Frästisch selber bauen

Frästisch selber bauen

Frästisch selber bauen

Brauche ich wirklich einen Frästisch?

Jeder angehende Holzwerker stellt sich früher oder später diese Frage. Das Bedürfnis nach einem Frästisch (nicht zu verwechseln mit einer Tischfräse) wird oft durch Werbung in Fachzeitschriften oder im Internet geweckt. Doch die entscheidende Frage bleibt: Brauche ich wirklich einen?
Meiner Erfahrung nach lassen sich über 95 % aller Bearbeitungsaufgaben problemlos mit einer normalen Oberfräse erledigen – sei es eine Fase an der Kante eines Holzes oder das Fräsen einer Nut.
Auch ich stand damals vor dieser Entscheidung und war überzeugt, dass ein Frästisch meine handwerklichen Möglichkeiten deutlich erweitern würde. Rückblickend betrachtet war das jedoch ein absoluter Trugschluss.

Frästisch selber bauen

Mein erster Frästisch – selbst gebaut

Vor fast zehn Jahren war das Angebot an Blogs, Foren und Zeitschriften rund ums Holzwerken noch riesig. Viele Autoren erklärten jedem Neuling Schritt für Schritt, wie man seine Projekte umsetzt. Ich habe all diese Informationen aufgesogen wie ein Schwamm – und das leider ganz zu meinem Nachteil.

Damals habe ich mir erstmals eine Ausgabe der Zeitschrift „Holzwerken“ gekauft, um den dort beschriebenen Frästisch nachzubauen. Und genau das habe ich dann auch getan – mit den empfohlenen Teilen aus den angegebenen Bezugsquellen.

Damals spielten Kosten für mich keine Rolle; es ging mir nur darum, den Frästisch genau so zu bauen, wie es beschrieben war.

 

Ernüchterung nach dem Bau

Und dann stand er da: mein neuer Frästisch. Zu Anfang noch mit einem Wagenheber als Einstellmöglichkeit für die Oberfräse.

Doch schnell stellte sich heraus: Der Frästisch brachte nicht die erhoffte Verbesserung der Arbeitsqualität. Fast sofort merkte ich, dass diese Konstruktion nicht nur sehr teuer war, sondern für wirklich anspruchsvolle Fräsarbeiten schlichtweg ungeeignet war – kurz gesagt: „Müll“.

Mein Ärger war groß. Nicht gegenüber der Fachzeitschrift, die die Anleitung veröffentlicht hatte – nein, ich ärgerte mich über mich selbst.

Frästisch bauen

Festool CMS 2200

Dieses CMS 2200, wie auch das CMS TS 55, kaufte ich Anfang 2015 bei Festool.
Zum damaligen Zeitpunkt einer der wenigen Anbieter von solchen Frästischen.
Und? Natürlich auch die Festool OF 2200 um diese unterzubauen.
Zum damaligen Zeitpunkt war dieser kleine Frästisch wirklich gut. Trotz einiger fehlender Einstellmöglichkeiten.
Auch Heiko Rech, Tischlermeister, hatte damals einen kostenlosen Blog und auch ein Forum, in denen er wirklich Interessantes an Wissen verbreitete. 

Verbesserungen und wertvolle Tipps

Speziell für diesen Frästisch hatte Heiko Rech einige wesentliche Verbesserungen gezeigt.
Von einem erweiterten Rahmen zur Befestigung eines anderen Fräsanschlags bis hin zu einem Plan für einen komplett neuen und deutlich besseren Fräsanschlag – all diese Ideen habe ich aufgegriffen und erfolgreich nachgebaut.

Leider ist Heiko Rech inzwischen auf die kommerzielle Seite gewechselt. Dennoch halte ich ihn für einen der aufrichtigsten „Lehrer“ für Holzwerker und abonniere hin und wieder sein Angebot, um von seinen Erfahrungen zu profitieren.

Frästisch bauen

Erweiterungen für Festool CMS 2200

Das CMS hatte keine Halterungen an den Seiten und an der Front.

Das war auch mit dem Original-Fräsanschlag auch nicht notwendig, doch war man ohne an diesen Fräsanschlag gebunden.
So habe ich den Tisch mit einem solchen Spannrahmen erweitert und war nun in der Wahl eines anderen Fräsanschlages frei.

Hierzu habe ich Ahorn verarbeitet und bin überzeugt kein anderes Holz kann diese Aufgabe besser erfüllen.
Der Aufwand hält sich wirklich in Grenzen für das, was man anschließend alles machen kann.

Frästisch bauen

Anschlag für den Frästisch bauen

Dieser neue Fräsanschlag hat keinen direkten Zusammenhang mit dem Festool CMS und kann somit auf jeden Frästisch aufgebaut werden.

Die Idee ist sehr einfach und die Komponenten für diesen Anschlag sehr gut gewählt.

Diesen Anschlag kann jeder Holzwerker selbst nachbauen. Einen Plan dafür, wie auch die Baubeschreibung sind hier zu finden.

An den Anschlag können viele Hilfsmittel schnell und einfach montiert werden.

Werkbank selber bauen

Frästisch selber bauen

Hier habe ich mir mal die Mühe gemacht einen brauchbaren Frästisch zu konstruieren:
Grundlagen sind:

Hinzu kommen noch der Schutzschalter Notaus mit Wiederanlaufschutz, Einlegeplatte und natürlich die Oberfräse selbst.
Solche Art "Grundtisch" OHNE ALLES wird im Netz bei Online-Anbietern mit kleinem Rahmen ohne Rollen für Euro 400,00 angeboten.

Frästisch bauen

Die richtige Tischplatte für den Frästisch

Es ist schon sehr abenteuerlich zu sehen, welche Tischplatten zu welchem Preis angeboten werden. Die billigste HPL-Multiplexplatte in 1200×800 mm kostet online bereits 349 Euro!

Allerdings ist die Öffnung für die Fräse schon vorgefertigt, sodass man gezwungen ist, auch die Einlegeplatte mit Liftfunktion für mindestens 405 Euro zu kaufen. Zum Vergleich: Eine große Siebdruckplatte kostet nur rund 25 Euro und ist völlig ausreichend.

Die C-Profile kosten nur Pfennige, und die Nut dafür zu fräsen sollte jeder beherrschen, der einen Frästisch bauen möchte. Wichtig ist vor allem: Die Platte muss glatt sein, damit das Holz gut darüber rutscht. Die offene Kante der Siebdruckplatte sieht zwar nicht schön aus, hält aber problemlos.

Vorsicht ist bei privaten Anbietern geboten: Viele ihrer Platten sind konstruktiv völliger Müll und bestehen nur aus beschichteter Spanplatte – ein völlig ungeeignetes Material für einen Frästisch oder andere Arbeitsplatten.

 

Frästisch selber bauen

Einlegeplatte für die Oberfräse

Eine brauchbare Einlegeplatte mit Ringen, ohne Liftfunktion, für die Befestigung einer Oberfräse im Frästisch wird bei deutschen Online-Händlern oft mit über 100 Euro angeboten – und das ohne Lift.

Beim Stöbern habe ich gerade wieder bei TEMU nachgeschaut: Dort gibt es Einlegeplatten aus Aluminium schon ab 19 Euro! Meiner Ansicht nach ist das eine besonders interessante Option.

Sollten die Befestigungsbohrungen für die bereits vorhandene Oberfräse in der Aluminiumplatte nicht vorhanden sein, kann man diese einfach nachträglich einbohren.

Die Öffnung für die Einlegeplatte muss man selbst fräsen – das ist aber kein Hexenwerk. Man kann zunächst die große Fläche aussägen und anschließend den Rand sauber mit einer Oberfräse nacharbeiten.

 

Frästisch bauen

Die richtige Oberfräse für den Frästisch

Meine damalige Entscheidung, eine Festool OF 2200 in den Frästisch einzubauen, war völlig überzogen – und der Grund dafür war simpel: Ich hatte einfach keine Ahnung.

Grundsätzlich sollte eine Oberfräse nicht unter 1000 W Leistung liegen – aber auch keine 2200 W wie meine damalige Wahl.

Warum? In der Regel werden Fräser mit 8 mm Schaftdurchmesser eingesetzt. Diese sind gängig, preislich attraktiv und für die meisten Arbeiten völlig ausreichend. Sicher kann man auch mit 12 mm Schaft fräsen – da reicht die Leistung einer normalen Oberfräse ebenfalls problemlos aus.

 

Oberfräse und Selbstbau: Meine Erfahrungen

Man sollte wirklich überlegen, einen „normalen“ Fräsmotor in den Frästisch einzubauen. Wer baut die Oberfräse schon ständig aus, um sie manuell einzusetzen? Ein Fräsmotor mit Einlegeplatte und Lift ist dagegen wesentlich preiswerter – so würde ich es heute machen. Allerdings muss man im Netz danach suchen.

Aber Achtung: Bitte keine billigen Oberfräsen bei TEMU oder Aliexpress kaufen! Ich habe das getestet: Eine OF für 30 Euro. Die Spannzange war nur 6,35 mm (1/4") groß, alles wirkte labbrig und wenig vertrauenswürdig. Ja, die OF lief – aber ich habe sie zurückgegeben.

Ein Frästisch, wie ich ihn konstruiert habe, würde inklusive einer Bosch 1400 W Oberfräse im Selbstbau rund 550 Euro kosten. Ein vergleichbarer, fertig konfigurierter Frästisch in einem bekannten Online-Shop kostet hingegen 1.352,26 Euro – also ein Preisunterschied von rund 800 Euro!

Wenn Interesse besteht, baue ich euch einen gebrauchten Frästisch mit MDF-Platte für 800 Euro zur Selbstabholung. Einfach über den „Kontakt“ anfragen.

Aus meiner bisherigen Erfahrung: Sicher, eine richtige Tischfräse wäre schön – aber dafür reicht bei mir der Platz nicht. Preislich unterscheiden sich diese beiden Varianten unterm Strich kaum. Ein Holzwerker hat oft die finanziellen Mittel, die ein Tischler vielleicht anders investieren würde.

Als heutiger „Neuling“ würde ich auf jeden Fall wieder einen Frästisch selbst bauen. Das ist einfach, preiswert und flexibel. Wer dazu noch preiswerte und gute Fräser sucht, dem kann ich PRECISIONBITS.COM empfehlen. Dort sind die Preise etwa halb so hoch wie in deutschen Shops – trotz Versandkosten. Einziger Wermutstropfen: Es wird eine andere Spannzange mit 12,7 mm Aufnahme benötigt.

 

Was ist in meiner Werkstatt anders?

Was ist in meiner Werkstatt anders?

Trespa-Dachbereich

Was ist in meiner Werkstatt anders?

Eigentlich ist die Systematik der Einrichtung einfach auf Faulheit aufgebaut.

Ich will nicht wöchentlich alle offen aufbewahrten Werkzeuge und andere Teile vom Staub säubern müssen.

Es gibt Diskussionen darüber, wo man einen elektrischen Staubfilter installiert und welche weiteren Arbeiten und Kosten auf den Holzwerker zukommen.
Sicher macht ein Luftfilter in der Werkstatt Sinn, doch dann sollte dieser auch an der Staubquelle sein. In einer größeren Werkstatt ist es fast unmöglich.

Ohne vernünftige Absaugung macht diese Diskussion eh keinen Sinn.

Wenn eine stationäre Absauganlage wegen Platzmangels oder fehlender Anschlüsse nicht möglich ist, sind Werkstattsauger eine gute Alternative. Aber mit großen Abstrichen.

Die einfachste Maßnahme die Verschmutzung von Werkzeug zu verringern ist die Lagerung in Schränken.

neue Möbel für die Werkstatt

Vorteile eines Kantenanleimers

Sicher habe ich früher nach Werkstattausrüstungen im Netz gesucht und bekam Einblicke in andere Werkstätten. Aber immer sah ich nur rohes Holz in allen Arten als Möbelmaterial.
Ganz besonders schlimm finde ich Möbel aus OSB gebaut. Und das von angeblichen Holzwerkern, die anderen Tipps für die Werkstatt geben wollen. Tipps werde ich nicht geben, habe ich nie getan und werde es auch nicht machen. Denn dies ist nur mein Tagebuch.
Was brauche ich zum Arbeiten? LICHT. Das kann ich durch starke Deckenleuchten bekommen, aber auch durch eine helle Arbeitsumgebung.
Genau deshalb baue ich meine Werkstattmöbel aus weißem Material. In dem Fall mit beschichteten Spanplatten. Diese kann man aber nur vernünftig verarbeiten, wenn diese eine befestigte Kante haben. Deshalb ist es von großem Vorteil einen Kantenanleimer zu haben. Nicht nur, dass die beschichteten Spanplatten "spottbillig" sind, nein, diese tragen sehr hohe Gewichte, lassen sich wie jedes Vollholz bearbeiten und diese lassen sich sehr leicht auch feucht abwischen.
Heute kostet der Kantenanleimer bereits DOPPELT so viel im Vergleich zu meinem Kauf.

Werkstattmöbel

Alles auf Lenkrollen

Gerade in einer kleinen Werkstatt ist die Mobilität von Maschinen sehr wichtig und bequem.

Alle Maschinen, wie Tischsäge, Dickenhobel, Kappsäge, Frästisch und sogar die Werkbänke haben bei mir Lenkrollen zum Verschieben in ein optimale Position zum Arbeiten.
Weiterhin beinhalten die Unterschränke gleichzeitig alles Zubehör für die jeweilige Maschine.
Halten denn die Lenkrollen das Gewicht, die Vibration aus und steht die Maschine bei der Arbeit stabil? Absolut ja! Natürlich nur Laufrollen mit Sperrfunktion.

Apropos Laufrollen.
Meiner Erfahrung nach sind 100er Laufrollen optimal. Nicht nur wegen der höheren Gewichtsaufnahme. Vielmehr wegen der Betätigung der Rollenbremse. Kleiner Laufrollen haben diese zwar auch, doch man hat Schwierigkeiten die Sperre wegen der kleinen Höhe der Rollen mit dem Fuß wieder zu lösen. Kein 4er-Satz mit Schraubplatte sollte viel mehr als Euro 20,00 kosten.

Werkstattmöbel

Tiefe Schubladen

Tiefe Schubladen bringen den Vorteil auch hohe und gewichtige Werkzeuge und/oder deren Koffer unter zu bringen. Auch (und das sehe ich als sehr großen Vorteil) kann man die Koffer ohne zu stapeln von oben sehr einfach entnehmen.

Der Bedarf an solche Schubladen kann man kalkulieren und entsprechend die Schränke so bauen.

Die Schubladen selbst baue ich mit MPX. Fichte-Leimholz geht auch, ist aber nur unwesentlich preiswerter als MPX.
Wenn man mit Einschiebeböden arbeitet, sind die Schubladen ruckzuck gebaut.

Welche Auszüge ich nehme? Ganz klar Teleskopschienen von Teleskopschienen24.

Diese Schienen benutze ich schon seit Jahren in meiner Werkbank mit sehr schwerem Inhalt. Der einzige Feind solcher Schienen ist Löschpulver.

 

Werkstattmöbel
Werkstattmöbel
Werkstattmöbel
Werkstattmöbel
Werkbank für Moxon-Vise

Werkbank für Moxon-Vise

Werkbank

Werkbank für Moxon-Vise

Der Bau der Moxon-Vise hat Spaß gemacht.

Zum Zeitpunkt des Baus hatte ich noch die alte kleine Werkstatt und wusste nach Fertigstellung der Moxon-Vise auch nicht, wohin ich das Teil stellen sollte.
Also stellte ich die Vise im Nebenschuppen ab. Im Wissen, dass ich das Teil dort nie gebrauchen kann.

Jetzt habe ich eine neue, größere Werkstatt mit Platz in der Mitte des Raumes.
Es wäre verschenkter Raum, wenn ich dort nichts hinbauen würde.
Deshalb werde ich einen Tisch oder eine Werkbank für die Moxon-Vise bauen.

Der Tisch wird auf feststellbaren Laufrollen stehen. Laufrollen sind dafür immer sinnvoll. Die eingesetzten doppelten Laufrollen sind stabil und wackeln nicht.

Das Ständermaterial wird aus KVH 100 x 100 bestehen. Das ist für viele sicher zu groß, doch der Tisch braucht auch Gewicht!
Konstruiert nochmal mit Sketchup, weil ich mit FreeCAD noch nicht so weit bin.

Moxon Vise selber bauen

Hobelbank?

Na ja, eine richtige Hobelbank wird daraus wohl nicht.
Vom Handhobeln habe ich auch nicht viel Ahnung.
Heute ist es auch so gut wie nie notwendig, noch per Hand zu hobeln.

Für grobe Hobelarbeiten habe ich einen Elektrohobel und für andere Anforderungen einen Makita-Dickenhobel. Ok, einen „Einhandhobel” habe ich noch.

Die Moxon-Vise soll Werkstücke jedoch ohne Beschädigungen sehr fest halten.

Wahrscheinlich werde ich diesen Tisch nur zum Verleimen von Kanten mit dem Kantenanleimer nutzen. Bisher hatte ich noch keine Möglichkeit, einen kreisrunden Tisch ohne Behinderung mit einer ABS- oder Echtholzkante zu versehen.

Hätte ich vor dem Bau der Moxon-Vise gewusst, dass ich mehr Platz habe, hätte ich das Teil sicher anders gebaut.

Werkbank für Moxon-Vise

KVH 100x100

Wie sieht das denn aus? Solch dicke Hölzer für einen kleinen Tisch.

Der Tisch soll stabil sein und auch nicht wackeln. Mit schmalen Hölzern klappt das nicht.
BSH ist unwesentlich teurer, aber hierbei nicht entscheidend.
Der Kostenfaktor spielt auch keine Rolle.

In einem Video von Heiko Rech wurde eine gute Holzverbindung gezeigt, die ich auch hier nachmachen möchte. Eine Dreieck-Verbindung mit Schlitz und Zapfen.

Mit Maschinen lässt sich diese Verbindung nur schwer herstellen und meine Japansäge ist dafür auch nicht wirklich geeignet.
So habe ich nach einer Empfehlung für eine gute Gestellsäge gefragt.
"ECE mit Japanblatt"... Habe ich gleich im Netz bestellt. Der Preis ist aus meiner Sicht mit knapp Euro 90,00 viel zu hoch, denn es gibt einen Anbieter für Gewerbetreibende mit netto Euro 24,10 für das gleiche Teil.

Wie auch immer, ich will es damit versuchen.

Werkbank
Werkbank
Werkbank KVH

Ablängen

Die Festool KS 120 ist gut. Doch leider kann sie 100er KVH nicht komplett schneiden. Es bleibt ein kleiner Rest, den ich mit der dünnen Japansäge noch manuell trennen muss.
Die "120" beziehen sich nur auf spezielle und "komische" Schnitte.
Mit dem neuen Sägeblatt macht es aber trotzdem Spaß zu arbeiten. Die Schnitte sind ausgezeichnet.

ausklinken

Ausklinken

Meine kleine Bandsäge habe ich schon vor einiger Zeit gleich nach dem Kauf wieder verkauft. Platzmangel.

Da ich aber nie mit einer Bandsäge gearbeitet habe, vermisse ich diese auch nicht. Es geht auch manuell.
So auch das Ausklinken der Querstreben. 
Ein Schnitt mit der Kappsäge und den Rest mit dem Beitel.

ausgeklinkt
Laufrollen

Laufrollen

Heute sind auch die bestellten doppelten Laufrollen angekommen. Made in USA! Mal was anderes.

4 Stück (2 mit Bremse) für Euro 15,89 all-in!

Selbst die beiliegenden Schrauben sind gut und passen genau zur Rolle. In den meisten Fällen werfe ich beiliegende Schrauben gleich in den Müll.

Hier der Link dazu.

 

Laufrollen Schrauben
die Mär der unverwüstlichen Lärche

Grundierung

Leider verzögert sich die Zustellung meiner neuen ECE Gestellsäge.

Daher habe ich mich entschlossen, die bereits fertigen Teile schon zu grundieren.
Natürlich habe ich vorher alle sichtbaren Ecken mit einer Fase versehen und alle Teile bereits geschliffen.
Holz braucht unbedingt eine gute Grundierung vor der Farbauftragung. Niemand sollte sich durch die irreführende Werbung der "3 in 1"-Lacke beeindrucken lassen. Mit dieser Art Lack habe ich ausschließlich schlechte Erfahrungen machen müssen.
Auch mit den normalen "Buntlacken" ist kein Preis zu gewinnen. Vielleicht für den Innenbereich noch geeignet.
Wesentlich besser und sinnvoller sind die sogenannten "Fensterlacke". Und ja, diese kosten vielleicht etwas mehr, doch die Deckkraft und auch die wesentlichen Eigenschaften gegen Ausbleichen durch UV-Strahlung, Blockfestigkeit und Elastizität sind meist ausgezeichnet. Alles andere macht nicht nur Mehrarbeit sondern auch nach kurzer Zeit schlechte Laune.

Werkbank

ECE-Gestellsäge

Heute ist die Säge bei mir angekommen.

Ich war gespannt auf die Wirkungsweise der Säge.
Genau nach Anweisung im Video von Heiko Rech habe ich die Risse nachgesägt.
Der Hit war das nicht. Und anstrengend. Da ist zwar ein "Japanblatt" drin, aber offenbar ein Falsches. Der Kraftaufwand ist nicht mit der einer normalen Japansäge zu vergleichen.

Die Schnitte sind einfach grauenhaft.

Jetzt vermisse ich meine Bandsäge. Da ich aber nun diese Säge gekauft habe und ich die Arbeit wirklich machen will, geht es weiter.

Werkbank

Holzverbindung am Gestell

Die Schnitte mit der Gestellsäge sind mehr als gewöhnungsbedürftig. Trotz "Japanblatt" hüpft die Säge beim Zug. Absolut unangenehm.

Nur habe ich beim Sägen darüber nachdenken müssen, dass diese Arbeit mit einer Bandsäge in wenigen Minuten erledigt sein könnte. Und ich säge hier rum....

Was haben wir doch mit den modernen Maschinen für eine Erleichterung. Die Handwerker damals waren wirklich Künstler.

Ganz ehrlich, jetzt würde ich am liebsten damit aufhören. Die Gestellsäge habe ich nun mal und will mich auch nicht hängen lassen. Doch die Arbeit ist für jemanden, der "Vater und Mutter" umgebracht hat.

Werkbank

Stemmen der Holzverbindung

Im Umgang mit einem Beitel bin ich etwas erfahren.

Doch mal ehrlich, alle Verbindungen stemmen? Welche Möglichkeiten habe ich denn noch, wenn keine Bandsäge vorhanden ist?

Die Kappsäge ist für diese Schnitte nicht geeignet. Die Tischsäge auch nicht; ich kann die Tiefe nicht sehen. Die normale Japansäge? Die ist zu wabbelig.

Das erste Bein habe ich tatsächlich komplett gestemmt. Dann aber stellte ich mir die Frage, warum ich das eigentlich so kompliziert einfach mache.  Welche Möglichkeit der Erleichterung habe ich noch im Schrank?

Den FEIN-Multimaster!

Also raus aus dem Koffer und ran an die Teile.
Ruckzuck waren die Arbeiten erledigt! Nur noch "glatt" stemmen.

Werkbank

Passprobe der Holzverbindung

Das Ergebnis manueller Arbeit baut wieder etwas auf.
Wie im Video gefordert, ist die Passung der Stücke ok, Eine Übergangspassung.

Diese sollte bei jeder Verbindung so sein.

Beim Einsatz einer Bandsäge wären die Nacharbeiten für die Passungen ein Kinderspiel. Hier allerdings ist eigentlich alles krumm und schief. 

Die Passung ist ok, doch in meinen Augen völlig unprofessionell und Laienhaft.

Die ECE Gestellsäge mit diesem Sägeblatt ist einfach nur Müll und rausgeschmissenes Geld!!

Egal, weiter geht's.

Werkbank

Anpassen der Verbindungen

Hier kann ich nicht einfach die Teile zuschneiden und ohne Rücksicht zusammen bauen. Nein. Jede Ecke muss ich manuell eigens anpassen, da die "Handarbeit" nicht genau bzw. exakt genug ausgearbeitet sind.
Zwar hat Heiko Rech genau diesen Punkt im Video angesprochen, doch habe ich es mir nicht so schlimm vorgestellt.

Die Verbindungen passen. Aber mit recht viel Spiel.

Werkbank

Innere Verbindungen

Auch hat Heiko Rech vor dem Bruch des Zapfens beim Aussägen gewarnt.
Und prompt geschieht mir das auch. Warum? Weil diese (scheiss) Gestellsäge einfach keine feinen und nicht "hüpfende" Schnitte macht. 
Natürlich kein Vergleich zu meiner normalen Japansäge. Die macht saubere und einfach durchzuführende Schnitte.

Das rechte Stück ist beim Sägen abgebrochen. Habe ich schnell verleimen können und die Verleimung ist nun ausgehärtet.

Die nächsten Schnitte habe ich mit meiner Japansäge und anschließend mit dem FEIN-Multimaster gemacht. Das war wesentlich sauberer und einfach.

Werkbank Moxon-Vise

Restarbeit Verbindungen

Die Art der Verbindung eines Rahmens ist wirklich gut.

Nur die Verwirklichung ist mit einer Gestellsäge und Beitel einfach nur ätzend.
Diese wird mein erstes und einziges Projekt mit nur diesen Werkzeugen sein.

Jetzt fehlen noch die Ausklinkungen in den Zapfen.

JEDES Teil muss ich aufgrund von Maßdifferenzen beschriften.

Mit einer Bandsäge wäre die Werkbank sicher schon fertig.

Dies soll KEINE Kritik an Heiko Rech sein! Als Handwerksmeister ist er sehr gut. Und ich bin fest überzeugt davon, dass er seine Werkbank komplett auch so gebaut hat. 
Nur in der heutigen Zeit muss man es nicht mehr so schwer machen.

Werkbank Moxon-Vise

Verleimen der Dreieck-Verbindungen

Ich habe in der Vergangenheit sehr viele Teile verleimt und weiß in diesem Fall schon was auf mich zukommt.
Nicht nur, dass die einzelnen Verbindungen nicht passgenau sind sondern die Teile haben auch eine große Oberfläche. Damit wir das Verleimen schwierig trotz langer Offenzeit.

Zumal alle Teile noch mit Zwingen gedrückt werden müssen.

Hätte ich gleich meine einfache Art der Holzverbindung realisiert (und diese hält auch zuverlässig) wäre es ein Leichtes gewesen um schnell meine Aufsatz-Hobelbank schon benutzen zu können.
aber: Hätte, hätte...Fahrradkette.

Zukünftig werde ich mich nicht mehr auf solche Experimente einlassen.

Werkbank

Vorbohren

Das war mein ursprünglicher Weg diesen Tisch zu bauen. Das ist ja auch nicht mein erster Arbeitstisch.
Aber ich habe einen anderen Weg der Kopf-Verbindungen gewählt.

Hier Bohre ich den Platz für die Tellerkopfschrauben 8x80mm mit einem Forstnerbohrer ein.

Werkbank
Werkbank
Werkbank

Lackieren

Das Gestell ist nun komplett verleimt und verschraubt.

Es kommt jetzt noch der weiße Lack drauf und die Räder werde ich auch gleich montieren.

Werkbank

fertiger Rahmen

Der Rahmen steht nun dort und ich bin nicht glücklich über das Ergebnis. Eher noch enttäuscht.

Das kommt davon, wenn man von Gestellsägen und deren Blätter keine Ahnung hat.
Zuerst wollte ich die Säge gleich entsorgen, dann doch in Kleinanzeigen verkaufen und nun behalte ich sie doch. Dann kommt eben ein Feinschnitt-Sägeblatt rein und dann sollte es gut funktionieren.

Man lernt nie aus.

 Jetzt kommt noch die MDF-Platte drauf und die Werkbank sollte fertig sein.

Werkbank

Vorbereitung MDF-Tischplatte

Heute habe ich die MDF-Deckplatte beim Holzhändler gekauft. Zugeschitten, 25er MDF für Euro 8,93 brutto.

Die Platte werde ich mit 4 8x80er Tellerkopfschrauben am Rahmen befestigen. Nicht weil ich diese Schrauben brauche sondern weil ich sie habe und der Durchmesser überhaupt nicht stört.
Dazu muss ich die Platte aber mit Bohrungen vorbereiten.

 

Werkbank

Vorbohren der Befestigungen

Der Tellerkopf ist 3mm dick und würde ohne Versenkung auf dem Tisch ein Hindernis darstellen. Also habe ich mit einem Forstnerbohrer den Platz für den Tellerkopf unterhalb der Oberfläche geschaffen. In das Zentrierloch konnte ich so auch die 8mm-Bohrung für die Schraube einbringen.

 

Werkbank

Verschraubung der Tischplatte

Die Platte ist zentriert ausgerichtet und nun mit dem Rahmen verschraubt.

Die Moxon-Vise habe ich an den Rändern vorgebohrt und mit 4,5x45er Schrauben am Tisch fixiert.

 

keine Waren mehr aus den USA

fertige Werkbank (steht zum Verkauf)

Nichts wackelt und die kleine Werkbank steht unter gebremsten Laufrollen stabil am Boden.

An den Lücken in der Verbindung werde ich nichts weiter machen. Weder "Verschmieren" noch anderweitig verdecken. Das soll mich an die schlimme Arbeit zukünftig erinnern...

Diese Aufsatz-Hobelbank steht zum Verkauf für kleines Geld...

Einfach mal in meinen Shop reinschauen.

alte Werkstatt – neuer Glanz

alte Werkstatt – neuer Glanz

Staubsaugerbrand

alte Werkstatt - neuer Glanz

Nach dem Bau der neuen Werkstatt musste ich natürlich an die alte Werkstatt ran zum Renovieren. Dazu hatte ich wirklich überhaupt keine Lust.

Aber es musste ja sein. Denn dort standen und stehen die Waschmaschine und der Trockner.

Hier ein kurzer Blich in die alte Werkstatt kurz nach dem Staubsaugerbrand.

Erstaunlicherweise habe ich alles in dieser kleinen Werkstatt bauen können. Jede kleine Stelle an der Wand, wie auch in Schubladen wurden von mir genutzt.

Jetzt habe ich mit der neuen Werkstatt nicht nur wesentlich mehr Platz sondern auch dauerndes Tageslicht wegen der 3 Fenster. Ein großer Unterschied und auch Vorteil.

(Bild kurz nach dem Staubsaugerbrand)

elektrische Leitungen entfernen

Im Laufe der Jahre hatte ich an jede nutzbare Stelle Steckdosen installiert. Diese waren jetzt natürlich überflüssig und mussten weg.
Damit war aber doch noch bedarf an Abzweigdosen und bessere Verlegung der notwendigen Anschlüsse.
Wie beim Ei und der Henne....was mache ich zuerst?
Na ja, die Leitungen habe ich in alten Rohren neu verlegt und alle anderen Anschlüsse entfernt. Heute hätte ich alle elektrischen Leitungen "Unterputz" verlegt und Dosen gesetzt. Doch damals hatte ich überhaupt keine Ahnung und ließ mir auch nichts sagen...

Leitungen
Werkstatt

alte Werkstatt

Die Decke mit Paneele war "Holzbraun, die Wände waren mal weiß.

Hunderte Schrauben hielten irgendetwas an der Wände, die aus 22er Spanplatte besteht.
Der Boden war mehr als schrecklich. Die PVC-Paneele war auseinander gedriftet wegen der ständigen Temperaturunterschiede. In der Mitte haben sie sich gewölbt.

Einen solchen Boden in einer Werkstatt...nein, da kann ich nur abraten.

Ehrlich, zunächst wusste ich nicht wo ich überhaupt anfangen sollte. Also habe ich einen Eimer Wasser mit Spülmittel geholt und die Wände abgewaschen. Dadurch habe ich 2 Vorteile. 1. die Wände sind staubfrei und 2. kenne ich jede zu beachtende Ecken und Flächen für die spätere Bearbeitung.

Nach dem Reinigen habe ich mit Acryl sämtliche Schraubenlöcher und Fugen "verschmiert" und hart werden lassen.

Wände spachteln

Wände renovieren

Nach dem Spachteln aller Unebenheiten und schließen aller Bohrlöcher habe ich die Wände grob mit der ROTEX geschliffen.
So wie in diesem Bild sah es aus.

Schon beim Start war ich frustriert, denn ich wusste gleich, dass es nicht einfach sein wird. Und langweilige unnötige Arbeit.

Nach dem Schleifen habe ich die Wände lackiert. Mit Wilckens Fensterfarbe. Warum keinen einfachen Buntlack? Ehrlich, Buntlack werde ich nie wieder benutzen. Der Fensterlack kostet ein paar Mark mehr, aber hat alle Vorteile auf seiner Seite. Gleichmäßiger Verlauf, bessere Deckung, seidige Glanz und nach Durchtrocknng undurchsichtig.

Auch die braune Decke ist nun (fast) weiß. Mindestens zweimal muss lackiert werden.

Bodenplatte

Bodenplatte ergänzen

Meine damaligen Überlegungen konnte ich nicht mehr nachvollziehen. Warum habe ich die Maschinen auf eine Siebdrückplatte und nicht gleich auf den Boden gestellt? Nun, die Antwort finde ich nicht ehr.
Wie auch immer. Die OSB-Platten haben eine Stärke von 30mm. Wahrscheinlich wollte ich "das Beste" für den Boden. 
Beim Holzhändler habe ich mir die Ausgleichsplatte zuschneiden lassen und diesen Bereich damit ausgelegt und somit ausgeglichen.

 

OSB-Platte
Vinyl-Laminat

Vinyl-Platten legen

Nach dem Reinfall mit den Vinyl-Paneelen in der neuen Werkstatt hatte ich nicht vor, diesen Fehler noch einmal zu machen.

Deshalb habe ich nach "Werkstattboden" im Netz gesucht und musste feststellen, dass die Preise dafür einfach zu hoch sind.
Dies soll eine "Waschküche" geben und ist keine Garage.

Also habe ich beim Holzhändler Vinyl-Platten gekauft. Knapp 900x470mm groß.
Reine Faulheit kleinere Formate zu legen.

Natürlich fehlten letztendlich nur sehr schmale Stücke am Ende. Für 5cm eine komplette Platte opfern? Nein, Ich habe mit den Resten improvisiert.

Diese Seite wird man nicht mehr sehen, wenn die Maschinen auf Sockeln dort stehen.

Sockelleiste

Sockelleisten und Decken-Abschlussleisten anbringen

Sockelleisten gibt es "roh" beim Holzhändler.
Also wieder lackieren. So auch die Deckenleisten als Rechteckleiste.

Mit dem Druckluftnagler waren alle Teile schnell angebracht.

Restarbeiten

Die Sockel für die Waschmaschine und Trockner sind fertigt.
Die Sockel sollen einfach nur die Arbeit an den Maschinen zu erleichtern. Kein Bücken mehr nötig.

Sockel Waschmaschine
Waschmaschinensockel
neue Möbel für die Werkstatt

neue Möbel für die Werkstatt

Trespa-Dachbereich

neue Möbel für die Werkstatt

Kommen wir zum Möbelbau: Für die neue Werkstatt baue ich Schränke und Regale selbst. Die Teile habe ich nach Stückliste beim Holzhändler zuschneiden lassen. Auf der großen Plattensäge geht das blitzschnell, und die Schnitte sind sauberer, als ich sie selbst hinbekommen würde.

Los ging es mit dem Schrank am Eingang, der zwei Türen erhält. Später folgen Schränke für Schleifmittel, aus eichefurnierter Spanplatte, die anschließend lackiert werden, damit der Staub keine Chance hat. Rollen, Schienen von Hettich und Bügelgriffe sorgen für einfache Handhabung.

Trespa-Dachbereich

Einstellschrank

Das Holz ist da – und ich kann sofort loslegen.

Als erstes muss eine Kante auf die Ränder der micro-beschichteten Spanplatte. Es handelt sich um eine INNOVUS B3002SC. Warum das so wichtig ist? Wegen der passenden ABS-Kante.

Die zunächst bestellte Kante war falsch: glatt, statt micro. Also habe ich bei KANTENSHOP.COM angerufen und nachgefragt, welche Kante die richtige ist. Absolut kompetent und freundlich hat die Dame die passende Kante gefunden und gleich auf den Weg zu mir gebracht.

Sicher hat nicht jeder Bedarf an ABS-Kanten in 2 mm Stärke, aber wer sie benötigt, dem kann ich diesen Online-Shop nur wärmstens empfehlen. Alle Kanten sind nach Hersteller und Farbe sortiert – und die Preise sind wirklich genial.

Also: VAY-SYS auf die Werkbank, Festool Kantenanleimer KA 65 ans Netz zum Aufwärmen – das dauert immer mindestens sieben Minuten. Dann kann es endlich losgehen.

Trespa-Dachbereich

ABS-Kante anfahren

Diese Arbeit ist notwendig, aber ehrlich gesagt auch sehr lästig.

Nach so vielen Metern geht sie mir zwar schnell von der Hand, doch es ist immer dasselbe: Kante abschneiden, Kante in den Kantenanleimer, Kante aufheizen, Enden bündig schneiden, Kante fräsen, mit der Ziehklinge putzen, Kante schleifen – und von vorn.

Wie dem auch sei: Diese Arbeit ist erledigt – und hier zeigt sich der wahre Wert des VAC-SYS!

Trespa-Dachbereich

Schrank mit Türen

Schränke mit Türen sind in der Werkstatt eigentlich nicht besonders praktisch. Meist liegen die Dinge, die man sucht, hinten im Schrank, und man muss erst umräumen. Trotzdem habe ich mich für diesen Schrank entschieden.

Der Rahmen ist denkbar einfach: vier Teile, hinten eine Falz für die Rückwand gefräst, und alles mit Lamellos verbunden. Fertig. Ok, ein paar Bohrungen für die Stifte der Zwischenbodenhalterung mussten noch gesetzt werden.

Die Türen sind recht groß und ebenfalls aus 19 mm beschichteter Spanplatte. Ihr Gewicht tragen drei Hettich-Topfbänder mit Dämpfung – ausreichend stabil und langlebig.

 

Trespa-Dachbereich

Topfbänder für die Türen

Hier habe ich gleich drei Topfbänder eingelassen.

Früher habe ich die „Töpfe“ noch gefräst, manche nutzen dafür spezielle Vorrichtungen. Wenn man jedoch schon viele Bohrungen gemacht hat, geht es auch ganz unkompliziert mit Akkuschrauber und einem 35 mm Forstnerbohrer. Sehr hilfreich ist dabei die kleine Schablone von Hettich zum exakten Vorzeichnen der Bohrungen.

Anschließend werden die Topfbänder mit 6 mm Euroschrauben befestigt – fertig.

 

Trespa-Dachbereich

Mittelschrank mit 2 großen Schubladen

Der Rahmen dieses Schranks hat die gleiche Bauweise wie der Türenschrank – nur kommen hier zwei große Schubladen hinein.

Bisher lagen Werkzeuge wie Schlagbohrer, Multifunktionswerkzeug und der Schlüsselkasten noch im Nebenschrank der Werkbank. Bedeutet: Wenn ich den Schlagbohrer brauchte, musste ich erst den Schlüsselkasten herausnehmen, um an den Maschinenkoffer zu gelangen – ziemlich lästig.

Jetzt können diese Werkzeugkoffer senkrecht in eine der großen Schubladen gestellt werden und sind jederzeit leicht zugänglich.

Oben werden wohl die Festool Dübelfräse DOMINO und die Lamello Zeta-P2 samt Zubehör ihren Platz finden. So ist alles sauber sortiert und griffbereit.

 

Trespa-Dachbereich

Auszüge und Fronten montieren

Für diese Schubladen setze ich Hettich Quadro V6 mit Silent System ein. Eigentlich nicht unbedingt gewollt – ich hatte noch genau die Anzahl im Lager von anderen Projekten, die ich damals eigentlich schon entsorgen wollte.

Die Auszüge sind stabil und gut in der Handhabung, aber der Einbau ist recht aufwendig. Es gibt einfach zu viele Details, die bei einer einfachen Schublade beachtet werden müssen. Zukünftig würde ich diese Auszüge deshalb wohl nicht mehr einsetzen – zumal sie recht teuer sind.

Die Griffe hatte ich ebenfalls noch auf Lager. In einer Werkstatt wirken sie vielleicht etwas ungewöhnlich, erfüllen aber ihren Zweck. Ich habe sie relativ hoch an den Fronten angebracht, damit sich die Schubladen bequem öffnen lassen.

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Hilfsmittel für das Zusammensetzen von Kästen

Beim Stöbern auf TEMU entdeckte ich diese Hilfsmittel – Halter für Kastenwände zum Zusammenschrauben. Ich dachte mir: „Warum nicht?“ und bestellte gleich vier Stück für weniger als 10 Euro.

Heute habe ich die Teile beim Zusammenbau der Schubladen ausprobiert. Erwartet hatte ich, dass die Klemmen die Wände beim Zudrehen automatisch zentrieren. Das Ergebnis war enttäuschend: Die Klemme zieht zwar die Teile zusammen, zentriert sie aber nicht – und genau das wäre doch der wichtigste Zweck gewesen.

Also landen diese Klemmen wohl direkt im Müll.

 

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Mittelschrank mit großen Schubladen

Die Werkzeugkoffer passen spielend in die Schubladen hinein. So entfällt das jeweilige Umpacken bei der Entnahme aus der ursprünglichen Schublade. 

 

Trespa-Dachbereich
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Rechter Schrank mit Fronten

Dieser Schrank hat 3 Schubladen.

Hier werde ich die Fräsen mit allem Zubehör unterbringen.

Die Hettich-Auszüge sind in keiner Weise besser als die preisgünstigen Teleskopauszüge. Der Einbau der Hettich-Auszüge ist ätzend! Verteil: man sieht die Auszüge nicht, da sie sich unter der Schublade befinden.

Jetzt geht es an den Schrank für den Dickenhobel.

 

Moxon Vise selber bauen

Moxon Vise selber bauen

Moxon Vise selber bauen

Moxon-Vise selbst bauen

Das für mich bisher schlimmste Projekt überhaupt. Fast alles habe ich falsch gemacht.

In der Zeitschrift stand: „Der Bau der Aufsatzzange ist auch für Einsteiger leicht zu bewältigen.“
Dieser Satz ließ mich glauben, dass das Projekt schnell abgeschlossen sein würde – doch weit gefehlt. Tatsächlich habe ich die Aufsatzzange zweimal bauen müssen, bevor sie funktionierte. Zu den Einzelheiten gehe ich am Ende dieses Beitrags noch genauer ein.

Oft hätte ich während der Arbeit einen Schraubstock gebrauchen können. Einen richtigen habe ich mir aber nie gekauft – der Platz war immer zu knapp. Wohin damit?

Vor kurzem bin ich auf die Moxon Vise gestoßen, die Heiko Rech vorgestellt und gebaut hat. Dieses Modell erschien mir platzsparend, flexibel und deutlich praktikabler für meine Werkstatt.

Moxon Vise

Buche-Leimholz keilgezinkt

Als die Zeitschrift mit dem Bauplan erschien, sah die Marktsituation im Holzbereich noch deutlich anders aus. Heute ist es nicht einfach, Buchenleimholz mit durchgehenden Lamellen zu finden. Daher entschied ich mich für keilgezinktes Buchenleimholz – deutlich günstiger als Eichenleimholz. Beide Holzarten gehören zudem zur selben Familie, sodass die Stabilität und Optik vergleichbar sind.

Dieses Mal ließ ich die Teile gleich zuschneiden, was die Arbeit erheblich erleichtert und ein sofortiges Beginnen des Baus ermöglicht. Die zugeschnittenen Teile entsprechen exakt der Bauanleitung.

Natürlich darf ich den Bauplan der Zeitschrift hier nicht veröffentlichen. Ich habe die Aufsatzbank daher für mich selbst in SketchUp nachkonstruiert, um eine genaue Orientierung zu haben.

Da ich das Holz erst am nächsten Tag verarbeiten wollte, habe ich die Platten unter Zwingen gesetzt. Buchenholz neigt bekanntlich stark zum Verziehen – manchmal schon beim Hinschauen.

 

Grundplatte

Moxon Vise

Hinrnleisten

Beide Platten haben die gleichen Maße.
Allerdings soll die untere Platte an den Seiten länger sein um mit Zwingen am Arbeitstisch befestigen zu können. Deshalb habe ich Hirnleisten angebracht. Diese Leisten verringern auch das Schüsseln der Platte.
Angebracht mit Lamellos und dann verleimt.

Moxon Vise
Moxon Vise

Abrunden der Ecken

Muss nicht sein, sieht aber besser aus.
Eigentlich habe ich das KREG-Frässchablonenset für Ecken. Ich habe es einmal benutzt und sofort festgestellt, dass dieses Set das Katalogpapier nicht wert ist! Werde ich wegwerfen. Meine selbstgemachte Frässchablone ist viel besser und kostet außer etwas Arbeit nichts. Mit dieser Schablone habe ich die Ecken mit einem Radius von 50 mm abgerundet.

Moxon Vise
Moxon Vise

Vorbohren

Die untere Platte wird angeschraubt. Dazu habe ich alle Löcher vorgebohrt und versenkt.

Die Querträger haben zwar eine theoretische Höhe von 88 mm, aber nicht alle Teile sind gleich dick. Ich habe die Querstreben in der Höhe um 1mm gekürzt, also auf 87mm. So passte alles perfekt zusammen.

Moxon Vise

Deckplatte

Moxon Vise

Lamellos für die Stützen

Die Stützen werden durch Lamellos zentriert. So werden die Stützen beim Verleimen und Verschrauben sicher in der richtigen Position gehalten.
Ich verwende dazu 20er Lamellos und fräse mit der Lamello Zeta P2. Das geht viel einfacher als mit der Festool DF 500.

Moxon Vise
Moxon Vise

Tischlöcher für Bankhelfer

Heiko Rech hat in seiner Konstruktion 19mm-Bohrungen gemacht. Diese Größe passt für meine Festool-Helfer nicht. Ich brauche 20mm Bohrungen. Was allerdings hier ein Problem sein wird. Wie auch immer. Diese Bohrungen (nicht alle) konnte ich nicht dem Bosch Bohrständer einbringen.
Eine Reihe musste ich manuell mit dem Akkuschrauber bohren, das der Bohrständer die Ausladung nicht hat.

Moxon Vise
Moxon Vise

Eine Reihe musste ich mit einem Akkuschrauber manuell bohren. Mit der Zeit bekommt man ein ungefähres Gefühl für eine fast senkrechte Bohrung.

Die Forstnerbohrer von Festool sind wirklich sehr gut.

Moxon Vise
Moxon Vise

Nut für die C-Nut-Schiene fräsen

Die C-Nut-Schine ist 17mm breit und 11mm hoch. Soll ich in einem durch fräsen oder mache ich das in 2 Schritten?
Bei 2 Schritten werde ich sicher eine winzige Kante in der Nut sehen. Aber ds ist egal, denn die Schiene wird das verdecken.
So habe ich in 2 Schritten gefräst. Erst 6mm, dann die restlichen 5mm. Passt genau.

Moxon Vise

Stützen

Moxon Vise

Zuschnitt

Die Teile für die Stützen habe ich nur grob zuschneiden lassen. Das Istmaß erhält man erst bei der Montage.
Zunächst habe ich die Stützen mit der Tischsäge auf 88m Höhe geschnitten. Theoretisches Maß bei exakter Plattendicke von 26mm.
Mittels Test zwischen Ober- und Unterplatte mit Vorderzange habe ich das passende Maß ermitteln können. Es sind 87mm. Nicht viel weniger, doch unbedingt notwendig.

Moxon Vise

Vorderzange (beweglich)

Moxon Vise

Doppeln

Die vordere bewegliche Zange muss gedoppelt werden. Dazu werden einfach zwei gleichgroße Teile miteinander verleimt.
Damit dies Teile beim Verleimen nicht verrutschen habe ich 3 Lamellos für die Zentrierung eingebaut. So geht das Verleimen wesentlich einfacher.
Die Verleimung habe ich unter vielen Schraubzwingen 3 Stunden trocknen lassen.

Moxon Vise
Moxon Vise

Fasen

Nach dem Bohren und Schleifen habe ich eine Fase rundherum gefräst.
Nicht feste drücken und nicht zu langsam führen. Sonst gibt es Brandflecken auf dem Holz, die immer sehr schwer zu entfernen sind.

Moxon Vise

Innenzange (fest)

 

Moxon Vise

Vierkantmutter einbauen

Die Zange erhält eine Doppelung an den Enden um die Gewindestange sicher zu befestigen. Anders als Heiko Rech habe ich es über eine Verschraubung vorher gelöst. Ich bohre und stemme vor dem Anbau der Innenzange. So ist das viel einfacher. Außerdem verwende ich hier Vierkantmuttern. Der Mittelpunkt der Bohrung ist vorgegeben und der Umriss der Vierkantmutter mit Bleistift übertragen. Kanten mit dem Meser nachgezogen.

Moxon Vise
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Stemmen

Stemmen war nie mein Fall. Doch diese Arbeit hat mir sehr geholfen. Im Kopf hatte ich immer: so viel mit einen Schlag wegnehmen wie möglich. Immer feste drauf. Das ist aber völlig falsch. Geduld ist die Lösung. In kleineren Schritten ging das Ausstemmen absolut einfach und auch sauber. Die Vierkantmutter ist bündig mit der Oberfläche eingelassen.

Moxon Vise
Moxon Vise

Bohrungen für die Trapezgewindestangen

Man kann gut die Mitte vom Bohren am Boden erkennen. Genau dort habe ich auch die Spitze des 19mm-Bohrers angesetzt und über eine Unterlage durchgebohrt,
Der "billige" 19er Bohrer ist wirklich Müll. Aber für die paar Bohrungen reicht der.

Moxon Vise

Handräder bauen

Moxon Vise

Eiche doppeln

Aus Resten vom Möbelbau habe ich 2 Platten gedoppelt. Eiche mit durchgehenden Lamellen, 20mm.
So werde ich eine Stärke von 40mm für die Handräder haben.

Moxon Vise
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Nach Aushärtung des Leims habe ich zwei Kreise mit Durchmesser von 150mm nebeneinander angerissen und die Teile grob auf der Kappsäge ausgeschnitten.
Jetzt kann sich der Bandschleifer in seiner neuen Station beweisen. Viel muss nicht mehr abgeschliffen werden.

Moxon Vise
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Rundschliff der Handräder

Eiche Vollholz ist nicht leicht zu schleifen. Zumal ich Material wegnehmen musste und nicht nur glätten.
Sicher hätte ich auch die Räder mit der Oberfräse herstellen können. Aber das Ergebnis zählt und über die Kappsäge und dem Bandschleifer war der Aufwand geringer.

Moxon Vise
Moxon Vise

Naben herstellen

Die Handräder benötigen im angezogenen Zustand auf der Aufsetzzange einen gewissen Abstand zur Außenbacke. Diesen Abstand kann man zwar mit Unterlegscheiben erzeugen, doch die wabbeln dann einfach nur auf der Gewindestange. Die Naben habe ich mit einer entsprechend großen Lochsäge aus dem Restholz ausgebohrt.

Moxon Vise
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Kanten abrunden

Die Handräder können so nicht bleiben.
Die Kanten des Rades werden mit einem 19er Abrundfräser schön abgerundet. Dies geschieht auf dem Frästisch CMS 2200.
Ich habe einen Abrundfräser aus den USA eingespannt. In Deutschland hätte ich für diesen Fräser mindestens das Doppelte bis Dreifache bezahlt.

Der Abrundfräser hat einen Radius von 3/4 Zoll = 19,05 mm. Also mehr als passend.

Die Lochbohrer habe ich auch schon lange. Zwar Billigware, aber sie erfüllen ihren Zweck. Es gibt eben keine Lochbohrer dieser Art, die saubere Löcher bohrt. Nur hier erwarte ich das Gegenteil. Nicht das Loch sondern der Ausschnitt ist für mich wichtig.

Moxon Vise

Das Abrunden der Handradkanten hat sehr gut funktioniert. Keine unschönen Übergänge. Der Radius wurde vollständig auf das Holz übertragen.

Leider hat der Händler in den USA keine Wendeplattenfräser. Zumindest keine, bei denen man deutsche Wendeplatten nachkaufen kann, aber die Qualität der Fräser selbst ist sehr gut.

Moxon Vise
Moxon Vise

Vierkantmutter einbauen

Vierkantmuttern sind für dieses Projekt optimal. Besser als Sechkantmuttern.
Nur müssen die Muttern in die Handräder eingebaut werden. Die Vierkantmuttern sind 27mm hoch. Also muss ich stemmen.
Zuerst habe ich die 30er-Bohrung in der Tiefe von 27mm auf dem Bohrständer gemacht. Die digitale Tiefenangabe am Bohrständer ist sehr gut.
Dann habe ich auch gleich mit dem 19er Bohrer das Loch vollendet. Genau in das Loch der Zentriernadel des 30er Bohrers.

Moxon Vise

Die Stemmeisen hatte ich noch eine Woche vorher mit den Schleifsteinen von Temu neu geschärft. Mit gutem Beitel und neu geschärft ist das fast ein Kinderspiel. Wenn ich da nur an die "Kirschen"-Zeit denke..

Auch hier sind die Vierkantmuttern bündig zur Oberfläche und nichts wackelt oder hat Luft.

Moxon Vise
Moxon Vise
Moxon Vise
Moxon Vise

Die Naben werden eine Mittenbohrung von 19 mm haben. Dafür musste ich den neuen Bohrer nehmen. Dieser Bohrer ist einfach Schrott. Alle 10mm musste ich den Bohrer säubern, weil er keinen Vorschub mehr annahm. Aber für die wenigen Bohrungen, die noch zu machen sind, muss es noch reichen.

Moxon Vise
Moxon Vise

Wie befestige ich die Naben mit dem Handrad? Kleben? Nein, ich werde sie verschrauben. Dafür habe ich 4mm vorgebohrt und gesenkt. Auch den Rand werde ich nicht abrunden. Kante brechen reicht.

Moxon Vise
Moxon Vise

Die Naben habe ich so genau wie möglich zentriert. Damit sie beim Verschrauben nicht verrutschen, habe ich die Naben mit Zwingen fixiert. Ein Aufwand, der sich lohnt.

Moxon Vise
Moxon Vise

Damit habe ich die Handräder fertig gebaut.

Zangenleder anbringen

Die Preis- und Qualitätsunterschiede bei Waren aus Deutschland und China sind schon erstaunlich.
Bei deutschen Online-Händlern hätte ich für Leder mit einer Stärke von 0,9mm mehr als das Doppelte bezahlen sollen als bei TEMU für Leder mit einer Stärke von fast 2mm. Rindsleder.
Der Lieferweg ist lang und es dauert etwas länger. Selbst die Versandkosten sind im Preis inbegriffen.

Das Leder habe ich mit einfachem Weißleim auf die "lose" Bankzange aufgeklebt und unter Druck abbinden lassen. Überstehenden Rand abtrennen und die Bohrungen für die Trapezgewindestangen wieder öffnen...fertig.

Moxon
Moxon
Moxon Vise
Moxon Vise

Montage

Moxon Vise

Jetzt entscheidet sich, ob die Arbeit gut oder schlecht war. Es muss alles passen.

Zuerst habe ich die Stützen unter die Deckplatte verleimt. Gar nicht so einfach. Buche verzieht sich, wenn man sie nur ansieht. Wenn man einen Schreiner ärgern will, sagt man einfach: "Das solltest du mit Buche machen...".
So war es auch hier. Trotz der Dicke von 26 mm verzieht sich die Platte.
Also habe ich die Decklatte mit Zwingen auf den geraden Tisch gespannt, um die Wölbung zu glätten. Mein Gefühl sagte mir, dass es vielleicht besser wäre, wenn ich in der Mitte der Stützen noch eine Schraubverbindung anbringen würde. Hier habe ich mit dem System "Hidden Jig" jeweils ein Loch in die Stützen gebohrt.
Die Platte sah schon gespannt sehr gerade aus, deshalb habe ich die Stützen gleich mit Lamellos verleimt.

Letztendlich war die Verschraubung nicht notwendig.

Moxon

Die Lamellos sind nicht zentriert in der Mitte der Stützen. Das schadet nicht, denn die Lamellos fixieren nur die Stützen.

Nach einer Stunde Abbindezeit konnte ich die Zwingen wieder entfernen und mit dem Boden weiter machen.

Moxon Vise

Der boden ist nicht verleimt!

Zwar hat die Bodenplatte vorn 5 Lamellos, doch schiebe ich diese in die Nuten der Frontzange und verschraube die Bodenplatte mit 50er Schrauben.

Dazu habe ich aber die Bodenplatte mit der Vorderzange unter Zwingen gesetzt damit es keine Lücken oder Spalten gibt.

Moxon Vise

Jetzt wird erst getestet ob alles andere passt.
Die Gewindestanken sind befestigt. Die hinteren Muttern lassen sich bequem verschrauben. Hätten ja auch Platzprobleme geben können.

Moxon Vise

Die Zange lasst sich problemlos festziehen und auch alle anderen Hilfsmittel passen in Löcher und Schienen.

Moxon Vise

Jetzt sieht man den Sinn der "Langlöcher in der Hinterzange.
Auch wenn die Zange etwas schräg geht, lässt sie sich noch immer leicht in die richtige Lage bringen.

Moxon Vise
Moxon Vise

Holz ölen

Moxon Vise

Die lästige Arbeit.

Das Ölen selbst dauert ja nicht so lang. Aber ich muss mit alle weiteren Arbeiten warten bis das Öl trocken ist.
Da habe ich die Zeit genutzt um das Pflaster zu reinigen.

Einzelheiten / Zusatzinformationen

Holz

Zum Zeitpunkt der Ausgabe 50 der Zeitschrift Holzwerker lag der Preis für Buchenleimholz mit durchgehenden Lamellen noch im normalen Preisbereich.
In den letzten 3 Jahren hat sich der Preis für Buchenleimholz mindestens verdoppelt. Aus meiner Sicht sind die Holzhändler auf den Zug der eigenen Preiserhöhungen aufgesprungen. Am Einkaufspreis kann es nicht liegen, denn das Holz, das ich beim Holzhändler kaufen wollte, lag dort schon mindestens 4 Jahre.
Deshalb hatte ich mich zunächst für Bangkirai-Glattkantbretter entschieden und diese verbaut. Das war ein totaler Reinfall. Es ist nicht einfach, aus Bangkirai Leimholz herzustellen, und auch das Aufdoppeln ist nicht einfach. Außerdem reichte die Nettostärke von 24 mm für die Konstruktion nicht aus.

Hier habe ich Buchenleimholz 26mm verwendet. Preis für das Holz ca. Euro 90,00

Beschläge Moxon Vise

Natürlich wollte ich die gleichen Beschläge wie Heiko Rech.
Im Internet habe ich sie auch gefunden. Bei AliExpress ! Zum Preis von Euro 46,67. Allerdings sind die Versandkosten höher als der Kaufpreis: Euro 53,00 ! Es muss doch eine Alternative geben.
Ja, die gibt es. Man könnte die Mutter der Gewindestange in die Bohrung einer kleinen Hantelscheibe einschweißen. Dazu braucht man aber passende Sechskantmuttern, Hantelscheiben und Gewindestangen. Alles zusammen aber auch wieder um die Euro 100,00
Oder man bestellt sich Trapezgewindestangen mit Vierkantmuttern und baut die Handräder selbst. Genau das habe ich gemacht. Preis: Euro 60,00 !

Die Trapezgewindestangen und Schrauben sind von erstklassiger Qualität.

Bohrer

Die 19 mm Bohrungen in den Zeichnungen von Heiko Rech haben mich zunächst nicht irritiert. Nur hatte ich keinen 19er Bohrer.
Bei Amazon kaufte ich dann einen mittelpreisigen Forstnerbohrer für Euro 12,00. Müll!
Nun war ich die Qualität der Forstnerbohrer von Festool gewohnt und erwartete eine ähnliche Qualität des neuen Bohrers. Aber nein. Für wenig Geld gibt es keine wirkliche Qualität. Obwohl ich den Preis der Festool Forstnerbohrer auch sehr hoch finde.

Nachdem ich eine Probebohrung mit dem neuen Bohrer gemacht hatte, musste ich feststellen, dass die Bohrungen für meine Tischhaken und andere Hilfsmittel zu klein sind. Es müssen 20mm sein.
Heute, kurz vor Fertigstellung fiel mir ein, dass ich bspw. meine Tischzwingen gar nicht mit der Aufsetzbank benutzen kann. Außer in der C-Nut-Schiene. Die Tischplatte ist mit 26mm einfach zu dick um die Zwingen in die Bohrungen schieben zu können. Na ja, es ist ja eine Schiene da.

Allerdings gäbe es für dieses Problem eine Lösung. Die Löcher von unten auf 40mm aufbohren bei einer Tiefe von 7mm. Dadurch ergibt sich ein passender Winkel für die Zwingen und sie passen wieder. Habe ich aber nicht gemacht.

Alle Bohrungen haben nun einen Durchmesser von 20mm.

Leder

Das Leder musste ich extra kaufen. Online bei TEMU.
Das wollte ich eigentlich nicht bei TEMU kaufen, sondern in einem deutschen Onlineshop.
Aber das macht keinen Sinn. Erstens werden dort Mondpreise für echtes Leder verlangt und das angebotene Leder ist nur 0,9 Millimeter dick!!!

Bei TEMU habe ich für ausreichend dickes Rindsleder Euro 15,00 inklusive Versand bezahlt. In Deutschland für dünnes Leder Euro 49,90,
Je mehr ich die Preise der deutschen Anbieter mit denen von TEMU vergleiche, desto mehr habe ich das Gefühl, in Deutschland über den Tisch gezogen zu werden.

Materialkosten

Buchenleimholz 26mm keilgezinkt Euro 90,00

  • Trapezgewindestangen und 4 Vierkantmuttern 18x4 Euro 60,00
  • Leder Euro 17,00
  • C-Nut-Schienen 1 Meter Euro 7,00
  • Kleinmaterial wie Schrauben, Öl etc. Euro 6,00

Bis jetzt Euro 180,00

Sollte jemand Interesse an dieser Aufsetzzange haben..In meinem kleinen Shop biete ich diese Aufsatzbank einschl. Werkbank sehr günstig. Als gebraucht und nur bei Selbstabholung.

 

Moxon Vise
Moxon Vise
Moxon Vise