Makita Akku-Handkreissäge LXT
In meiner Werkstatt halte ich nicht viel von Akku-Geräten – abgesehen von Akku-Schraubern.
Trotzdem habe ich mir die Makita Akku-Handkreissäge LXT zugelegt. Sie sollte mir beim Bau meiner neuen Werkstatt helfen, um Latten und andere kleinere Zuschnitte schnell und unabhängig erledigen zu können. Außerdem hatte ich die Säge in der Ausstellung bei meinem Holzhändler gesehen – und sie gefiel mir sofort.
Nur der Preis hielt mich zunächst zurück: 239 Euro für die Säge, ohne Akkus. Das passende Akku-Set von Makita hätte noch einmal 266 Euro gekostet. Das war eindeutig kein Spaß mehr.
Also habe ich mich im Netz umgeschaut – und siehe da: Säge für 139 Euro, Akku-Set für erstaunliche 77 Euro. Schnell bestellt, schnell geliefert.
Und jetzt liegt das Paket genau hier auf dem Tisch.
Makita Akku-Derivat
Meine Erfahrungen mit Akku-Geräten sind inzwischen durchweg positiv. Früher war das nicht immer so, doch heute können sich Hersteller falsche Angaben oder minderwertige Qualität schlicht nicht mehr leisten.
Hier liegen nun 2 x 5,0-Ah-Akkus mit Ladegerät bereit. Ob Gardena-Akkus für die Schlauchbox oder Akkus für Festool-Maschinen – die Derivate funktionieren einwandfrei und kosten im Vergleich zum Originalteil ein Spottgeld. Warum zahlen wir eigentlich freiwillig so viel Geld für Zubehör, das genauso gut funktioniert?
Mit einer einzigen Akku-Ladung bin ich den ganzen Tag ausgekommen – und das, obwohl ich recht viel gesägt habe.
Meine Erfahrungen mit der Handkreissäge
Die Paneele für meine neue Werkstatt hatte ich bei anderen Gelegenheiten noch mit der Kappsäge abgelängt. Das wollte ich mir diesmal ersparen – und genau dafür eignet sich diese Handkreissäge hervorragend.
Besonders beeindruckend ist die Sägeblattbremse: Nach Loslassen des Einschaltknopfs steht das Blatt innerhalb einer Sekunde. Einen weichen Anlauf gibt es nicht – die Säge muss beim Einschalten also fest in der Hand gehalten werden.
Während des Sägens gab es kaum Drehzahländerungen, und der Durchzug bleibt selbst bei dickeren Materialien sehr gut.
Was mich stört: Die Absaugung lässt sich im Akku-Betrieb nicht automatisieren. Mit angeschlossener Festool-Absaugung wird die Handkreissäge etwas unhandlich – ähnlich wie andere festangeschlossene Maschinen. Es bleibt also die Wahl: freies Arbeiten mit vielen Spänen oder eingeschränkt, aber sauber.
Wer exzellente, millimetergenaue Schnitte erwartet, wird etwas enttäuscht sein. Auch die Tiefeneinstellung und der Winkelschnitt lassen sich nur ungefähr einhalten.
Mein Fazit
Natürlich sehe ich mich als „Hobby-Holzwerker“ in keiner Weise als Fachmann für Produktbewertungen. Das überlasse ich lieber anderen, die oft kaum mit einer Oberfräse zurechtkommen und trotzdem alles als „Fachmann“ bewerten.
Ich setze Werkzeuge ein, die ich wirklich brauche – und von denen ich hoffe, dass ich sie auch richtig bedienen kann.
Die Akku-Handkreissäge ist ein schönes „Add-on“ in meiner Werkstatt, doch wirklich notwendig ist sie nicht. Alle Arbeiten lassen sich auch mit Tauchsäge oder Kappsäge erledigen – und meist sauberer.
Anders sieht es aus, wenn ich im Wald eine neue Kanzel bauen will. Dann ist die Handkreissäge äußerst praktisch: Sauberkeit ist dort zweitrangig, und die schwere Tauchsäge muss nicht mitgeschleppt werden.
Ein wichtiger Hinweis noch: Dieses „Paket“ lässt sich im Netz oft für mehr als die Hälfte des Preises finden – eine Tatsache, die man sich als Hobby-Holzwerker nicht entgehen lassen sollte.




