geschnitten. Ein Falz nimmt die 28 mm starken Bretter auf.

Zum Test habe ich zunächst eine Wand komplett aufgebaut. Sie hat ein ordentliches Gewicht, daher machte es wenig Sinn, gleich alle acht Teile zusammenzubauen. Stattdessen habe ich zuerst alle Profilholzteile zugeschnitten, vorgebohrt und die Vorderseiten geschliffen. Anschließend habe ich sie in Serie zusammengefügt.

An dieser Stelle möchte ich betonen: Ich habe den gesamten Pavillon alleine konstruiert, gebaut und auch aufgestellt.

exakte Verbindung
Aufbau Waende
Rohbau

Lackierung

Durch seine achteckige Form hält sich der Pavillon – einmal zusammengeschraubt – fast von selbst. Das Dach sorgt zusätzlich für die nötige Stabilität.

Um Farbnester zu vermeiden und nicht in jede Ecke mit dem Pinsel gehen zu müssen, habe ich den Rohbau bereits vorab gestrichen – mit der Landhausfarbe von OSMO. Für mich gibt es derzeit keine bessere Farbe für Holz im Außenbereich.

Pavillon
Dachrahmen-pavillon
Probe_Dachsegment
Probe-Dachsegment

Um die Dachsegmente wirklich passend zu bauen, habe ich mir ein Probestück gebaut und so die exakte breite der Wandsegmente zu überprüfen. Ja, es war exakt! diese Genauigkeit hat ein Bausatz sicher nicht.

Dachsegment
Dachsegment-Detail
Probesteck Dach
Beplankung

Dach

Die Dachsegmente konnte ich bequem draussen auf Böcken bauen. Die Beplankung konnte ich sehr gut mit der Tauchsäge exakt ablängen. Die Dachsegmente hatte ich zuvor auf dem Rasen probeweise zusammengestellt. Passte! Die Segmente habe ich auch gleich lackiert. Besser als auf der Leiter zu stehen und von unten zu lackieren. So geht es bequem auf Böcken.

lackierte-Segmente
Bitumenschindeln
SchindelMarkierung

Den Dachrand konnte ich schnell bauen. Mit Schifterschnitten und verschraubt an den Enden der Dachsegmente. Auch die Abdeckung für die 8 Ecken gingen schnell von der Hand. Mit dem P2-System von Lamello benötige ich keine Zwingen beim Verleimen der beiden Hälften.

erstes Segment
Dach Rohbau
Schindeln voll
Schindeln
Pavillon_grau_weiss
Fensterbau
Einbauleuchte
Beleuchtung
Dachspitze
Dachspitze
Tür

Dachspitze

Die Dachspitze habe ich im Internet gekauft.
Die Dachspitze sieht von innen sehr schön aus. Dazu habe ich extra noch ein Innenrad gebaut und konnte so die Dachspitze von innen verschrauben.

Hier habe ich jetzt alles im Schnelldurchlauf beschrieben. Details wären vielleicht etwas langweilig. Wenn Fragen auftauchen: Ich beantworte sie gerne. Ebenso stelle ich auf Anfrage den Bauplan in Sketchup zur Verfügung.

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Zu allen Themen rund um Handmaschinen gibt es zahlreiche Videos und Tipps. Doch für das Arbeiten mit einer Tauchsäge auf der Führungsschiene findet man vergleichsweise wenig wirklich Nützliches. Ich möchte hier keine allgemeinen Ratschläge geben, sondern meine eigenen Erfahrungen weitergeben, die ich in den letzten Jahren mit der Festool Tauchsäge TS 55 gemacht habe.

Lange Zeit hatte ich keine Tischsäge – nicht aus Mangel an Interesse, sondern wegen fehlendem Platz. Alles, wirklich alles, musste ich mit der Tauchsäge auf der Führungsschiene zuschneiden. Das war Übung genug!

Angefangen habe ich auf dem MFT/3, was gegenüber meinem alten Black-&-Decker-Plastiktisch ein Riesenschritt war. Plötzlich passte alles viel besser zusammen, ohne große Nacharbeit. Doch diese Lösung war zu starr: Das Werkstück musste immer exakt an der Führungsschiene ausgerichtet werden, was bei großen Werkstücken schwierig ist.

Also entschied ich mich für die nächstgrößere Führungsschiene – die 1400er. Damit wurde ich deutlich flexibler.

Warum die Festool-Führungsschiene so gut ist: Sie ist durchdacht konstruiert. Einmal eingestellt, läuft die Tauchsäge spielfrei auf der Schiene. Die doppelte Gummierung auf der Unterseite sorgt für sehr guten Halt, und die Gummilippe passt sich beim ersten Schnitt genau an die Tauchsäge an.

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Die Gummilippe der Führungsschiene dient als Spanschutz. Sie liegt direkt am Sägeblatt an und schützt so die Innenkante des Werkstücks weitgehend vor Ausreißen. Deshalb sollte das Werkstück immer mit der Tauchsäge auf der Schiene gesägt werden.

Achtung: Beim Sägeblattwechsel darauf achten, dass das neue Blatt die gleiche Dicke wie das vorherige hat, sonst funktioniert der Spanschutz nicht optimal.

Führungsschiene

Das grüne Band an der Führungsschiene ist nicht nur Zierde – es dient als Gleitband für die Tauchsäge. Damit die Säge sauber und leicht läuft, das Band regelmäßig reinigen und ab und zu mit Silikon einsprühen oder, noch besser, mit SilberGleit einreiben. Dann „gleitet“ die Säge wie von selbst.

Nachdem ich das System 32 von Festool gekauft habe, besitze ich nun zwei 1400-mm-Führungsschienen.

Führungsschiene

Die beiden Führungsschienen können bequem mit zwei Verbindungsstangen gekoppelt werden. Das ist wesentlich stabiler als mit nur einer Stange! So lässt sich auch die Festool-Zwinge einfach einstecken, um die Schiene sicher am Werkstück zu befestigen. Beim System 32 ist das ein Muss, beim reinen Sägen eher ein Kann.

Führungsschiene

Die Rutschfestigkeit der Führungsschiene hängt von der Oberfläche des Werkstücks ab. Werden die Gummistreifen unter der Schiene sauber gehalten und gelegentlich leicht befeuchtet, rutscht die Schiene beim Sägen kaum. Wichtig: Die Führungsschiene darf nicht von oben mit einer Schraubzwinge fixiert werden, da sonst die Säge beim Vorschub blockiert. Ich führe häufig Tauchschnitte aus und hatte noch nie einen Rückschlag. Der Grund: Ich setze die Säge vorsichtig ins Material ein – so langsam wie nötig, aber so schnell wie möglich.

Führungsschiene

Bei den Türausschnitten fahre ich „rückwärts“ zum Ausgangspunkt. Das funktioniert, wenn die Führungsschiene glatt genug ist und man die Säge mit beiden Händen sicher hält. Das muss man einfach üben und sich strikt daran halten.

Oft liegt das Werkstück beim Sägen auf querliegenden Latten – ich habe das früher auch so gemacht. Für exakte Möbelzuschnitte ist das jedoch ungünstig: Je nach Vorschub kann das Sägeblatt an den Latten abbremsen und Brandflecken auf der Innenseite des Holzes verursachen. Das lässt sich vermeiden, indem das Material auf Unterleghölzer gelegt wird. Das sind kleine, gummierte Unterlagen, die hinter der geplanten Schnittkante positioniert werden. So entsteht ein gleichmäßiger Schnitt – und man vermeidet Materialverschwendung.

Tipps für präzises Sägen mit der Festool TS 55 auf Führungsschiene

1. Schnitttiefe richtig einstellen

  • Die TS 55 kann maximal 55 mm schneiden. Mit Führungsschiene reduziert sich die Schnitttiefe um ca. 9 mm (wegen der Schienendicke).

  • Beispiel: 19 mm Material → Schnitttiefe mindestens 28 mm einstellen, besser 30 mm.

  • Zu wenig Tiefe → Nachsägen nötig → schlechtere Schnittqualität, mehr Ausrisse, erschwerter Vorschub.

  • Ich empfehle: immer mindestens 10 mm tiefer als Materialdicke einstellen.

2. Drehzahl und Vorschub

  • Richtige Sägeblattdrehzahl + gleichmäßiger Vorschub = sauberer Schnitt.

  • Zu hohe Drehzahl + zu geringer Vorschub → Brandflecken.

  • Zu niedriger Vorschub → Ausrisse.

  • Am besten vorher einen Probeschnitt machen, um das Gefühl zu bekommen.

3. Führungsschiene

  • Mindestens 20 cm über jedes Ende des Werkstücks hinausragen lassen → verhindert Kippen.

  • Unterseite sauber, feste Antirutschstreifen → bei Bedarf mit feuchtem Lappen reinigen.

  • Schiene mit Schraubzwingen unterhalb befestigen (vorne und hinten).

  • Unterschiedliche Sägeblattdicken beeinflussen die Schnittqualität.

4. Materialunterlage

  • Keine Leisten unter dem Werkstück lassen → verhindert Bremsen oder Brandflecken.

  • Ideal: Bench Dogs oder kleine Unterleghölzer → rutschfest, wiederverwendbar, günstig.

5. Sägeblattwahl

  • Weniger Zähne → Längsschnitt

  • Mehr Zähne → Querschnitt

  • Sägeblatt muss scharf sein → stumpf = unsauber, Brandflecken.

  • Wechsel bei TS 55 geht schnell und unkompliziert.

6. Weitere Hinweise

  • Splitterschutzband verwenden → schützt die Oberkante vor Ausrissen.

  • Schnitt markieren → Splitterschutzkante direkt an Linie ausrichten.

  • Sauberes, leicht gefettetes Gleitband auf der Schiene erleichtert Vorschub.

7. Tipps für sichere Handhabung

  • Vollschnitte: Säge zuerst vor das Werkstück setzen, dann eintauchen und führen.

  • Tauchschnitte: Langsam ins Material eintauchen, beide Hände benutzen.

Bosch Tischkreissäge GTS 10 XC Professional

Bosch Tischkreissäge GTS 10 XC Professional

Erfahren Sie mehr über

Tischkreissäge GTS 10 XC Professional von Bosch

Bis ich eine richtige Tischkreissäge hatte, hat es eine Weile gedauert. Anfangs habe ich alles mit der Tauchsäge und Führungsschiene zugeschnitten – manchmal auch schon vorgefertigtes Holz beim Händler bestellt.

Bei meinem Holzhändler stand eine Makita MLT100X. Der Preis war in Ordnung, und der Vorteil: die Säge war fahrbar und zusammenklappbar, sodass ich sie bei Nichtgebrauch in einem der Schleppschuppen abstellen konnte.

Doch der Kauf war ein Reinfall. Alles an der Säge war billig verarbeitet: das Blech rundherum kantig, die Führungsschiene wackelte wie ein Hundeschwanz, und der Schiebetisch war praktisch unbrauchbar. Auf meine Beschwerde bei Makita kam die lapidare Antwort: „Das ist eine Baukreissäge!“

Nachdem ich einen der Schuppen winterfest gemacht hatte, konnten die Kühlschränke aus meiner Werkstatt raus – etwas mehr Platz hatte ich endlich.

Festool CMS-TS55

Die Makita „Baukreissäge“ konnte ich zum Glück schnell wieder verkaufen.
Dann kaufte ich mir die Festool CMS TS 55 mit Schiebetisch und Tischverlängerung. Anfangs war ich begeistert – hätte ich doch nur meine alte TS 55 gegen die neue eintauschen können! Aber nein: meine alte TS 55 passte nicht auf die neue. Kleine Änderungen, die mich richtig geärgert haben.

Als ich versuchte, die Meranti-Ecken meiner Gartenbar mittig auf 45 Grad zu teilen, machte sich tiefe Enttäuschung breit. Festool trifft keine Schuld – es war meine Unerfahrenheit. Die „Tischsäge“, die eigentlich keine ist, schafft gerade mal 48 mm Schnitttiefe senkrecht. Im 45-Grad-Winkel kann man damit kaum mehr als eine Tageszeitung schneiden. Eher etwas für Modellbauer. Also schnell weg damit – gebraucht hatte ich sie sowieso nie, da ich alles mit der Tauchsäge erledigen konnte.

Lange suchte ich im Netz nach einer brauchbaren Tischkreissäge. Die PRECISIO CS-Serie von Festool kam für mich nicht in Frage: zu teuer, zu viel Zubehör notwendig und die Schnitttiefe war für meine Zwecke zu gering. Außerdem habe ich ohnehin die Kappsäge KS 120, die für viele Arbeiten ausreichend ist.

Bosch GTS 10 XC

Dann stieß ich auf ein sehr gutes Angebot für eine BOSCH Tischkreissäge GTS 10 XC Professional – ohne Untergestell. Perfekt! Ich hatte genug vom Suchen: auspacken, aufstellen, einschalten – und los geht’s!

Zuerst habe ich Winkel geprüft, Anschläge gemessen und den Schiebetisch getestet. Ergebnis: keine Fehler. Anscheinend hatte ich Glück! Das mitgelieferte Standardsägeblatt konnte man getrost vergessen: kreischend und unsauber. Ich habe es sofort durch neue Blätter von AGEFA ersetzt – eines für beschichtete Platten, eines für Massivholz-Längsschnitte usw.

Mit dieser Tischkreissäge bin ich für meine Zwecke voll zufrieden: Anlaufstrombegrenzung, schnelle Bremse, Leistung, Schnitttiefe, Auflagevergrößerung – alles top. Die Absaugung muss zwar ständig überwacht werden, aber das ist bei vielen Sägen der Fall.

Ich war und bin ein kleiner Fan von Festool, aber auch andere Hersteller, wie BOSCH, schlafen nicht. Hätte Festool eine vergleichbare Tischkreissäge im Angebot gehabt, hätte ich sie sicher gekauft.

Mit guter Pflege wird die BOSCH GTS 10 XC Professional genauso lange halten wie eine Festool-Tischkreissäge.

Makita 2012NB Dickenhobel

Makita 2012NB Dickenhobel

Makita Dickenhobel

Makita 2012NB Dickenhobel

Lange Zeit wollte ich keinen Dickenhobel haben, obwohl ich ihn immer öfter brauchte. Der Hauptgrund war der fehlende Platz. Dann wollte ich einen Bilderrahmen aus Eiche machen. Ich versuchte, eine kleine Menge Leimholz mit durchgehenden Lamellen zu bekommen – leider ohne Erfolg.

„Aber wir haben Bretter, roh, ohne Holzkante.“ – Mhh, wieder zum Schreiner? Ach was, ich kaufe mir einen Dickenhobel!

Makita Dickenhobel

Gesagt, getan. Im Internet habe ich einen günstigen Makita 2012NB Dickenhobel gefunden – bei Elektroshop Wagner für 609,00 Euro inklusive Versand per PayPal.

Heute war er da! Und jetzt? Absaugung? Ach was, erstmal testen. Ich habe einen Rest Eiche-Leimholz reingesteckt und gehobelt. Mann, da kommen aber eine Menge Späne raus! So geht das nicht.

Ich erinnerte mich an einen Kommentar im Internet: Ein Nutzer hatte sich im Baumarkt ein Reduzierstück als Rohr gekauft. Also bin ich in den Baumarkt gegangen und habe ein ähnliches Teil für 89 Cent gekauft: von 70 mm auf 40 mm.

Makita Dickenhobel

Zu Hause habe ich dann den 40-mm-Durchmesser mit meiner Heißluftpistole leicht vergrößert – gerade so, dass der Absaugschlauch meines CTL 28 hineinpasst. Es funktioniert perfekt.

Also habe ich gleich das Eichenbrett gehobelt – in 0,5-mm-Schritten. Ich bin begeistert! Kein Hobelschlag zu sehen, ein Ergebnis vom Feinsten. Sicher, es dauert länger, wenn man ein paar Millimeter abtragen will. Aber es ist ja Hobby, und da ist der Weg das Ziel.

Der Dickenhobel eröffnet eine völlig neue Welt: beim Einkauf von Holz und bei der Verarbeitung.

Was fehlt noch für den Dickenhobel? Genau: ein Tisch.

Makita Dickenhobel
Makita Dickenhobel