Schaukasten aus Meranti: Bauanleitung und Tipps für draußen
Schaukasten aus Meranti bauen
Seit nunmehr 13 Jahren steht der von mir gebaute Schaukasten an der Einfahrt zu unserem Park.
Und ja – es gibt immer wieder Leser, die Interesse am Bauplan haben. Diesen stelle ich unter diesem Beitrag über einen Download-Button zur Verfügung. Allerdings handelt es sich um eine SketchUp-Datei ohne Bemaßung – die Maße kann sich jeder selbst direkt im Programm eintragen.
Der Schaukasten besteht überwiegend aus Meranti. Die Rückwand sowie die Unterkonstruktion des Daches sind aus Multiplex gefertigt. Die Dachschindeln sind aus Zedernholz.
Selbstverständlich bestehen die Glasscheiben aus Sicherheitsglas.
Warum Meranti?
Meranti ist ein Tropenholz, das sich durch eine hohe Witterungsbeständigkeit auszeichnet. Es hat eine charakteristische rötliche Färbung, lässt sich sehr gut bearbeiten und gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 3–4. Zudem ist es in der Regel astfrei und daher besonders angenehm zu verarbeiten.
Da der Schaukasten möglichst langlebig sein sollte, kam für mich damals nur diese Holzart infrage.
Zu jener Zeit (wie auch heute) spielte das Thema FSC-Zertifizierung für mich noch keine Rolle. Auch heute sehe ich dieses Siegel eher kritisch, da es meiner Meinung nach stark kommerziell geprägt ist. Wer sich intensiver damit beschäftigt, kann sich dazu ein eigenes Bild machen.
Wie auch immer: Ich kaufte ausreichend Meranti-Balkonbretter mit den Maßen 27 × 140 mm im Querschnitt.
Holzverbindungen
Die Breite des Rahmens ergab sich direkt aus der Breite der Meranti-Balkonbretter – also rund 140 mm. Leimholz habe ich damals noch nicht selbst hergestellt.
Die Holzverbindungen fertigte ich mit Dominos, gefräst mit der Festool DF 500. Eine andere Dübelfräse besaß ich zu diesem Zeitpunkt nicht.
Aus heutiger Sicht bin ich die Sache wohl recht naiv angegangen – aber es hat dennoch funktioniert.
Auch eine Dickenhobelmaschine stand mir damals nicht zur Verfügung, sodass ich vieles von Hand fräsen musste.
Eckverbindungen
Konstruktion und praktische Umsetzung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Eckverbindungen habe ich damals tatsächlich genau so ausgeführt, wie ich sie zuvor gezeichnet hatte.
Heute würde ich diese Details allerdings anders lösen.
Die innere Verbindung wird durch zwei Dominos sowie wasserfesten Leim gehalten – und das nun schon seit all den Jahren zuverlässig.
Solange Holz immer wieder ausreichend trocknen kann, bleibt es auch dauerhaft haltbar.
MPX im Außenbereich
Konstruktion und praktische Umsetzung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Eckverbindungen habe ich damals tatsächlich genau so ausgeführt, wie ich sie zuvor gezeichnet hatte.
Heute würde ich diese Details allerdings anders lösen.
Die innere Verbindung wird durch zwei Dominos sowie wasserfesten Leim gehalten – und das nun schon seit all den Jahren zuverlässig.
Solange Holz immer wieder ausreichend trocknen kann, bleibt es auch dauerhaft haltbar.
Dachbau
Das Dach, als zweites Teil des Schaukastens, besteht aus Meranti-Profilholz, Merantileisten, MPX als Unterbau und Schindeln aus Zedernholz.
Die Schindeln aus Zeder lagen sicher schon Jahrzehnte beim Holzhändler in einer abgeschiedenen Ecke. Zeder ist nicht gerade ein weit verbreitetes Material.
Die Kanten an den Schindeln habe ich noch mit einer Silikonfuge abgedichtet.
Konstruktion
Nun ja – von „Konstruktion“ zu sprechen, ist vielleicht etwas hoch gegriffen. Im Grunde handelt es sich um eine Grundplatte in Rahmenbreite sowie zwei schräge Dachflächen, die auf zwei niedrigen Sockeln aufliegen.
Die Dachspitze wird durch eine senkrechte Stütze getragen. An der Vorderseite habe ich zusätzlich zwei Leisten unterhalb des Dachrandes angebracht, um die Front aus Profilbrettern befestigen zu können.
Zur optischen Aufwertung wurden anschließend Frontleisten aus Meranti aufgedübelt. Dazwischen befinden sich die Zedernschindeln.
Lackierung
Schon damals legte ich großen Wert auf eine widerstandsfähige und dichte Lackierung und kaufte den Lack daher in den Niederlanden.
Auch heute gibt es noch erhebliche Qualitätsunterschiede bei Lacken – warum das so ist, bleibt eine berechtigte Frage. Meiner Einschätzung nach spielen dabei auch unterschiedliche gesetzliche Vorgaben eine Rolle, die die Zusammensetzung und Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Dank linksgrün in Deutschland...
Der Lack schützte das Holz zuverlässig vor äußeren Einflüssen, sodass ich das Dach anschließend problemlos montieren konnte.
Auf dem Bild sind die Dübelverbindungen der Seitenleisten gut zu erkennen.
Schlosskasten
Damals erschien es mir als gute Idee, ein Schloss mit Bartschlüssel einzubauen.
Zwar funktionierte dieses rund sechs Jahre zuverlässig, doch irgendwann musste es ersetzt werden. Leider werden solche Schlösser nicht dauerhaft produziert oder auf Lager gehalten, sodass ein passender Ersatz kaum noch zu bekommen ist.
Heute setze ich daher auf eine andere Lösung zur Sicherung der Türen.
Lasieren des Schaukastens
Natürlich ist es schön, die attraktive Optik von Meranti sichtbar zu erhalten. Deshalb habe ich den Schaukasten komplett vor dem Zusammenbau lasiert – mit OSMO-Holzlasur.
Heute würde ich jedoch eher zu einem deckenden Anstrich raten. Selbst die beste Lasur muss spätestens nach zwei Jahren nachbehandelt oder komplett erneuert werden. Der Aufwand mit Schleifen, Reinigen und Nachlasieren ist dabei erheblich.
Da ich derzeit ohnehin die Türen repariere, werde ich den gesamten Schaukasten gleich vollflächig mit SIKKENS lackieren.
Aufstellen des Schaukastens
Zwei in H-Anker fest verankerte Bangkirai-Pfosten halten den Schaukasten äußerst stabil. Der Kasten ruht im Wesentlichen auf dem Querbrett zwischen den beiden Pfosten, ist aber zusätzlich mit den hinten abgeschrägten Pfosten verschraubt.
Die Glasscheiben bestehen aus Einscheiben-Sicherheitsglas. Sollte es zerbrechen, fällt es in viele kleine Stücke, ohne scharfkantige Splitter zu hinterlassen.
Die Wahrheit über die „unverwüstliche“ Lärche
Die Wahrheit über die „unverwüstliche“ Lärche
Beim Lesen von Baumarktprospekten oder beim Durchsehen der Angebote wird häufig auf besonders hochwertiges oder speziell behandeltes Holz hingewiesen, etwa „sibirische Lärche“, „nordische Fichte“ oder „kesseldruckimprägnierte Fichte“. Solche Bezeichnungen vermitteln den Eindruck einer deutlich höheren Haltbarkeit.
Auch ich bin früher davon ausgegangen, dass es sich dabei um relevante Qualitätsmerkmale handelt, und war bereit, dafür einen höheren Preis zu zahlen.
Tatsächlich ist die Haltbarkeit von Lärche gegenüber Fichte zwar etwas erhöht, der Unterschied fällt jedoch in der Praxis meist gering aus.
Holz, das dauerhaft im Erdreich verbaut wird, ist unabhängig von der Holzart einer hohen Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt und unterliegt langfristig biologischen Abbauprozessen.
In vielen Online-Beiträgen von selbsternannten „Fachleuten“ werden immer wieder Holzarten und Holzöle empfohlen, die für einen dauerhaften Einsatz im Außenbereich völlig ungeeignet sind. Das ist wirklich ärgerlich, denn auch ich bin auf solche Aussagen und die vermeintliche „Fachkompetenz“ hereingefallen – und habe dabei nicht nur viel Geld, sondern auch unnötig Zeit verschwendet.
Oft entsteht dabei der Eindruck, dass eher allgemeine Trends oder gut klingende Schlagworte im Vordergrund stehen als wirklich praxistaugliche Lösungen. Für den Hobby-Holzwerker kann das schnell zu falschen Entscheidungen führen.
Holz im Außenbereich
Im Außenbereich ist Holz erheblichen Belastungen ausgesetzt. Als hygroskopischer Werkstoff reagiert es kontinuierlich auf Veränderungen der Umgebungsfeuchte: Es nimmt Wasser auf, gibt es wieder ab und verändert dabei sein Volumen. Dieses wiederholte Quellen und Schwinden erzeugt Spannungen im Gefüge, die mit der Zeit zu Verformungen und Rissen führen können.
Problematisch wird es insbesondere dann, wenn die Holzfeuchte über längere Zeit oberhalb von etwa 20 % liegt. Unter diesen Bedingungen finden holzzerstörende Pilze geeignete Lebensbedingungen und der biologische Abbauprozess beginnt.
Darüber hinaus greift UV-Strahlung das im Holz enthaltene Lignin an. Die Oberfläche baut sich ab, vergraut und verliert an Festigkeit. Dadurch kann Feuchtigkeit leichter eindringen, was die Schädigung zusätzlich beschleunigt.
Die Lebensdauer von Holz im Außenbereich hängt daher weniger von klangvollen Holzbezeichnungen ab als von einer durchdachten Konstruktion, wirksamem Feuchteschutz und einer geeigneten Einbausituation.
Holz im Außenbereich
Jeder Unwissende wird sich bei "imprägnierten Holz" sicher besonders haltbares Holz für den Außenbereich vorstellen. So wie ich, damals.
Damit Holz für den Außenbereich zu verkaufe finde ich unterschwellig schon als Betrug zu sehen. Aber vielleicht auch nur Unwissenheit des Verkäufers.
Nein, es gibt kein haltbares europäisches Holz, welches im Außenbereich unendlich hält. Auch nicht die angepriesene Douglasie, die noch klangvoller als kanadische Douglasie angeboten wird.
Dafür gibt es auch sogenannte Holzklassen.
DIN EN 350 teilt Holzarten in fünf Dauerhaftigkeitsklassen ein:
- Klasse 1: sehr dauerhaft
- Klasse 2: dauerhaft
- Klasse 3: mäßig dauerhaft
- Klasse 4: wenig dauerhaft
- Klasse 5: nicht dauerhaft
Geheimtipp: Pflaster reinigen mit Vitamin C
Pflaster reinigen mit Vitamin C
Bei einer Bewässerung mit Wasser aus einem eigenen Brunnen kommt es immer wieder vor, dass das angrenzende Pflaster durch das eisenhaltige Wasser dunkel verfärbt wird.
Dieser Beitrag ist schon älter, wurde aber mehrfach danach gefragt, daher möchte ich meine Erfahrungen gern noch einmal teilen.
Unser Garten – einschließlich des Vorgartens – wird von einer automatischen Beregnungsanlage feucht gehalten. Damals habe ich sämtliche Komponenten selbst installiert: Leitungen, Regner, Ventile in einem Verteilerkasten und sogar einen Beregnungscomputer von Gardena. Heute würde ich das so nicht mehr machen.
Eimerweise günstig bei Amazon
Jetzt weiß ich es: Pflaster niemals mit einem Hochdruckreiniger säubern!
Anfangs habe ich es mit einem großen Kärcher versucht. Die Reinigung war jedoch unbefriedigend, also kaufte ich einen Hochdruckreiniger von Kränzle – ein himmelweiter Unterschied! Für mich ist Kärcher mittlerweile Ramschware.
Trotzdem wurde das Pflaster nicht richtig sauber. Dann stieß ich auf einen Tipp aus dem Netz: Vitamin C – genauer gesagt Ascorbinsäure (E 300).
Zunächst fiel mir der hohe Preis von Vitamin-C-Tabletten ein. Es kann ja nicht sein, zig Packungen zu kaufen.
Glücklicherweise gibt es Vitamin C auch in 5-kg-Eimern, und das für knapp 40 Euro. Da es lebensmittelecht ist, kann man es bedenkenlos auch verwenden, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen.
Arbeitsablauf
Ob man die Ascorbinsäure auf eine nasse oder trockene Fläche streut, hängt vom Wind ab. Ich verteile sie auf vorher mit Wasser benetztem Pflaster, entweder mit einem überdimensionalen Salzstreuer oder einfach von Hand.
Wenn man sie trocken verstreut, muss die Fläche anschließend mit dem Schlauch bewässert werden – dabei sollte das Wasser nicht weggespritzt werden. Deutlich sichtbar entsteht dann eine leichte Schaumbildung.
Die Substanz sollte mindestens zehn Minuten einwirken, bevor man sie mit Wasser abspült. Noch besser ist es, die eingestreute Fläche vorher mit einem Schrubber zu bearbeiten und danach gründlich mit Wasser zu reinigen.
Reinigen mit dem "UFO"
Mit dem Wechsel von KÄRCHER zu KRÄNZLE konnte ich den enormen Unterschied sofort feststellen. Auf der Webseite von KRÄNZLE entdeckte ich dann ein Zubehörteil, das die Oberfläche des Pflasters nicht sofort beschädigt: den „Round Cleaner UFO“ aus Edelstahl mit 350 mm Durchmesser.
Auch hier war ich von der Reinigungsleistung positiv überrascht. Besonders praktisch: Bei der Arbeit wurde ich nicht komplett nass, und das UFO ließ sich sehr leicht über die Fläche bewegen.
Einziger Nachteil: Dieser Reiniger passt ausschließlich auf KRÄNZLE-Hochdruckreiniger.
KÄRCHER vs. KRÄNZLE
Ein Kärcher-Gerät bekommt man zwar für relativ wenig Geld – solange man keine Ersatzteile benötigt. JEDES Frühjahr, nach Frost, wurde bei meinem Kärcher ein Kunststoffteil vom Wasser gesprengt und musste ersetzt werden. Das war nicht nur teuer, sondern auch zeitraubend.
Bei KRÄNZLE-Reinigern passiert so etwas nicht. Die komplette Pumpe besteht aus Messing, und das Gerät entwässert sich im Ruhezustand von selbst.
Hier zeigt sich der Unterschied zwischen billiger Massenware und hochwertiger, langlebiger Qualität – auch wenn sie mehr kostet.
Die Kombination aus Vitamin C und dem „Round Cleaner UFO“ sorgt dafür, dass das Pflaster nahezu wie neu aussieht.
noch ein Wort zur Bewässerung...
Unsere Bewässerungsanlage haben wir vor rund 15 Jahren nach dem Hauskauf installiert. Zu dieser Zeit war Gardena für solche Anwendungen sehr bekannt und daher für Laien die erste Wahl.
Die Anlage wurde über fünf im Boden verlegte Ventile, die in einem Kasten gesteuert werden, betrieben. Die Rasenfläche ist groß, und die Ventile wurden über einen Bewässerungscomputer von Gardena programmiert. So weit, so gut.
Probleme traten jedes Frühjahr auf, sobald die Anlage wieder in Betrieb genommen wurde:
- Die Viereckregner von Gardena hielten nur ein bis zwei Jahre und mussten aufgrund von Fehlfunktionen ersetzt werden.
- Die Versenkregner verstellten sich „auf magische Weise“.
- Die Batterie im Steuergerät war oft leer, sodass eine erneute Programmierung notwendig war.
- Der verbundene Regensensor funktionierte nie zuverlässig.
Nach und nach habe ich diese Komponenten durch Rainbird-Produkte ersetzt.
Das Steuergerät ist nun ein Hunter HC 601 mit WLAN-Anbindung, das sich automatisch an das aktuelle Wetter anpasst. Bei Regen schaltet sich die Anlage automatisch aus. Über WLAN kann ich das Steuergerät zudem von überall per Smartphone steuern.
Die Verkabelung ist weiterhin 100 % Gardena-kompatibel, und die Regner wurden nach und nach durch Rainbird-Modelle ersetzt. Seitdem gibt es keinerlei Probleme mehr. Auch Schläuche, Anschlussstücke und Verteiler sind kompatibel.
Friesenzaun aus Iroko – bekannt auch als Kambala
Friesenzaun aus Iroko - bekannt auch als Kambala
Sicher, der alte Friesenzaun sah nicht schlecht aus. Aber Farbe und Form passen einfach nicht mehr zum Haus – und auch unser Geschmack hat sich verändert.
Der alte Friesenzaun war aus KVH gefertigt und hat über Jahre hinweg seinen Dienst getan. Dennoch sind viele europäische Holzarten für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich nur bedingt geeignet.
Aus diesem Grund habe ich mich für Iroko (Kambala) entschieden.
„Afrikanisches Holz? Das geht doch nicht! Denk an die Nachhaltigkeit!“ – solche Einwände höre ich natürlich.
Nun, wir haben im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder wir verwenden europäisches Holz, das regelmäßig ersetzt werden muss, weil es Witterung und Feuchtigkeit nicht dauerhaft standhält. Oder wir entscheiden uns für ein Holz wie Iroko, das über viele Jahre hinweg nicht fault, formstabil bleibt und dadurch langfristig genutzt werden kann.
Für mich ist Nachhaltigkeit nicht nur eine Frage der Herkunft, sondern auch der Lebensdauer. Ein Material, das Jahrzehnte hält, kann am Ende ressourcenschonender sein als eines, das mehrfach ersetzt werden muss.
Friesenzaun aus Iroko - vom Baum zur Rohware
Iroko – oder Kambala – bekommt man nicht an jeder Ecke. Schon gar nicht fix und fertig als gehobelte Ware im Standardmaß. Nach einiger Suche bin ich auf einen Holzhändler gestoßen, der nicht nur preislich fair ist, sondern auch mehrere Meter Iroko am Lager hatte. Allerdings ausschließlich als sägefallende Planken. Für viele „normale“ Holzwerker wohl eher abschreckend als brauchbar.
Doch genau das reizt mich.
Zum Glück habe ich einen befreundeten Tischler, der sich der Sache angenommen hat. Er hat die Planken fachgerecht aufgetrennt, abgerichtet und auf Dicke gehobelt.
Grob abgelängt lagen sie dann sauber gestapelt auf der Palette.
Und ganz ehrlich: Dieses Holz sah einfach zum Reinbeißen aus.
Die warme, goldbraune Farbe, die ruhige, aber dennoch lebendige Maserung – und dieser typische Geruch beim Hobeln. Man merkt sofort: Das ist kein gewöhnliches Holz. Es hat Substanz, Gewicht, Charakter.
Der Tischler hat wirklich das Beste aus den Planken herausgeholt. Kaum Verschnitt, saubere Flächen, perfekt vorbereitet. Für mich bedeutete das: kein endloses Vorbereiten mehr – ich konnte direkt mit der eigentlichen Arbeit beginnen.
Leimholz vorbereiten
Der neue Zaun besteht unter anderem aus zwei 80 cm breiten Vollholzspiegeln. Diese müssen komplett aus Iroko aufgebaut und sauber verleimt werden.
Die einzelnen Stücke sind inzwischen abgelängt und vorbereitet. Als nächstes folgt das Fräsen der Domino-Verbindungen – für mich die sauberste und stabilste Lösung bei solchen Flächen. Anschließend werden die Kanten leicht abgerundet. Nicht nur aus optischen Gründen, sondern auch, um dem Holz die „Schärfe“ zu nehmen und die Wetterbeständigkeit an den Kanten zu verbessern.
Die Spiegel selbst werden später zwischen zwei gleichgroßen Riegeln gehalten – ebenfalls über Domino-Verbindungen. So entsteht eine stabile, formschlüssige Konstruktion, die dauerhaft Spannung aufnehmen kann, ohne zu arbeiten wie eine einfache Verschraubung.
An diesen Spiegeln werden später auch die Außenleuchten montiert. Das bedeutet: saubere Planung, verdeckte Kabelführung und ausreichend Materialstärke für eine sichere Befestigung.
Hier zeigt sich wieder der Vorteil von Iroko – stabil, tragfähig und unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Genau das, was man für eine dauerhafte Lösung im Außenbereich braucht.
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Rahmenteile vorbereiten
Sämtliche Rahmenteile sind nun ebenfalls abgelängt, gefräst und alle Kanten sauber abgerundet.
Jetzt folgt ein entscheidender Arbeitsschritt: das sorgfältige Schleifen aller Teile. Gerade bei einem Holz wie Iroko lohnt es sich, hier sauber zu arbeiten. Die Oberfläche nimmt die Arbeit dankbar an – und was man jetzt investiert, zahlt sich später optisch und haptisch aus.
Auf Harzgallen trifft man bei Iroko nicht. Auch Äste oder sonstige Beschädigungen sucht man in der Regel vergeblich. Das Material ist für die Verarbeitung schlicht ausgezeichnet.
Mit der richtigen Körnung lässt sich nahezu eine spiegelglatte Oberfläche herstellen. Und genau das macht die Arbeit mit diesem Holz so angenehm: Es lässt sich präzise bearbeiten, bleibt formstabil und zeigt nach dem Schleifen eine edle, ruhige Oberfläche mit feiner Maserung.
In diesem Moment merkt man wieder, warum man sich für dieses Material entschieden hat.
Tor bauen – Herzstück des Friesenzauns aus Iroko
Das Tor ist das Herzstück eines Friesenzauns aus Iroko und gleichzeitig das am stärksten beanspruchte Bauteil der gesamten Konstruktion. Um maximale Sicherheit und Langlebigkeit zu gewährleisten, wird es mit einer abschließbaren Edelstahl-Drückergarnitur ausgestattet.
Da mir weder ein Stemmer noch ein Viereckbohrer zur Verfügung standen, habe ich den Schacht für das Einsteckschloss sorgfältig mit einem Stemmeisen ausgearbeitet. Diese klassische Methode erfordert Geduld und Präzision, ermöglicht aber ein sauberes Ergebnis – besonders bei hartem Iroko-Holz.
Auch die Bohrungen für das Zylinderschloss, die Drückergarnitur sowie die Befestigungsschrauben mussten exakt positioniert werden. Gerade bei einem stark frequentierten Gartentor entscheidet diese Genauigkeit über Funktion und Haltbarkeit. In diesem Projekt ist mir das besonders gut gelungen.
Durch sorgfältige Planung, präzise Ausführung und hochwertige Beschläge wird das Tor nicht nur optisch zum Highlight des Iroko-Zauns, sondern überzeugt auch funktional durch Stabilität und Langlebigkeit.
Das richtige Einsteckschloss für den Außenbereich
Es gibt viele Anbieter von Einsteckschlössern, und die Maße sind in der Regel genormt. Dennoch unterscheiden sich die Modelle teils erheblich in ihrer Mechanik und vor allem in der Materialqualität. Grundsätzlich erfüllen sie alle denselben Zweck – doch nicht jedes Schloss eignet sich für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich.
Für mein Tor am Friesenzaun aus Iroko kommt daher nur ein hochwertiges Modell von Häfele infrage. Zwar sind auch diese Einsteckschlösser nicht vollständig rostfrei, sie zeichnen sich jedoch durch eine deutlich höhere Korrosionsbeständigkeit aus.
Die Schließseite ist zusätzlich lackiert, was einen weiteren Schutz gegen Feuchtigkeit bietet.
Bei ausreichender Fettung der Mechanik ist in der Regel erst nach etwa zwei bis drei Jahren eine Wartung erforderlich – ein guter Kompromiss zwischen Langlebigkeit und Pflegeaufwand für ein Gartentor im Außenbereich.
Einsteckschloss fachgerecht einbauen
Da die Maße eines Einsteckschlosses genormt sind, verläuft der Einbau grundsätzlich immer nach dem gleichen Prinzip. Das Kopfblech ist in der Regel 2 mm stark und sollte sauber mit der Oberfräse eingelassen werden. Mit einem 20 mm Fräser mit Kopfschneiden gelingt das problemlos.
Ein bewährter Tipp aus der Praxis: Die Stärke des Kopfblechs direkt am Bauteil messen und exakt auf die Tiefeneinstellung der Oberfräse übertragen. So sitzt das Schloss später bündig und passgenau im Holz – ohne Nacharbeiten.
Wichtig ist die richtige Reihenfolge:
Zuerst den Schacht für das Einsteckschloss stemmen, danach das Kopfblech fräsen. Wird diese Reihenfolge vertauscht, entstehen schnell unschöne Ausrisse oder sichtbare Fräsfehler im Holz.
Gerade bei einem hochwertigen Tor – etwa bei einem Friesenzaun aus Iroko – zahlt sich sauberes Arbeiten besonders aus.
Pfostenkappen bauen – Schutz und Optik vereinen
Pfostenkappen dienen nicht nur einer ansprechenden Optik, sondern übernehmen eine wichtige Schutzfunktion: Sie decken die freien Stirnholzflächen der Pfosten ab und verhindern so das Eindringen von Feuchtigkeit. Gerade bei einem Friesenzaun aus Iroko trägt dieser konstruktive Holzschutz entscheidend zur Langlebigkeit bei.
Damit sich kein Wasser auf der Oberfläche stauen kann, müssen die Kappen entsprechend gestaltet sein. Entweder werden sie rund ausgeführt oder – wie in meinem Fall – mit schrägen Flächen versehen. Eine kleine pyramidenförmige Ausführung sorgt dafür, dass Regenwasser zuverlässig abläuft.
Die Pfostenkappen habe ich bewusst etwas größer dimensioniert. So lassen sich am unteren Rand zwei saubere Falze fräsen, ohne dabei bis an die Außenkante des Pfostens zu reichen. Das sorgt für eine passgenaue Auflage, eine saubere Optik und zusätzlichen Schutz der Konstruktion.
Vorrichtung für das Sägen der Pfostenkappen
Die schrägen Schnitte für die Pfostenkappen lassen sich weder mit der Tauchsäge noch mit der Tischsäge ohne geeignetes Hilfsmittel präzise ausführen. Um dennoch exakte und wiederholgenaue Ergebnisse zu erzielen, habe ich mir eine einfache, aber effektive Vorrichtung gebaut.
Mit dieser Konstruktion kann ich die eingespannten Werkstücke sicher fixieren und anschließend mit dem entsprechend eingestellten Sägeblatt im gewünschten Winkel schneiden. Zwei stabile Zwingen halten die Pfostenkappe zuverlässig in Position. Die senkrechte Anlagefläche ist zusätzlich über eine Bodenplatte gegen Verrutschen gesichert.
So lassen sich die vier Schrägen sauber und gleichmäßig ausführen, wodurch eine präzise Pyramidenform entsteht. Der gewünschte Winkel kann dabei individuell eingestellt werden – ideal für gleichmäßige und optisch ansprechende Pfostenkappen.
Falze an der Pfostenkappe fräsen
Bei kleinen Werkstücken wie einer Pfostenkappe aus Iroko ist eine handgeführte Oberfräse nur bedingt geeignet – vor allem bei sehr hartem Holz. Hier ist ein Frästisch das deutlich sicherere und präzisere Werkzeug.
Für diese Holzart lohnt sich eine leistungsstarke Oberfräse: Während Standardgeräte mit 900 Watt oft an ihre Grenzen stoßen, zeigt sich meine 2200-Watt-Maschine besonders zuverlässig. Eingespannt ist ein großer Fräskopf mit Wechselplatten, und scharfes Werkzeug ist entscheidend für ein sauberes Ergebnis.
Die Arbeitsreihenfolge ist ebenfalls wichtig: Zuerst die Stirnseiten fräsen, danach die Längsseiten. So entstehen saubere Falze ohne Ausrisse, und die Pfostenkappen behalten eine makellose Oberfläche.
Lackieren der Zaunteile
Das Lackieren der Zaunteile ist zwar eine Arbeit, die Freude machen kann, in größeren Mengen aber durchaus zeitaufwendig. Für ein langlebiges und schönes Ergebnis ist die richtige Vorgehensweise entscheidend.
Das Lackieren muss VOR dem Zusammenbau aller Teile durchgeführt werden
Zuerst wird eine Grundierung aufgetragen – bei mir zwei Schichten, jeweils mit Hand-Zwischenschliff, um Unebenheiten zu entfernen und die Oberfläche für den Lack vorzubereiten.
Anschließend folgen mindestens zwei Schichten eines hochwertigen Außenlacks, in meinem Fall sogar drei. Besonders wichtig: Die Grundierung muss vollständig aushärten, bevor die Lackfarbe aufgetragen wird. Zwar fühlt sie sich schnell trocken an, die eigentliche Härte entwickelt sich aber erst nach vollständigem Durchtrocknen.
So erhalten die Iroko-Zaunteile eine langlebige, gleichmäßige Oberfläche, die Wetter und Sonne optimal trotzt.
Montieren des Zaunes
Nach vollständiger Durchhärtung des Lacks kann der Zusammenbau der Zaunteile beginnen. Die beiden Spiegel sind bereits unter Zwingen ausgehärtet und fest im Rahmen montiert.
Die Montage der Gatter gestaltet sich etwas anspruchsvoller, da mehrere Dominos die Lattung und damit auch den Rahmen stabilisieren. Zusätzlich müssen alle Zwingen korrekt positioniert werden – ausreichend viele und lange Zwingen sind daher unbedingt erforderlich.
Zum Verleimen habe ich 3D-Leim mit Härter verwendet. Dadurch entsteht eine extrem stabile Verbindung, die man fast als „4D-Leim“ bezeichnen könnte. PUR-Leim kommt in diesem Fall nicht mehr infrage, da er bei dieser Konstruktion weniger praktikabel ist.
Mit sorgfältiger Vorbereitung und präziser Arbeit fügt sich so jedes Teil passgenau zusammen, und der Iroko-Zaun gewinnt seine volle Stabilität und Langlebigkeit.
Konstruktiver Holzschutz
Besonders gefährdet sind die Stellen, an denen sich Feuchtigkeit festsetzen kann – hier können Holzverbindungen beschädigt oder sogar zerstört werden.
Obwohl ich SIPO-Dominos zur Verstärkung eingesetzt habe, verhindern diese allein keinen Schaden. Entscheidend für die Langlebigkeit ist eine hochwertige Verleimung mit wasserfestem Leim und eine vollständig nach außen geschlossene Konstruktion. So lässt sich Feuchtigkeit zwar verzögern, aber nicht vollständig ausschließen.
Eine zusätzliche Maßnahme wie eine Silikonfuge könnte den Schutz weiter verbessern, bietet jedoch keine absolute Garantie.
Mit dieser Vorgehensweise trägt man aktiv zum konstruktiven Holzschutz bei und erhöht die Lebensdauer des Friesenzauns aus Iroko deutlich.
Leuchten für den Parkplatz montieren
Die Spiegel des Zauns dienen gleichzeitig als Träger für die Parkplatzbeleuchtung.
Die Leitungen auf der Rückseite werden in einem noch zu bauenden Kasten verborgen, der sie nicht nur optisch verdeckt, sondern auch vor Regen und Witterung schützt.
Die Leuchten werden über einen Dämmerungsschalter gesteuert und sind mit Energiesparlampen ausgestattet. Besonders bewährt haben sich OSRAM-Lampen, die eine gute Kombination aus Preiswertigkeit und Zuverlässigkeit bieten.
So entsteht eine funktionale und langlebige Beleuchtung, die den Parkplatz sicher ausleuchtet und gleichzeitig optisch unauffällig in den Iroko-Zaun integriert ist.
Montieren des Zaunes
Jetzt konnte die eigentliche Montage des Zaunes beginnen. Alle Elemente werden mit Edelstahlwinkeln an den Pfosten befestigt, selbstverständlich verschraubt mit Edelstahlschrauben.
Normale Schrauben sind für diesen Einsatz ungeeignet: Sie können das Holz verfärben und rosten schnell, wodurch die Stabilität der Konstruktion leidet.
Besonders wichtig ist der richtige Umgang beim Eindrehen der Edelstahlschrauben. Edelstahl ist relativ spröde, sodass die Schrauben beim zu festen Einschrauben leicht abbrechen können. Die Faustregel lautet daher: locker einsetzen, festziehen, nicht überdrehen, um Beschädigungen zu vermeiden.
So bleibt die Montage sauber, stabil und langlebig – perfekt für einen hochwertigen Iroko-Zaun.
fertiger Zaun
Der Zaun steht nun fest und ist sehr stabil.
Das Zylinderschloss ist von ABUS auf Maß gefertigt. Passend zu unserer Schließanlage.
Leider habe ich bis jetzt kein elektronisches Schloss für den Außenbereich gefunden. So wäre es sehr einfach mit einem Badge oder anderen Schlüsselanhänger das Zylinderschloss zu öffnen.
Der Zaun hat insgesamt ca. 1.000 Euro gekostet. Darin sind alle Materialien enthalten. Also, selbst bauen lohnt sich.
Minimalistische Tischlampe mit massivem Ahorn
Minimalistische Tischlampe mit massivem Ahorn
Licht und Leuchten braucht man eigentlich immer irgendwo.
Vom Wohnzimmertisch hatte ich noch ausreichend Ahorn-Vollholz übrig. Nicht, weil ich falsch kalkuliert hätte, sondern weil dieses Holz als Rohware in zu verarbeitende Stücke geschnitten wurde. Das Leimholz habe ich anschließend selbst hergestellt.
Nun verarbeite ich dieses mehr als angenehme Holz zu einer Tischlampe mit Ahornständer.
Ahorn ist hart, zäh und abriebfest. Er lässt sich gut drechseln, schnitzen und polieren. Polieren werde ich ihn nicht, aber beizen und lackieren.
Die Bohlen mussten abgerichtet, gefügt und gehobelt werden. Das kann ich selbst nicht, habe aber die Möglichkeit, dies privat machen zu lassen.
Ahorn ist von Natur aus sehr hell. Es gibt nicht viele Anwendungen, bei denen Ahorn ohne farbliche Behandlung eingesetzt wird. Angeblich lässt er sich leicht beizen – meine Erfahrungen sind allerdings ganz andere.
Zuschnitt der Einzelteile
Bei diesen kleinen Teilen war es mir möglich, die Stücke auf der Festool-Kappsäge KS 120 zuzuschneiden.
Ahorn bietet sich dem Sägeblatt förmlich an. Die Säge hinterlässt keine Ausrisse – na gut, ein scharfes Sägeblatt sollte natürlich montiert sein. Dazu habe ich bereits einen Beitrag über eine gute Alternative zu den teuren Festool-Sägeblättern veröffentlicht.
Die Ecken der Deckplatte ebenso wie die des Bodens haben eine große Abrundung. Für solche Fälle war ursprünglich der KREG-Frässchablonensatz gedacht, den ich damals teuer gekauft hatte. Dieser hat sich jedoch als wirklicher Schrott herausgestellt. Die Frässchablonen von TEMU hingegen sind dafür sehr gut geeignet.
Verbindung der Einzelteile
Eine Verschraubung verbietet sich hierbei, da die Verbindung nicht sichtbar sein soll. Dafür reicht eine normale Verleimung nicht aus.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, etwa über Lamellos, Runddübel oder das P-System von Lamello.
Hier werde ich Festool DOMINOS einsetzen. Mithilfe der Festool DF 500 habe ich die Fräsungen gesetzt. DOMINOS aus Buche sind für den Innenbereich vollkommen ausreichend.
Zuvor müssen natürlich die Durchführungen für das Elektrokabel in das Holz eingebracht werden – hier mit einem Langbohrer und der Ständerbohrmaschine von Bosch.
Tieflochbohrung
Das senkrechte „Brett“ führt die Elektroleitung vom Lampensockel nach unten durch den Boden.
Eine Ständerbohrmaschine ist dafür nicht geeignet, und manuelles Bohren mit einem 30-cm-Bohrer per Hand hätte sicher nicht das gewünschte Ergebnis gebracht.
Also habe ich einen normal langen 10-mm-Holzbohrer in den Akkuschrauber gespannt und die Bohrung jeweils von beiden Seiten angesetzt.
Mit ein wenig Erfahrung funktioniert das prima; auch wenn sich beide Bohrungen nicht zu 100 % treffen, bleibt immer noch genügend Platz für das Kabel.
Deckel fräsen für die E-Leitung
Der Boden und der Deckel benötigen Nuten für die Führung der verdeckten Elektroleitung. Lampenkabel sind normalerweise zweiadrig und baubedingt flach. Diese Art von Kabel benutze ich für den Leuchtenbau so gut wie gar nicht. Besser geeignet finde ich ein normales dreiadriges Kabel für kleine Stromstärken – auch wenn ich die „Erde“ hierbei nicht benötige.
Die Nut habe ich mit der Festool OF 1010 eingebracht.
Für die Bohrungen eignen sich die Festool-Forstnerbohrer sehr gut.
Diesen Bohrersatz habe ich schon vor Jahren gekauft und auch viel benutzt. Die Forstnerbohrer halten praktisch unbegrenzt und lassen sich – im Gegensatz zu Billigbohrern – bei Bedarf problemlos nachschärfen.
Kanten abrunden
Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Kanten abzurunden: Entweder führe ich die Oberfräse entlang der Kanten am Werkstück vorbei, oder ich führe das Holz am Fräser vorbei.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Qualität: Bei der Handführung der Oberfräse kann es „kippeln“, während dies auf dem Frästisch nicht passiert.
Eine Fase anzubringen ist sehr einfach und verursacht optisch kaum Probleme. Das Abrunden hingegen ist etwas schwieriger. Den exakten Radius des Fräsers am Holz sauber umzusetzen, ohne einen Rand zu hinterlassen, ist anspruchsvoll.
Der Abrundfräser muss wirklich präzise eingestellt sein, und das Werkstück muss flach auf dem Tisch entlanggeführt werden. Nur dann wirken die Rundungen sauber und gleichmäßig.
Test der Verbindungen
Natürlich hatte ich beim Zusammenbau schon die eine oder andere unangenehme Überraschung: Teile passten einfach nicht, und Fräsungen waren schlicht falsch. Nicht nur war die Arbeit damit umsonst, auch das Material wurde teilweise wertlos.
Deshalb ist es sehr wichtig, die Passgenauigkeit zwischendurch zu prüfen – auch wenn die Arbeit noch so klein erscheint.
Für die Dübelverbindungen verwende ich speziell geschliffene Dübel, DOMINOS und Lamellos, die ich so bearbeitet habe, dass sie „locker“ in die Fräsungen passen. So lassen sie sich bei Bedarf einfach wieder entfernen.
Ahorn beizen
Die "Farbe" der Beize ist Geschmackssache".
Beize hat zwar eine Farbbezeichnung, wie "nussbaum dunkel", doch darauf darf man sich nicht verlassen. Auch die Farbtabellen in den Fachgeschäften passen nicht zum erwarteten Resultat. Es kommt immer auf die Holzart an, die gebeizt werden soll. Es hat lange gedauert, die "richtige" Farbe für Ahorn zu finden.
Hier benutze ich Beize von CLOU. Meiner Meinung nach, die Beste.
Diese gibt es in flüssiger Form oder auch als Pulver in kleinen Tüten.
Holzlack
Im Netz gibt es Hunderte von Videos über verschiedene Holzlacke und deren Qualität. Das finde ich gut – doch niemand sollte erwarten, dass er die gleichen Ergebnisse erzielt wie in den Videos gezeigt oder gar versprochen. Das muss jeder selbst erfahren und ausprobieren.
Von vergangenen Projekten hatte ich noch einen Holzlack von CLOU vorrätig. Teuer gekauft im Fachmarkt, im Netz gibt es ihn oft für die Hälfte des Preises.
Das Holz habe ich zweimal gebeizt, jeweils mit Zwischenschliff. Erst nach vollständiger Durchtrocknung wurde der Lack aufgetragen.
Auch hier gilt: Zwei Anstriche mit Zwischenschliff sorgen für ein sauberes und gleichmäßiges Ergebnis.
Filzgleiter für Möbel
Alle Möbel im Haus habe ich selbst gebaut – alles Vollholz oder Eiche-Leimholz. Auch diese Leuchte soll auf Echtholz stehen. Dabei ist es mir wichtig, dass sie beim Verschieben keine Kratzer auf dem Schrank hinterlässt.
Hierfür eignen sich Filzgleiter sehr gut. Sie kosten nur sehr wenig – eine Lage wie diese vielleicht gerade einmal 1,50 €.
Der Kleber der Filzgleiter hält nicht nur, weil die Leuchte ohnehin mit ihrem Gewicht darauf steht.
Unsere Wohnzimmermöbel sind alle verschiebbar über verdeckte Laufrollen. Muss nicht sein, ist aber immer wieder praktisch.
Zubehör für diesen Leuchtenbau
Man konnte gut sehen, dass der Aufwand für den Bau einer solchen Leuchte nicht sehr groß ist.
Allerdings benötigt man auch die Teile für die Beleuchtung – Lampenfassung, Gewinderohr, Muttern, Kabelschutz und ähnliches. Dieses Zubehör hatte ich einmal im Baumarkt gekauft und war sehr überrascht über die hohen Preise.
Heute kaufe ich bei einem gut sortierten Spezialhändler für Lampenzubehör im Netz – zu einem Bruchteil des Preises.
Dasselbe gilt für Lampenschirme. Für diese Leuchte habe ich einen Lampenschirm verwendet, den ich im Einzelhandel für 90 € gekauft hatte. Alle anderen Lampenschirme, die qualitativ teilweise sogar noch besser sind, beziehe ich online über einen spezialisierten Händler zu sehr günstigen Preisen.
Warum ich das so handhabe? Der Einzelhandel ist oft nicht optimal aufgestellt. Hohe Kosten für Miete, Energie, Versicherung, Berufsgenossenschaft, Mitarbeiter und Ähnliches schlagen auf die Preise durch. Wenn ich denselben Artikel online für weniger als 40 % des Ladenpreises bekomme, kaufe ich ihn dort. Liegt der Unterschied nur bei 10–15 %, unterstütze ich lieber den Einzelhandel. Dasselbe Prinzip gilt auch für Maschinen für den Holzwerker – zum Beispiel Festool.
Aber das muss jeder selbst entscheiden.
Renovierung einer gebrauchten Küche bei Nachbarn
Renovierung einer gebrauchten Küche bei Nachbarn
Mein unmittelbarer Nachbar besitzt ein ähnliches, aber kleineres Ferienhaus. Dieses ist bereits über 50 Jahre alt, doch noch recht gut in Schuss.
Auch die Küche war schon sehr alt. Die Türen waren ausgeleiert, die Schubladen lose und überhaupt war die Zusammenstellung nicht besonders gut.
So fragte er mich nach "Erneuerung" des Outfits und einer neuen Arbeitsplatte und Dunstabzugshaube,
Alt gegen Neu
Hier ein Beispiel einer der alten Türen in dieser Küche.
Die Türen wurden offenbar schon einmal mit Folie beklebt.
Die Kanten waren fast alle schon von der Feuchtigkeit offen und die Schränke hingen schief.
Alle Türen habe ich neu gebaut mit neuen Griffen und Topfbändern.
Ein neuer Unterschrank auf der rechten Seite und einen lauffähigen Unterschrank unter der Arbeitsplatte kamen hinzu
was man nicht sieht, gibt es nicht
Nach Abbau der Oberschränke und der alten "Arbeitsplatte" kamen die Sünden der Vergangenheit zum Vorschein. Was kann man da machen? Wäre es unsere Küche gewesen, hätte ich natürlich alle Wände erneuert um eine gute Basis für die Küche zu haben. Das war aber nicht gewünscht.
So habe ich die nötigsten Ausbesserungsarbeiten durchgeführt und die alte Wand wieder für die restaurierten Oberschränke benutzt. Hier sieht man die Fußbodenpaneele, die als Wandverkleidung benutz wurde.
Das ist nicht meine Arbeits- und Vorgehensweise...
Neuer Unterschrank
Für einen größeren Stauraum habe ich einen neuen Unterschrank mit einer Schublade gebaut. Dieser dient auch als Stütze für die neue Arbeitsplatte.
Auch die Ecke, in der ein regalartiges Teil stand, habe ich mit einem rollbaren Schrank ausgefüllt.
Die Türen sind jetzt aus beschichteter Spanplatte, geperlte Oberfläche, in 19mm mit ABS-Kante und neuen Griffen und Topfbändern von Hettich.
Natürlich sind alle Oberschränke nun ausgerichtet.
Neue Arbeitsplatte
Diese habe ich tatsächlich im Baumarkt gekauft.
Normalerweise kaufe ich dies als Markenware beim Holzhändler ein. Warum? Nun, es ist ja nichts anderes als eine beschichtete Spanplatte, doch die HPL-Oberfläche ist dicker, strapazierfähiger und auch an den runden Kanten wesentlich besser verklebt. Bei Billigware löst sich die Beschichtung an der vorderen Unterseite sehr oft.
Die beiden offenen Seiten habe ich mit dem KA 65 mit einer breiten ABS-Kante versehen.
rollbarer Schrank
Der Platz in dieser Ecke sollte sinnvoll und einfach genutzt werden können.
Deshalb habe ich diese Lösung gewählt; einen rollbaren Schrank bzw. Container.
4 niedrige Laufrollen sorgen für leichten Einschub.
Abzugshaube
Nein, diese habe ich nicht im Baumarkt gekauft. Im Netz war diese wesentlich billiger. Im Netz zu kaufen ist nicht besonders gut für die deutsche Wirtschaft und vor allem den Einzelhandel. Nur, wenn ich den gleichen Artikel im Netz 30-40% billiger haben kann, bleibt mir gar nichts anderes übrig.
Die Abzugshaube bringt aus meiner Sicht nicht viel. Hier wird nur der Dampf durch einen unzureichenden Filter wieder in die eigene Raumluft geblasen. Ein Abzug nach außen wäre hier sinnvoll gewesen.
Ergebnis
Grundsätzlich ist das ein gutes Ergebnis; für den Nachbarn.
Ausmessen, Vorschläge, Materialbeschaffung, Abbau, Anbau und Aufbau, Internetrecherche, Transport, Kanten, Fugen,...
Inklusive Material hat ihm das Ganze nur Euro 800,00 gekostet. Selbst bei diesem Betrag sah ich "stirnrunzeln".
Reparaturen oder "Modernisierung" werde ich nicht mehr durchführen. Zumindest nicht für Dritte.


































































