Friesenzaun selbst bauen – Teil 2
Friesenzaun weiss selber bauen – Teil 2
Das Holz war bereits auf Maß zugeschnitten und teilweise gehobelt. Ob Hobeln für eine lackierte Oberfläche ausreicht oder zusätzlich geschliffen werden sollte, darüber gehen die Meinungen auseinander. Ein Schreinermeister versuchte mir das zu erklären, konnte mich aber nicht überzeugen. Nach meiner Erfahrung nimmt geschliffenes Holz die Farbe besser an als nur gehobeltes.
Deshalb habe ich nach dem Abrunden der Kanten alle Teile noch einmal maschinell geschliffen.
Als Holzverbindung kamen Festool-Domino-Dübel zum Einsatz. Eine klassische Überblattung wäre konstruktiv sinnvoller gewesen, aber in diesem Fall haben Einfachheit und Bequemlichkeit gesiegt. Heute würde ich mich vermutlich anders entscheiden.
Lackieren und Verleimen
Im Außenbereich sind für mich zwei Schichten Wilckens-Grundierung Pflicht – mit Zwischenschliff nach dem ersten Auftrag. Die Maserung bleibt selbst nach dem letzten Deckanstrich noch sichtbar.
Früher habe ich die zu verleimenden Stellen nicht lackiert, in der Annahme, der Leim würde sich sonst schlechter mit dem Holz verbinden. Diese Sorge hat sich in der Praxis jedoch nie bestätigt. Deshalb lackiere ich heute alle Teile vor dem Zusammenbau. Das ist deutlich einfacher und sauberer, als später am montierten Werkstück zu arbeiten.
Als Außenleim habe ich lange PUR-Leim verwendet. Rückblickend war das Unsinn. Er ist zwar wasserfest, aber in der Verarbeitung eine ziemliche Sauerei: unangenehm an den Fingern und durch das Aufschäumen mit viel Nacharbeit verbunden.
Heute verwende ich P4-Kleber. Den gibt es fertig gemischt oder man mischt einen Härter in einen P3-Leim und erhält so ebenfalls P4-Qualität. So handhabe ich es inzwischen.
Gitterelement fertig
Die Gitterelemente waren schnell gefertigt – im Grunde nur Verleimungen aus Rahmenteilen und Streben.
Kritisch sind im Außenbereich vor allem die Verleimungen, weil dort Wasser eindringen kann. Deshalb ist es wichtig, den Leim bis an die äußeren Kanten der Leimflächen zu bringen. Fugen anschließend mit Silikon oder ähnlichem Material abzudichten ist nicht nur unschön, sondern bei der Vielzahl an Streben auch extrem aufwändig.
Früher hatte ich überlegt, hierfür PUR-Leim zu verwenden, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Das funktioniert jedoch nicht wie erhofft: PUR-Leim schäumt auf und bildet keine wirklich dichte Barriere.
Wasser allein ist für Holz nicht das größte Problem. Kritisch wird es erst im Winter. Dringt Wasser in die Verbindungen ein und friert, hält auf Dauer keine Holzverbindung stand.
volle Seitenteile
Zwei Elemente werden aus Vollholz gefertigt. Kambala ist zwar sehr schwer, dennoch baue ich die Teile in der vollen Stärke von 45 mm.
Zunächst musste Leimholz hergestellt werden. Die Einzelteile waren bereits abgelängt, die Kanten gerundet und die Verbindungen für die Domino-Dübel vorbereitet. Wenn die Fugen sauber gefügt sind, ist die Herstellung von Leimholz recht unkompliziert.
Ich habe die Teile über die gesamte Länge verleimt und anschließend unter Zwingen gepresst.

Beleuchtung
In diese Seitenschilde wird später noch die Parkplatzbeleuchtung integriert.
Wie bereits bei der alten Anlage wird die Beleuchtung über einen Dämmerungsschalter gesteuert. Die vorhandene Verkabelung konnte ich weiterverwenden, die Schutzkästen habe ich jedoch neu gebaut.
zum letzten Teil: Friesenzaun weiss selber bauen – fertig...




























































