Minimalistischer Adventskranz zum Selbermachen

Minimalistischer Adventskranz zum Selbermachen

Adventskranz bauen

Minimalistischer Adventskranz zum Selbermachen

Die Zeit ist mehr als reif.

2 Wochen bis Weihnachten und so noch 2 Advents-Sonntage.

Hier beschreibe ich den Bau eines Adventskranzes aus Meranti und Eiche in einzelnen Schritten.

Sicher kann man das ein oder andere Teil dieses Kranzes einfacher bauen, doch ich habe es auf meine Weise gemacht.

Material ist Meranti-Leimholz, Eiche und Rollladenbänder.

Adventskranz bauen

Leimholz herstellen

Natürlich wird der Adventskranz rund sein.

Um die erforderlichen Ringe überhaupt herstellen zu können, brauche ich eine ausreichend große Platte um diese ausschneiden zu können.
Grundmaterial ist ein Meranti-Balkonbrett 27x195 in ausreichender Länge, möglichst ein Quadrat.

Die Kanten sind gefügt und mit Dominos zum Verleimen zentriert. Zwingen sorgen für eine sichere Verleimung.

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ersten Ring fräsen

Nach der Herstellung des Leimholzes habe ich die Platte von überstehenden Leim befreit und geschliffen. Die Platte ist plan.

Mit der Festool Frässchablone, mit der man auch Kreise fräsen kann, habe ich das maximale Maß eingestellt und mit der Oberfräse in mehreren Gängen gefräst.
In nur 3 Jahren hat sich der Preis für die Frässchablone VERDOPPELT!

Da der Rand nicht optimal war, habe ich den Ausgleich mit einem Kopierfräser glatt gefräst.

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zweiten Kreis fräsen

Der innere Kreis wird der Fuß des Adventskranzes bilden.

Auch hier setze ich die Festool Frässchablone ein.
Die Scheibe fräse ich nicht komplett aus sondern nur die Stärke des Brettes - 1mm um das Material nicht zu beschädigen.

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zweiten Kreis aussägen

Beim Durchfräsen besteht die Gefahr, dass mir der Rahmen herunter fällt und der Fräser die Kante beschädigen könnte.

Deshalb habe ich den Kreis mit der Stichsäge separiert und den Rand weiter zu behandeln

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Kanten fräsen

Brandflecken und andere Unregelmäßigkeiten am Rand des Rings und des Kreises bearbeite ich auf dem Frästisch mit einem Kopierfräser.

Die Kanten werden so einwandfrei glatt und sauber.

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Figuren sägen

Die Vorlagen für Baum und Elch habe ich im Netzt gefunden.

Die Konturen habe ich auf die Eiche übertragen und diese genau mit der Dekupiersäge ausgesägt.
Die Dekupiersäge habe ich nicht mehr; sie nahm zu viel Platz ein in meiner alten Werkstatt.

Ja, man kann damit so arbeiten, aber nur sehr schwer. Dicke Eiche ist nun mal nichts für die Dekupiersäge.

Adventskranz bauen

Planung und Wirklichkeit

Geplant hatte ich 4 Figuren mit Kerzen dazwischen. Der Platz war aber doch sehr eng und so habe ich mich für eine andere Aufteilung entschlossen.
Mit nur 3 Figuren und den Kerzen im Verdergrund.

Adventskranz bauen
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Kerzenhalter fräsen

Aus dem vollen Material gebaut.

Auch wieder mit der Festool Frässchablone habe ich dies Kreise fräsen können.
Gleicher Herstellungsweg wie bei den Kreisen.

Sicher hätte man das mit weniger Verschnitt machen können, doch zu dem Zeitpunkt hat das Fräsen einfach nur Spaß gemacht.

Adventskranz bauen
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Bandhalter fräsen

Zwei Kreise aus Eiche bilden den Bandhalter an der Spitze des Adventskranzes.
Diese sind für die Verbindung vorgebohrt und auch ausgestemmt für die Aufnahme des Jalousienbandes.

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Bandhalter fräsen

Zwei Kreise aus Eiche bilden den Bandhalter an der Spitze des Adventskranzes.
Diese sind für die Verbindung vorgebohrt und auch ausgestemmt für die Aufnahme des Jalousienbandes.

Adventskranz bauen
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Adventskranz bauen
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Abrunden aller Kanten

Alle Teile sind nun geschliffen.

Die Kanten habe ich auf dem Frästisch gerundet und per Hand nachgeschliffen. Das ist besonders wichtig, denn die Übergänge von der Längs- auf die Kopfseite des Holzes bilden eine raue Oberfläche beim Fräsen.

Adventskranz bauen

Gummifüße

Der Adventskranz wird auf Gummifüßen stehen. Kleine Einsteckgummis, die eine Bohrung benötigen.
Diese habe ich auf dem Bosch-Bohrständer einbringen können.

Adventskranz bauen
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Zusammenbau

Noch kurz den Stern ausgeschnitten, den Bandhalter auf einen Rundstab befestigt und mit dem Boden verbunden, die Bänder befestigt, und fertig war der Adventskranz.

Einfach mal ein anderer Adventskranz, der aber schon seit einigen Jahren immer wieder bei uns aufgestellt wird.

Übrigens gibt es mittlerweile auch elektrische Kerzen, die sich automatisch ein- ausschalten.

Steckdosensäule für den Garten – selbst gebaut & sicher

Steckdosensäule für den Garten – selbst gebaut & sicher

Steckdosensäule fertig

Steckdosensäule für den Außenbereich selber bauen

Auf dem Parkplatz steht ein Steckdosenwürfel. Auf dem Boden. Inzwischen wuchern die Büsche und es wird immer schwieriger, an den Würfel heranzukommen. Wir werden auch nicht jünger. Also habe ich den Steckdosenständer gebaut. Der Balken ist aus Leimholz und kesseldruckimprägniert, 1,6 Meter lang. Die Abdeckung ist aus Kambala, 45 mm dick.
Die Steckdosen sind von GIRA, Schutzkontaktsteckdose mit Klappdeckel und Dichtung, IP44. Ich habe mich für Einbausteckdosen entschieden, weil sie in der Säule besser aussehen.

Steckdosensäule

Ablängen des Balkens auf der KAPEX 120

Den Balken habe ich auf der neuen Kappsäge abgelängt. Zum einen hatte der Balken am oberen Ende eine Rundung und zum anderen habe ich so eine Schablone für das Einpassen des Balkens in den Deckel. Der Balken hat einen Querschnitt von 11 x 11 cm und es wäre schwierig gewesen, ihn auf der Erika 85 Ec abzulängen. Auf der KAPEX kein Problem. Kein Montieren und Ausrichten der MFA, kein Einstellen der Sägeblatthöhe, kein Drehen des Balkens wegen zu geringer Schnitttiefe. Die Schnittqualität ist hervorragend. Nun, da ist ja noch das neue Sägeblatt. Die neue KAPEX hat an beiden Seiten Auszüge, um das Werkstück besser einspannen zu können. Hilft aber nicht viel.

Steckdosensäule

Fräsen des Deckels

Der Deckel soll das Stirnholz des Trägers schützen. Das kann er aber nur, wenn er über dem Balken liegt. Also fräse ich den Balken ein. Da ich nur wenig Material entfernen muss, habe ich mich für die DeWalt-Fräse entschieden. Die Festool OF 1010 hätte es auch problemlos gekonnt, aber der Absaugschlauch wäre an die Spannzangen gestoßen. Sehr ärgerlich beim Fräsen enger Schablonen. Zum Fräsen von gleichmäßigen Vierecken verwende ich immer die Frässchablone von Festool. Sie lässt sich schnell und genau einstellen und ist beim Fräsen sehr komfortabel.

Steckdosensäule

Verbindung Deckel mit Träger

Der Einschnitt ist nur 10 mm tief. Dies ist für den konstruktiven Holzschutz des Hirnholzes ausreichend. Der Deckel wird nicht genagelt, geschraubt oder geklebt. Er wird nur schwimmend auf eine Silikonschicht gepresst. Warum das? Nun, so habe ich keine äußeren Beschädigungen durch Schrauben oder Nägel. Holzleim würde nicht sicher halten und Montagekleber quillt immer auf! Silikon härtet aus und hält die Teile ohne Verzug sicher zusammen. So sind auch die Hohlraumdosen in den Bohrungen fixiert.
Die Fräsung habe ich mit einem 10er Spiralbohrer gemacht. Damit muss man vorsichtig umgehen.

Steckdosensäule

Kanten abrunden

Die Kanten des Deckels können auf dem Frästisch leicht abgerundet werden. Die Hirnholzseiten wegen der Ausrisse immer zuerst. Den Deckel konnte ich noch auf der Kappsäge zuschneiden, da ich zwar schon die neue Bosch GTS 10 XC habe, aber der Tisch dafür noch fehlt. Den habe ich parallel angefangen zu bauen.
In den Frästisch habe ich einen 1/4″ Abrundfräser aus den USA eingespannt. 1/2″ Schaftdurchmesser. Die Fräser aus den USA sind einfach klasse und das Beste: BILLIG!

Lochbohrer

Hohlraumdosen

Der nächste Schritt war das Bohren der Löcher für die Hohlraumdosen. Dieser Bohrer ist schon sehr gut. Allerdings musste ich in 2 Durchgängen bohren, da ich nach dem ersten Bohren den Kern mit dem Meißel entfernen musste. Sonst hätte ich nicht tief genug bohren können. Fräsen macht hier keinen Sinn. Zumal ich eine passende Schablone bauen und auch einen Tieflochfräser verwenden müsste. Der Boden der Bohrungen muss nicht eben sein. Die Kabeldurchführungen habe ich mit einem 12er Holzbohrer an den entsprechenden Stellen angebracht.

Kabel-Nuten

Kabelanschlüsse

Die Kabel für die Steckdosen werden in Nuten auf der Rückseite der Säule geführt. Ich verwende Erdungskabel mit einem Durchmesser von 11 mm, 3 x 1,5, um auf der sicheren Seite zu sein. Die Nuten habe ich hier mit der Festool OF 1010 und dem Spiralfräser gemacht, da der Längsanschlag der DeWalt einfach zu schlecht ist.
Gleich nach dem Bohren der Löcher, dem Einbringen der Nuten und dem Schleifen des kompletten Balkens habe ich den Balken gleich lackiert. Natürlich wieder 4 mal mit Zwischenschliff mit dem Schleifklotz. Das Lackieren ist neben dem konstruktiven und chemischen Holzschutz der physikalische Holzschutz. Lack hält Wasser vom Holz fern. Je besser der Anstrich, desto besser der Holzschutz.

Durchlass

Verkleben

Die Hohlwanddosen sind passgenau, winklig ausgerichtet, mit Silikon eingegossen und die Kabel konfektioniert und verlegt. Die Kabel selbst habe ich mit Unika MBNEW-AZ MitreBond Aresol Aktivator und Schnellkleber in der Nut befestigt. Das funktioniert sehr gut.
Nein, ich werde die Kabel nicht lackieren. Auch nicht die Verteilerdosen. Die Teile sieht man nach der Montage nicht mehr.
Die Kabelenden mache ich selbst. Das Werkzeug dafür habe ich.

Verkabelung

Anschlussdosen

2 Steckdosen? Ja, so kann ich die Verkabelung/Verbindung einfacher durchführen. In der oberen Dose verbinde ich die beiden Kabel der Steckdosen und ein kurzes Kabel zur nächsten Dose. Dazu benutze ich die Wago 221-413 Anschlussklemmen. Mann, was war das für eine Fummelei mit den „alten“ Anschlussklemmen. Die sind zwar nicht ganz billig, aber die Arbeitserleichterung ist erheblich. Außerdem lassen sich diese Klemmen ganz einfach wieder lösen, indem man den entsprechenden Hebel umlegt. Anschließend biege ich die Klemmen so nach oben, dass kein Wassertropfen in die Klemme eindringen kann.

Wagos nach oben

In der unteren Dose kommen 2 Kabel an. Eine Zuleitung und eine Ableitung zu einer Wegeleuchte vorne. Diese Verteilerdosen sehen „billig“ aus, sind aber von Kopp. Allerdings traue ich der Dichtigkeit der Kabeldurchführungen nicht, wenn diese von oben in die Dose kommen. Deshalb habe ich am Rand noch etwas Silikon zur Abdichtung aufgetragen.

Rückseite
Gira IP44

Qualitätsanspruch

Im Außenbereich baue ich nichts Billiges ein. Schon gar nicht bei Elektroinstallationen. Deshalb habe ich mich für Steckdosen von GIRA entschieden. Diese haben speziell für den Außenbereich noch ein Dichtungsset im Lieferumfang. Die Installation der Steckdosen war etwas fummelig, da ich die Kabel etwas kurz gehalten habe. Aber mit Geduld geht alles.
Das Schöne an diesen Steckdosen ist auch, dass man den Schutzdeckel aufklappen kann, ohne dass er durch Federkraft wieder zurückspringt. Die Klappe bleibt stehen.

Steckdose

Früher musste man die Kabel in die Steckdose schrauben. Das fand ich viel besser, denn wenn man heute die Steckdose herausnehmen will, sitzen die Kabel sehr fest in den Steckern. Dafür geht die Installation schneller.
Vor ein paar Jahren waren die Markenprodukte sehr teuer und auch ich habe nach den Billigangeboten gegriffen. Damit bin ich oft auf die Nase gefallen. Heute sind die Online-Shops so attraktiv, dass ich nicht mehr auf No-Name-Produkte zurückgreife. Da kauft man immer zweimal!

Steckdosensäule hinten

Fertigstellung

Die Steckdosensäule ist fertig.
Am liebsten hätte ich sie schon gegen den Würfel ausgetauscht, aber es hat den ganzen Tag geregnet. Also habe ich mit dem Unterschrank für die Bosch-Tischsäge angefangen.
Die Steckdosensäule werde ich in Schnellzement gießen. 50 cm Tiefe sollten reichen. Da fault das Holz! Wahrscheinlich, aber das ist ein 11er Balken. Bis der durch ist, brauche ich dort keine Steckdosen mehr!

Steckdosensäule fertig
Mobilheim-Dach neu decken – so einfach geht’s selbst!

Mobilheim-Dach neu decken – so einfach geht’s selbst!

Mobilheim Dach neu decken

Mobilheim Dach neu decken

Das Mobilheim ist inzwischen 50 Jahre alt.

Beim Kauf befand es sich noch im Originalzustand, also auch mit dem alten Dach aus Wellpappe. Sturm und Schnee hat es bisher gut überstanden. Allerdings schauten oben bereits die Nägel hervor, weshalb ich beschlossen habe, das Dach neu zu decken.

Das hatte ich bisher noch nie gemacht, aber mit der Hilfe meines Nachbarn machte ich mich an die Arbeit. Es ist ja auch kein Hexenwerk…

Mobilheim Dach

Die Entscheidung für ein neues Dach

Ich habe mich im Internet über Blechdachpfannen informiert und festgestellt, dass es hier große Qualitätsunterschiede gibt. Da die Arbeit ohnehin gleich ist, habe ich mich entschieden, auf die beste Qualität zu setzen.

Bestellen konnte ich damals bei blechdachpfanne.de – der Anbieter existiert leider nicht mehr. Positiv war, dass die Lieferung direkt bis vors Haus erfolgte.

Unter die Blechpfannen sollte gemäß Vorschrift eine PIR-Dämmung gelegt werden. Also habe ich Dachlatten in 40×60 mm und die Dämmung besorgt. Das alte Wellpappdach wurde entsorgt, sodass nur noch die Spanplatten als Untergrund übrig blieben.

 

Mobilheim Dach

Arbeitsschritte: Lattung und Dämmung

Da die Spanplatten noch in gutem Zustand waren, konnten wir sofort mit der Arbeit beginnen. Zuerst haben wir die 40×40 mm-Latten in Längsrichtung angebracht, dazwischen die PIR-Dämmplatten eingelegt und anschließend die Querlattung montiert. Unter den Blechdachziegeln muss schließlich eine Luftschicht bleiben.

Die alubeschichtete Dämmung ist 40 mm dick und schließt bündig mit der ersten Lattung ab. Deshalb haben wir die Lattung verdoppelt, bevor die Querlattung befestigt wurde.

Das Ablängen der Latten war mit der Japansäge sehr einfach. Für die Querlattung haben wir uns zusätzlich einen Lattenknecht gebaut, der die Arbeit deutlich erleichterte und für mehr Präzision sorgte.

Mobilheim Dach

Pionier im Park – unser Blechdach

Wir waren übrigens die ersten im Park, die ein richtiges Blechdach hatten. Die Nachbarn waren neugierig – aber auch ein wenig misstrauisch. Heute hat fast jeder so ein Dach, nur meist deutlich teurer und qualitativ schlechter umgesetzt.

Hier im Park gibt es Handwerker, die einfach die alte Wellpappe abnehmen, eine Folie auf das Dach legen und die Blechdachpfannen einfach darauf schrauben. Billiges Blech, meist keine Regenrinne – und das Ganze kostet mindestens 4.500 Euro. Manche Nachbarn haben sogar 12.000 Euro dafür bezahlt. Naja, jeder wie er will.

Kleiner Tipp am Rande: Der Abstand der Längslattung wird von der Breite der PIR-Dämmung bestimmt – ein Detail, das man bei „Schnelllösungen“ oft übersieht.

Mobilheim Dach

Qualität zahlt sich aus

Bei bester Qualität – inklusive Dämmung, Lattung, First, Traufe und Ortgang – kam ich auf insgesamt 2.500 Euro. Aber dafür ist das Dach wirklich gut gemacht.

Die Platten waren ganz schön schwer, und zum Schneiden habe ich mir extra einen „Knabber“ besorgt, da man die Platten nicht mit einem Winkelschleifer schneiden darf. Und es hat sich definitiv gelohnt: Bei den Nachbarn rosten die Schnittstellen schon.

Dank der sorgfältigen Lattung hören wir weder Regen noch Hagel im Inneren. Apropos Hagel: Beim letzten großen Unwetter haben alle anderen Dächer im Park Schäden erlitten – nur unseres blieb unversehrt.

Mobilheim Dach

Weitere Vorteile und Details

Unter dem Dach halten sich übrigens keine Wespen auf – dafür wird es im Sommer recht warm. Gleichzeitig schützt das Dach effektiv vor Aufheizung des Hauses und verringert den Wärmeverlust im Winter. Nach meinen Berechnungen macht das etwa 10 % der Heizkosten aus.

Die Traufe deckt zudem den Unterbau optisch ab. Zusätzlich habe ich HPL-Platten (Trespa) angebracht, um das Herausrutschen der Dämmung zu verhindern.

Die Dachrinne war vorher aus Plastik – ein echter Fehler! Zum einen teurer als Zinkrinnen, zum anderen so spröde, dass sie beim Anfassen schon brechen. Alle neuen Dachrinnen bestehen nun aus Zink – deutlich langlebiger und stabiler.

Mobilheim Dach

Bewährte Qualität über Jahre

Das Haus hat dieses Dach nun seit fast 12 Jahren – und es gab nie Probleme. Andere Häuser im Park zeigen bereits abgeplatzte Farbe oder unschöne Hageldellen. Daher kann ich die gute Qualität des Blechs nur wärmstens empfehlen.

Die Verschraubung ist sehr einfach: Die Schrauben bohren sich selbst ins Blech und werden durch eine sichere Gummidichtung abgedichtet (Spenglerschrauben).

Mein Nachbar hat ein Zeltdach, das undicht war. Ich habe es ebenfalls abgedichtet – etwas aufwendiger, aber auch hier hält es zuverlässig.

Mobilheim Dach

Vom Hobby zum Hightech-Haus

So hat mein Hobby als Holzwerker eigentlich angefangen – ein bisschen hier, ein bisschen da, kleine Projekte zwischendurch…

Heute ist das Haus auf dem neuesten Stand der Technik: Glasfaser-Internet, automatische E-Heizung, astronomisch gesteuerte Außenbeleuchtung, voll vernetzt, einbruchsicher, Videoüberwachung, vollautomatische Bewässerung für Sträucher und Rasen, Rasenroboter – kurz: alles, um einfach gut alt zu werden.

Wenn jemand Fragen zum Dach hat – zum Material, zur Bezugsquelle oder zur Verarbeitung – einfach eine E-Mail schreiben oder einen Kommentar hinterlassen. Ich antworte gerne und teile meine Erfahrungen.

Vorher/Nachher: Mobilheim neu verkleidet – mein Projekt

Vorher/Nachher: Mobilheim neu verkleidet – mein Projekt

Mobilheim

Mobilheim neu verkleiden

Ja, so sah es einmal aus: ein Doppelchalet, 60 m² groß, 40 Jahre alt. Schon damals hatte ich das Endergebnis klar vor Augen – inklusive der vielen Zwischenschritte. Und die hatten es in sich.

Das Haus war zwar alt, aber vollständig trocken, sowohl innen als auch außen. Technisch war kaum etwas vorhanden – eigentlich ideale Voraussetzungen für eine Renovierung. Ursprünglich plante ich, bei einer Holzfassade zu bleiben, und verkleidete das Haus daher neu mit Meranti. Im Nachhinein erwies sich das als Fehler: Holz muss etwa alle zwei Jahre aufgefrischt werden, was einen dauerhaft hohen Pflegeaufwand bedeutet.

Also fasste ich den Entschluss, das Haus stattdessen mit Kunststoff neu zu verkleiden. Dafür informierte ich mich direkt bei einem Mobilheimhersteller. Im Internet findet man unzählige Meinungen zu diesem Thema – leider sind die meisten davon nicht zutreffend. Das beginnt beim Material und setzt sich in der Bauweise fort.

Mobilheim neu verkleiden

Also: an die Arbeit. Zunächst werden alle Flächen gründlich gereinigt. Alles, was hervorsteht und nicht mehr benötigt wird, muss entfernt werden. Anschließend werden die Latten senkrecht im Abstand von etwa 40 cm angebracht. Dabei ist besonders auf die Ecken sowie auf Fenster- und Türrahmen zu achten. Die Latten können unbehandelt sein, sollten jedoch eine gleichmäßige Stärke aufweisen – krumme oder gespaltene Hölzer sind ungeeignet.

Auch das Material der Planken ist entscheidend: Es sollte so beschaffen sein, dass es selbst nach einem Hagelschlag nicht hart und spröde wird und dadurch bricht. Wer hier spart, zahlt am Ende doppelt.

Die Planken sind in der Regel sechs Meter lang – und das ist auch gut so. Kürzere Elemente mit vielen Stoßfugen wirken optisch unruhig und wenig ansprechend. Einige meiner Nachbarn haben solche Lösungen umgesetzt: Am Ende sieht man fast nur noch die Verbindungsstellen.

Mobilheim

Zunächst möchte ich betonen, dass ich dieses Haus komplett allein verkleidet habe – ohne jede Hilfe. Die Erfahrung dazu kam nicht von heute auf morgen. Schon vorher hatte ich das Haus eines Nachbarn in Eigenleistung verkleidet und mir dadurch die nötige Routine angeeignet.

Ein entscheidender Punkt, den ich früh gelernt habe: Die Planung der Elektroinstallation muss ganz am Anfang stehen. Man sollte sich genau überlegen, wo später Leitungen, Anschlüsse und Außenbeleuchtung sitzen sollen. In dieser Phase lässt sich noch alles sauber und unsichtbar integrieren – später wäre das kaum noch möglich.

Genau das habe ich hier umgesetzt: Die Leitungen für die vertikale Hausbeleuchtung habe ich bereits früh verlegt, ebenso weitere Kabel, die vollständig verdeckt in der Konstruktion verschwinden. So bleibt am Ende nicht nur die Technik durchdacht, sondern auch das Gesamtbild ruhig und sauber.

Mobilheim

Die Klimaanlage war dabei ein eigenes Kapitel. Sie musste wegen der neuen Halterung von der Wand weg, durfte aber auf keinen Fall von den Leitungen getrennt werden. Also habe ich mir zunächst ein provisorisches Gestell gebaut, auf dem ich die Klimaanlage sicher abstellen konnte. Man muss sich in solchen Momenten eben etwas einfallen lassen.

Am Ende verschwinden jetzt alle unschönen Leitungen und Anschlüsse vollständig unter der neuen Verkleidung. Genau das war auch eines der Ziele: eine saubere, ruhige Oberfläche ohne sichtbare Technik.

Die Planken habe ich mit 3x12 mm Schrauben an den Latten befestigt.  Aus Erfahrung lohnt es sich, hier nicht zu sparen und lieber auf bessere Qualität zu setzen – die Arbeit bleibt schließlich dieselbe, egal welches Material man verarbeitet.

Wichtig ist auch die Planung der Stöße: Die Plankenstöße habe ich grundsätzlich unter Fenster- oder Türrahmen gelegt, sodass sie optisch kaum auffallen. An diesen Stellen musste ich jeweils ein breiteres Holz einsetzen, damit die Abschlussleiste sicher befestigt werden kann.

Diese Fugenplanung sollte man im Vorfeld genau festlegen. In der Praxis ist das aber gut berechenbar und lässt sich mit etwas Planung sauber umsetzen.

Mobilheim

Hier sieht man die Fuge unter dem Fenster. Die Leitungen sind „unter Putz“ verlegt, und die Wand wirkt wieder sauber und ordentlich. Wichtig ist jedoch die Belüftung hinter der Verkleidung. Deshalb darf der untere Bereich der Dielen nicht abgedichtet werden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann unten hinter der Verkleidung zusätzlich Maschendraht anbringen, um Mäuse fernzuhalten. In der Praxis ist das jedoch meist nicht nötig. Die Verkleidung selbst bietet auch eine gewisse Dämmwirkung: Im Sommer bleibt es kühler, im Winter wärmer.

Der obere Abschluss sollte allerdings möglichst abgedichtet werden – vor allem wegen Wespen, die gerne Nester hinter solchen Verkleidungen bauen.

Die Kosten halten sich in Grenzen, wenn man die Arbeiten selbst ausführt. Es ist wirklich keine große Kunst, so etwas umzusetzen.

Mobilheim

Danach kommen die Rahmen. Die einzigen undichten Stellen ist die Verkleidung. Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten.
Den Rahmen habe ich aus Meranti gebaut. Auf Gehrung wegen der Optik. Dann habe ich die Kanten mit Silikon abdichten lassen.

Natürlich sind die Fenster jetzt anthrazit lackiert.

Mobilheim

Was benötigt man für diese Arbeit?

  • Dachlatten 25×45. Die Menge ergibt sich aus der Hausgröße. Kosten aber nicht viel.
  • passende Schrauben für die Dachlatten. 1000 Stück!
  • Schrauben für die Planken. 1000 Stück.
  • Japansäge
  • Schlagschnur für die Starterleiste.
  • Kappsäge
  • Multifunktions-Maschine ist hilfreich
  • Zollstock (Gliedermaßstab)
  • Geduld!!

Vorher

Nachher

Mobilheim
Mobilheim Dach
Mobilheim verkleiden
Bad im Mobilheim renoviert – einfach selbst gemacht!

Bad im Mobilheim renoviert – einfach selbst gemacht!

Bad renovieren

Renoviere dein Mobilheim-Bad selbst

Als wir das Haus kauften, waren Einrichtung und Ausstattung bereits rund 40 Jahre alt – entsprechend groß war der Renovierungsbedarf. Das Bad hatte etwas mehr als vier Quadratmeter und war zudem in zwei kleine Räume aufgeteilt: eine separate Toilette und einen Dusch- und Waschbereich.

Die erste „Renovierung“ fiel eher pragmatisch aus: Wände raus, alles neu gefliest – fertig. Das Ergebnis war allerdings enttäuschend. Der beauftragte Fliesenleger erwies sich als Dilettant, und schon nach kurzer Zeit lösten sich die Bodenfliesen wieder.

Nach einiger Zeit stand für mich fest: Das mache ich selbst.

Diesmal sollte Qualität ins Bad einziehen – bei Wänden, Boden und Decke ebenso wie bei den Sanitäranlagen und Armaturen. Ich plante alles sorgfältig mit SketchUp und erstellte eine detaillierte Einkaufsliste. Es dauerte zwar eine Weile, bis alle Materialien zusammen waren, aber diesmal wollte ich nichts dem Zufall überlassen.

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Abbau

Der Anfang war völlig unspektakulär: rein ins Bad, bewegliche Teile raus – und einfach anfangen, die Fliesen abzuschlagen. Das ging erstaunlich leicht, sogar mit einem flachen Schraubenzieher. Der Fliesenkleber hatte praktisch keine Haftung; die Fliesen wurden im Grunde nur noch vom Fugenmaterial gehalten.

Auch der Boden ließ sich genauso problemlos entfernen. Die Deckenplatten habe ich entsorgt, und die noch vorhandene Zwischenwand ebenfalls herausgenommen.

Unter Berücksichtigung der weiteren Nutzung der Toilette habe ich das Bad anschließend vollständig entkernt.

 

Bad renovieren

Fast alle bestellten Teile waren bereits eingetroffen. Das bei Insani bestellte Toilettenmodul Geberit Monolith Plus musste ich schließlich teuer beim Installateur nachkaufen, da Insani (aus meiner Sicht in fast betrügerischer Absicht) nicht liefern wollte.
Die Wände habe ich nicht gefliest, sondern mit RESPATEX verkleidet. RESPATEX ist wasserfestes Multiplex mit einer harten Beschichtung in Fliesenoptik. Es ist zwar teuer, aber einfach super in der Verarbeitung und im späteren Aussehen.

Hier mal ein Video einer Renovierung in Youtube.

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Installateur-Arbeiten

Nein, das konnte ich nicht selbst erledigen. Dafür hatten wir jedoch professionelle Unterstützung durch einen Installateur, der sein Handwerk wirklich versteht.

Er verlegte nicht nur sämtliche Leitungen neu und individuell angepasst, sondern erneuerte auch die komplette Kanalisation unter dem Chalet.

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Wege und Platz der Wasserleitungen

Alle Kabel und Wasserleitungen sollten „unter Putz“ verlegt werden. Daher habe ich auf der Waschtischseite eine Hohlwand gebaut, was sich mit gehobelten Latten im Format 40 × 70 mm einfach umsetzen ließ.

An den Stellen, an denen keine Hohlwand möglich war, fräste ich mit der Oberfräse OF 1400 und Führungsschiene entsprechende Nuten für die Wasserleitungen – auch das ging deutlich leichter als zunächst gedacht.

Das Sanitärmodul benötigt zudem einen Stromanschluss für den Sensorbetrieb und die integrierte Geruchsabsaugung. Darüber hinaus verfügt es über eine Beleuchtung und wird über einen Näherungssensor gesteuert.

 

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Toilette

Das Sanitärmodul GEBERIT MONOLITH PLUS ist wirklich toll. Es verfügt über ein Orientierungslicht, eine Sensorsteuerung und eine Geruchsabsaugung. Zudem verfügt es über ein erhöhtes Hänge-WC mit Softclose-Garnitur. Das wollte ich unbedingt haben.
Ich habe mich sehr für japanische Toiletten interessiert, aber die waren mit 6.000 Euro letztendlich einfach zu teuer. Das Modul sieht nicht nur gut aus, sondern nimmt auch nicht viel Platz weg.

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Duschwanne

Die Duschwanne sollte bodengleich sein. Aber nicht aus Kunststoff! Da kam nur die Kaldewei Superplan in Frage. Wir haben sie bei BADKONTOR online gekauft. Diesen Shop kann ich nur empfehlen. So viel Hilfe und Service habe ich noch nie erlebt! Toll! Die Duschwanne ließ sich gut einbauen. Es gibt keine Hohlgeräusche durch das Wasser beim Duschen. Wir haben die Versiegelung von der Fachfirma Lemke – Minor Versiegelungstechnik durchführen lassen. „Rumschmieren” bringt nur Ärger und doppelte Arbeit. Die Fugen sehen aus wie gestrichen und sind absolut dicht!

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Elektroinstallation

Die Elektroinstallation habe ich selbst übernommen. Und ganz ehrlich: Baumarktschrott verbaue ich nicht mehr. Die Unterschiede in Qualität und Montage zwischen Markendosen und günstigen Baumarktprodukten sind enorm.

Verwendet habe ich selbstverständlich Feuchtraumkabel. Neben den Steckdosen mussten auch die Anschlüsse für die Deckeneinbauleuchten berücksichtigt werden. Ohne die lästigen Federringe! – das zahlt sich spätestens bei der Montage aus.

Außerdem habe ich die zuvor installierte 12-Volt-Anlage durch moderne 220-Volt-LED-Leuchten ersetzt.

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Bodenbelag

Der Boden besteht aus wasserfesten PVC-Fliesen, wobei alle Kanten fachgerecht abgedichtet wurden. Die Decke ließ sich schnell montieren – da habe ich inzwischen reichlich Erfahrung.

Die Beleuchtung ist bereits verlegt und angeschlossen. Die Sockelleisten habe ich aus Meranti zugeschnitten und anthrazitfarben lackiert.

Die Armaturen in der Dusche stammen von GROHE, die Waschtischarmatur von Hansgrohe. Billige Armaturen sind schnell „sauer“, und die Chrombeschichtung verliert rasch ihre Optik.

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Duschkabine

Die größte Überraschung gab es beim Kauf der Duschkabine. Wir haben uns viele angesehen. Sowohl im Fachhandel als auch im Baumarkt. Doch alles, was wir fanden, war wackliges Gedöns aus dünnem Glas und kostete mindestens 1.000 Euro – und das ohne Einbau. Nichts auf Maß!
Also wandte ich mich an meinen Glashändler Neumann und fragte ihn. Unglaublich: Eine Duschkabine aus 8 mm starkem Sicherheitsglas mit Qualitätsscharnieren, inklusive Ausmessen, Lieferung und fachgerechtem Einbau für 1.300,00 Euro!

Heute macht es wirklich Spaß, ins Bad zu gehen!

 

Bad renovieren
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