Gratulation an die AfD für den großen Erfolg!

Gratulation an die AfD für den großen Erfolg!

Wahlsieg AfD

Gratulation an die AfD !

Diesmal war ich tatsächlich etwas nervös, so vor der Wahl in Sachsen-Anhalt. Soll sich mein Wunsch nach einem Sieg der AfD bewahrheiten? Wir ein Sieg tatsächlich Bedeutung für einen Umschwung der "deutschen" Politik haben? Oder werden wir weiter von einem "ukrainischen" Bundeskanzler belogen und betrogen? Fragen über Fragen.

Jetzt aber ist es sicher: die AfD wird die Regierung in Sachsen-Anhalt stellen. Offenbar hat sich das BSW so stark gebogen, dass es mit der AfD wirklich Koalitionsgespräche aufnehmen wird. Auch ist der Wechsel von CDU-Mandatsträgern zur AfD denkbar. Dies wird offen ausgesprochen.

Wie auch immer. Diese Wahl wird extreme Auswirkungen auf alle anstehenden Wahlen haben. Ganz besonders auf die Ergebnisse der anstehenden Wahl in Mecklenburg-Vorpommern.

Ergebnis
Gewinn und Verlust

Unglaubliche Ergebnisse

Mit fast 44% hat die AfD die Verantwortung für die Regierungsbildung. Völlig abgeschlagen, mit einem Verlust von über der Hälfte der Wähler, liegt die CDU. Völlig blamabel.

Alle anderen Parteien dümpeln so vor sich hin. Als neues Mitglied im Landtag können wir nun das BSW begrüßen. Ob gut oder schlecht wird sich noch herausstellen.

Allerdings gibt das BSW schon Zeichen gegenüber der AfD zur Zusammenarbeit.

mögliche Koalition

mögliche Koalition(en)

Eine Koalition mit dem BSW wäre zwar rechnerisch möglich, dürfte aber auf Dauer kaum stabil sein. Bei jeder wichtigen Abstimmung stünde die Mehrheit auf der Kippe.

Ich halte deshalb einen anderen Weg für wahrscheinlicher: Der eigentliche Druck wird auf die CDU wachsen. Je deutlicher sich zeigt, dass die AfD dauerhaft die stärkste politische Kraft ist, desto schwieriger wird es für CDU-Abgeordnete, den bisherigen Kurs ihrer Partei mitzutragen. Es würde mich nicht überraschen, wenn einzelne Mandatsträger künftig zur AfD wechseln oder sich ihr zumindest politisch annähern.

Für mich ist diese Wahl weit mehr als ein Regierungswechsel. Sie ist eine klare Absage an die Politik der vergangenen Jahre. Die Wähler haben deutlich gemacht, dass sie einen anderen Kurs wollen.

Sollte die AfD Regierungsverantwortung übernehmen, erwarte ich einen konsequenten Abbau ideologisch geprägter Förderprogramme. Steuergeld gehört in Schulen, Straßen, Polizei, Justiz und die wirtschaftliche Entwicklung – nicht in Projekte, deren politischer Nutzen für die Allgemeinheit umstritten ist.

Sachsen-Anhalt könnte damit zum Ausgangspunkt eines politischen Richtungswechsels werden. Gelingt dieser Kurswechsel, werden andere Bundesländer sehr genau beobachten, welche Auswirkungen er hat – und ihre eigenen politischen Entscheidungen daran messen.

Bundeszwang

Hat er das wirklich gesagt? Merz will den Bundeszwang einsetzen

Bundeszwang ist ein Begriff aus dem deutschen Verfassungsrecht.

Nach Art. 37 Grundgesetz (GG) kann der Bund Maßnahmen gegen ein Bundesland ergreifen, wenn dieses seine Pflichten gegenüber dem Bund nicht erfüllt.

Einfach gesagt: Wenn ein Bundesland sich weigert, eine Pflicht aus dem Grundgesetz oder einem Bundesgesetz zu erfüllen, kann die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates eingreifen und das Land zur Erfüllung zwingen.

Beispiel: Ein Bundesland weigert sich dauerhaft, ein verbindliches Bundesgesetz umzusetzen. Dann könnte – unter sehr strengen Voraussetzungen – Bundeszwang eingesetzt werden.

👉 Merksatz: Bundeszwang = Der Bund zwingt ein Bundesland, seine bundesrechtlichen Pflichten zu erfüllen.

Der Bundeszwang nach Art. 37 GG wurde in der Bundesrepublik Deutschland bisher noch nie angewendet.

Wie groß müssen Angst und Verunsicherung über das Ergebnis einer demokratischen Wahl sein, dass plötzlich über den Einsatz eines seit Gründung der Bundesrepublik noch nie angewandten Instruments wie dem Bundeszwang diskutiert wird? Art. 37 des Grundgesetzes existiert zwar als verfassungsrechtliches Mittel, gilt jedoch als äußerstes Ausnahmeinstrument und setzt voraus, dass ein Bundesland konkrete bundesrechtliche Pflichten verletzt – nicht lediglich eine andere politische Richtung einschlägt.

Über Jahre wurde der politischen Argumentation der AfD vor allem mit Ausgrenzung, öffentlicher Stigmatisierung und dem Hinweis auf Sicherheitsbehörden begegnet. Ob diese Strategie die Zustimmung zur Partei verringert hat, darf nach den jüngsten Wahlergebnissen zumindest bezweifelt werden.

Nun wird sogar über Maßnahmen nachgedacht, die noch nie zur Anwendung gekommen sind. Dabei ist bereits heute klar, dass ein solcher Schritt mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort vor den Gerichten – gegebenenfalls auch vor dem Bundesverfassungsgericht – überprüft würde und keineswegs unmittelbar vollzogen werden könnte.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, was verfassungsrechtlich möglich ist. Entscheidend ist auch, welches Signal an die Bürger gesendet wird, wenn der Eindruck entsteht, demokratische Wahlergebnisse würden erst dann akzeptiert, solange sie den politischen Erwartungen der bisherigen Mehrheiten entsprechen.

Remigration

Was wird sofort umgesetzt werden?

Was vielen Bürgern aus meiner Sicht am meisten Sorgen bereitet, ist die seit Jahren anhaltende irreguläre Migration. Der Eindruck ist entstanden, dass Deutschland für Menschen ohne Bleiberecht deutlich attraktivere Bedingungen bietet als viele andere europäische Staaten.

Nach der Einreise folgen Unterkunft, Versorgung, medizinische Leistungen und weitere staatliche Hilfen. Gleichzeitig steht ein umfangreiches Netz aus Behörden, Beratungsstellen und rechtlicher Unterstützung zur Verfügung. Die Kosten hierfür werden letztlich von den Steuerzahlern getragen.

Damit muss aus meiner Sicht Schluss sein. Wer Schutz vor Verfolgung benötigt, soll ein faires Verfahren erhalten. Wer jedoch keinen Schutzanspruch hat, darf sich nicht dauerhaft in Deutschland aufhalten.

Ich erwarte deshalb einen grundlegenden Kurswechsel: Gemeinschaftsunterkünfte statt dauerhafter Unterbringung in Wohnungen, Sachleistungen statt Bargeld, eine medizinische Versorgung im gesetzlich vorgesehenen Umfang und vor allem eine zügige Rückführung nach rechtskräftig abgelehntem Asylantrag.

Ein Rechtsstaat verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn er seine eigenen Entscheidungen nicht durchsetzt. Wer kein Aufenthaltsrecht besitzt, muss Deutschland verlassen. Alles andere untergräbt das Vertrauen der Bürger in Staat und Politik.

Aufhebung der Schulpflicht in Sachen-Anhalt?

Die AfD in Sachsen-Anhalt fordert in ihrem Wahlprogramm, die klassische Schulpflicht durch eine Bildungspflicht zu ersetzen und Homeschooling zu ermöglichen.

Warum? Für mich ist der Gedanke durchaus nachvollziehbar. Schon während meiner eigenen Schulzeit war klar: Schule ist nicht gleich Schule. Zwar wurde und wird ein Kind grundsätzlich der nächstgelegenen Schule zugeordnet, doch zwischen Schulen gab es schon damals erhebliche Unterschiede – bei Lehrern, Unterrichtsqualität und vor allem beim sozialen Umfeld. Einen Wechsel auf eine andere Schule durchzusetzen, war dagegen oft kaum möglich.

Genau hier setzt die Idee einer Bildungspflicht an. Der Staat würde weiterhin verbindliche Bildungsziele und Leistungsanforderungen vorgeben. Der entscheidende Unterschied wäre jedoch: Nicht mehr der Besuch einer bestimmten Schule wäre zwingend, sondern der nachweisbare Bildungserfolg.

Warum sollte es entscheidend sein, wo ein Kind seine Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt? Ob im Homeschooling mit den Eltern, mit Privatlehrern, an einer Privatschule oder in einer anderen anerkannten Bildungseinrichtung – entscheidend sollte sein, was das Kind am Ende tatsächlich kann. Neutrale Prüfungen könnten sicherstellen, dass die vorgeschriebenen Bildungsstandards erreicht werden.

Auch die Entwicklung mancher Schulen sollte dabei offen diskutiert werden. Wenn sich an einzelnen Schulen das soziale und kulturelle Umfeld so stark verändert, dass Eltern erhebliche Bedenken hinsichtlich der Lernbedingungen haben, sollte man ihnen nicht einfach sagen: „Ihr Kind muss trotzdem genau dort bleiben.“

Eltern sollten vielmehr die Möglichkeit bekommen, für ihre Kinder einen anderen Bildungsweg zu wählen – solange am Ende überprüfbar ist, dass die vorgeschriebenen Bildungsziele erreicht werden.

Für mich ist deshalb die entscheidende Frage nicht, ob ein Kind jeden Morgen in einem bestimmten Schulgebäude sitzt. Entscheidend ist, ob es dort oder auf einem anderen Bildungsweg tatsächlich etwas lernt.

Es gibt mittlerweile Schulen mit Klassen, die nur aus Ausländern bestehen. Wer will sein Kind als einziges Deutsches in eine solche Schule schicken? Vielleicht linksgrün versiffte Gehirne?

neue Führung

Austausch aller Führungskräfte in der Landesregierung

Wenn eine insolvente Firma von einem Investor übernommen wird, erwartet niemand, dass die bisherige Führung einfach weitermacht. Im Gegenteil: Der Austausch der Führungskräfte ist völlig normal und oftmals notwendig.

Warum sollte das bei einer Regierung anders sein?

Wenn sich die politische Richtung grundlegend ändert, braucht es auch eine neue Strategie – und Führungskräfte, die bereit und in der Lage sind, diese Strategie konsequent umzusetzen. Wer jahrelang Teil des bisherigen Systems war und dessen Entscheidungen mitgetragen hat, ist dafür nicht zwangsläufig die richtige Besetzung.

Führungskräfte haben zudem eine Vorbildfunktion. Sie müssen fachlich qualifiziert sein, Verantwortung übernehmen und die politische Linie der Regierung loyal umsetzen. Ich möchte keinen Landwirt als Gesundheitsminister und keinen Mediziner im Landwirtschaftsministerium. Es müssen nicht zwingend Parteipolitiker sein – aber es müssen Menschen mit nachweisbarer Fachkompetenz und Führungserfahrung sein.

Eine weitere, aus meiner Sicht reale Gefahr, wird häufig unterschätzt: Eine alte Führungsmannschaft kann Entscheidungen einer neuen Regierung ausbremsen, verzögern oder schlicht nicht mittragen. Das muss nicht einmal offen geschehen. Verwaltung und Organisationen können Veränderungen auch durch interne Widerstände, Verzögerungen und bürokratische Hürden behindern.

Als Freiberufler, der in vielen Unternehmen gearbeitet hat, kenne ich solche Situationen nur zu gut. Wenn eine neue Führung wirklich etwas verändern will, aber die entscheidenden Positionen weiterhin mit Menschen besetzt sind, die den bisherigen Kurs vertreten, kann die beste Strategie auf dem Papier wirkungslos bleiben.

Ein politischer Kurswechsel braucht deshalb nicht nur neue Entscheidungen, sondern auch die richtigen Menschen an den entscheidenden Stellen.

Hier möchte ich gar nicht alle vorteilhaften Programmpunkte der AfD aufführen. Dafür gibt es genügend andere Möglichkeiten.

Ich freue mich wirklich über diesen Wahlsieg in Sachsen-Anhalt. Er zeigt für mich deutlich, dass immer mehr Bürger einen politischen Kurswechsel wollen.

Und als Nebenprodukt der Reaktionen dieses „Bundeskanzlers“ auf den Wahlsieg der AfD dürfte auch die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 26.09. interessant werden. Seine Rede zum Wahlergebnis dürfte bei vielen Wählern eher das Gegenteil von dem bewirken, was er vermutlich erreichen wollte.

Ich gehe deshalb davon aus, dass die AfD in Mecklenburg-Vorpommern von dieser Reaktion zusätzlich profitieren könnte – sowohl bei der Wahlentscheidung als auch bei der Wahlbeteiligung.

Nicht umsonst ist dieser „Bundeskanzler“ schließlich Kanzler zweiter Wahl.

Wahlbetrug bei der Briefwahl – Wie groß ist das Risiko?

Wahlbetrug bei der Briefwahl – Wie groß ist das Risiko?

Briefwahl

Wahlbetrug oder Einzelfälle? Wie sicher ist die Briefwahl?

Die Briefwahl ist bequem und wird von vielen Bürgern genutzt. Sie hat jedoch eine entscheidende Schwachstelle: Die Stimmabgabe erfolgt außerhalb des kontrollierten Umfelds eines Wahllokals.

Fälle aus Wülfershausen, Stendal, Dresden und zeigen, dass Wahlfälschung kein theoretisches Problem, sondern bereits mehrfach Realität gewesen ist. Jede Manipulation untergräbt das Vertrauen in demokratische Wahlen – deshalb müssen mögliche Schwachstellen offen benannt und wirksam verhindert werden.

In Deutschland wurde die Briefwahl zur Bundestagswahl 1957 eingeführt, um die „Allgemeinheit der Wahl“ sicherzustellen. Dies ist einer der fünf Wahlrechtsgrundsätze in der deutschen Demokratie und bedeutet, dass jeder Wahlberechtigte die Gelegenheit haben soll, möglichst einfach zu wählen. Insbesondere alten, kranken und behinderten Menschen wollte man eine Teilnahme an der Wahl erleichtern.

Heute ist daraus für viele eine reine Bequemlichkeitslösung geworden. Wer zu Hause wählen kann, muss sich nicht mehr auf den Weg ins Wahllokal machen – und genau diese Entwicklung sollte meiner Meinung nach kritisch hinterfragt werden.

Denn eine Wahl ist kein Online-Einkauf, den man möglichst bequem vom Sofa aus erledigt. Die persönliche Stimmabgabe im Wahllokal findet unter klar geregelten und kontrollierten Bedingungen statt. Bei der Briefwahl entfällt ein Teil dieser unmittelbaren Kontrolle.

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Wie fälschungssicher ist die Briefwahl?

In Deutschland werden Briefwahlunterlagen nicht im Wahllokal ausgezählt, sondern in besonderen Briefwahlvorständen.

Der Ablauf ist vereinfacht:

  1. Die Wahlbriefe gehen bei der zuständigen Gemeinde oder Stadtverwaltung ein.
  2. Am Wahltag werden sie von einem Briefwahlvorstand geöffnet.
  3. Zunächst wird geprüft, ob der Wahlschein gültig ist.
  4. Erst danach wird der verschlossene Stimmzettelumschlag von den persönlichen Daten getrennt und in die Wahlurne gelegt.
  5. Anschließend werden die Stimmzettel – genau wie im Wahllokal – ausgezählt.

Die Auszählung findet in der Regel in öffentlichen Räumen der Kommune statt, beispielsweise im Rathaus, Verwaltungsgebäuden oder anderen dafür bestimmten Räumen. Wie bei der Auszählung im Wahllokal ist auch die Auszählung der Briefwahl öffentlich, sodass interessierte Bürger als Beobachter anwesend sein dürfen, solange sie den Ablauf nicht stören.

Der wesentliche Unterschied zur Urnenwahl liegt nicht in der Auszählung, sondern in der Stimmabgabe: Diese erfolgt bei der Briefwahl außerhalb eines kontrollierten Wahllokals. Genau darüber wird häufig diskutiert, wenn es um die Sicherheit der Briefwahl geht.

Genau hier liegt eine Schwachstelle im Verfahren. Bei der Auszählung der Briefwahlstimmen besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Stimmzettel falsch zugeordnet, übersehen oder bewusst unterschlagen werden. Deshalb müssen gerade bei der Briefwahl besonders hohe Anforderungen an Transparenz und Kontrolle gestellt werden.

Sollte jemand Unregelmäßigkeiten oder den Verdacht einer Wahlfälschung feststellen, sollte dies unverzüglich den zuständigen Behörden gemeldet und gegebenenfalls strafrechtlich angezeigt werden. Jeder einzelne Fall muss konsequent aufgeklärt werden, denn Wahlmanipulationen untergraben das Vertrauen in die Demokratie – unabhängig davon, in welchem Umfang sie stattfinden.

Nachgewiesene Wahlfälschungen in Deutschland

In Wietze 2006: Der Fall zeigt, welche Risiken entstehen können, wenn die Briefwahl in Alten- und Pflegeeinrichtungen nicht unter Bedingungen stattfindet, die eine freie und unbeobachtete Stimmabgabe gewährleisten. Eine Altenheimbetreiberin wurde wegen Wahlfälschung verurteilt; das OLG Celle bestätigte die rechtliche Bewertung.

Der Fall sollte deshalb als Warnsignal verstanden werden. Wo andere Personen die Organisation oder Abwicklung der Stimmabgabe übernehmen, müssen klare Regeln und wirksame Kontrollen sicherstellen, dass jeder Wahlberechtigte tatsächlich selbst und frei abstimmen kann. Denn schon einzelne nachgewiesene Manipulationen zeigen, dass Kontrolle bei der Briefwahl keine Nebensache ist.

Aktuell wurde ein Fall angezeigt, in dem ein Wahlschein einer dementen Dame in einer Pflegeeinrichtung gefälscht wurde!

In Dachau 2002: Der damalige Dachauer Stadtrat Wolfgang Aechtner wurde wegen Wahlfälschung in 466 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung sowie einer Geldauflage von 125.000 Euro verurteilt. Nach den Feststellungen des Gerichts hatte er bei Hausbesuchen Briefwahlunterlagen eingesammelt und Stimmzettel zugunsten von Kandidaten seiner Wählergemeinschaft ausgefüllt. Ein wichtiges Indiz waren unter anderem zahlreiche Wahlunterlagen, die mit demselben Kugelschreiber ausgefüllt worden waren.

In Stendal 2014: Der frühere Stadtrat Holger Gebhardt fälschte Briefwahlvollmachten und füllte fremde Wahlunterlagen selbst aus. Dafür wurde er zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt; das Urteil ist rechtskräftig. Die Wahl musste wiederholt werden.

Der Fall zeigt eindrücklich, welches Manipulationspotenzial entsteht, wenn Vollmachten und fremde Briefwahlunterlagen nicht ausreichend kontrolliert werden.

In Dresden 2024: Ein Mann entwendete Briefwahlunterlagen aus öffentlichen Briefkästen und manipulierte insgesamt 281 Stimmzettel aus Kommunal- und Landtagswahlen zugunsten einer Partei. Er wurde 2025 unter anderem wegen Wahlfälschung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt; weitere Straftaten flossen in das Urteil ein.

Der Fall zeigt deutlich: Briefwahlunterlagen können zum Ziel gezielter Manipulation werden, wenn sie in die falschen Hände geraten. Umso wichtiger sind sichere Verfahren bei Ausgabe, Rücklauf und Auszählung.

In Wülfershausen 2026: Besonders brisant ist der Fall eines ehemaligen Bürgermeisters, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, bereits im Rathaus eingegangene Briefwahlunterlagen manipuliert zu haben. Insgesamt soll er 30 Briefwahlumschläge geöffnet und Stimmzettel zugunsten seiner Frau sowie seiner eigenen Kandidatur verändert haben. Beschädigte Umschläge soll er anschließend durch Blanko-Umschläge ersetzt haben.

Die Staatsanwaltschaft hat ihn in 35 Fällen wegen Wahlfälschung angeklagt. Nach ihren Angaben räumte er die Vorwürfe vollständig ein. Ein rechtskräftiges Urteil steht allerdings noch aus; der Prozess soll am 3. November 2026 beginnen.

Der Fall wirft damit eine grundsätzliche Frage auf: Wie sicher sind Briefwahlunterlagen eigentlich, wenn sie bereits abgegeben wurden, aber noch nicht ausgezählt sind?

Wahlpanne

Wahlfälschung vs. Wahlpannen

Magdeburg, 26.8. 2026 - 440 Briefwahlunterlagen doppelt verschickt 

Neue Fragen zur Briefwahl wirft nun der Fall Magdeburg auf: Dort wurden versehentlich 440 Briefwahlunterlagen doppelt verschickt. Die Stadt erklärte die ursprünglichen Wahlscheine für ungültig und stellte den Betroffenen neue Unterlagen mit neuen Nummern aus. Eine absichtliche Manipulation ist bislang nicht bekannt.

Für Irritationen sorgt jedoch der Umgang mit den überzähligen Unterlagen. Medienberichten zufolge wurden die Bürger aufgefordert, die zusätzlichen Stimmzettel „einfach selbst zu vernichten“. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie lässt sich kontrollieren, ob diese Unterlagen tatsächlich vernichtet wurden?

Genau hier liegt ein Problem der Nachvollziehbarkeit. Wenn ungültige Wahlunterlagen außerhalb des unmittelbaren Zugriffs der Wahlbehörden verbleiben, bleibt letztlich Vertrauen statt Kontrolle. Für eine Wahl sollte jedoch gelten: Jede ausgegebene Stimme muss eindeutig nachvollziehbar sein – auch dann, wenn ein Wahlschein nachträglich für ungültig erklärt wird.

Der Fall Magdeburg ist damit zwar kein nachgewiesener Fall von Wahlmanipulation, zeigt aber eine Schwachstelle, die bei der Diskussion über die Sicherheit der Briefwahl nicht ausgeblendet werden sollte.

weiter geht's...

Nach Magdeburg folgt die nächste Panne: Auch in Halle wurden Briefwahlunterlagen doppelt verschickt. Betroffen sind dort 1.184 Sendungen. Ursache soll ein technischer Fehler bei einem externen Dienstleister gewesen sein. Zusammen mit den 440 Fällen in Magdeburg sind damit 1.624 Doppelversendungen offiziell bestätigt.

Eine Manipulation ist bislang nicht bekannt. Die betroffenen Wahlscheine wurden für ungültig erklärt und durch neue ersetzt.

Trotzdem ist die Häufung bemerkenswert: Innerhalb kürzester Zeit treten in den beiden größten Städten Sachsen-Anhalts nahezu identische Fehler bei der Briefwahl auf. Auch wenn daraus kein Wahlbetrug folgt, stellt sich die Frage, wie zuverlässig die Abläufe tatsächlich kontrolliert werden – insbesondere dann, wenn bereits ausgestellte Unterlagen mehrfach im Umlauf sind.

Bei einer Wahl darf nicht nur das Ergebnis stimmen. Auch der Weg jeder einzelnen Stimme muss nachvollziehbar und sicher sein.

Fehlerhafte Stimmzettel, doppelt versendete Wahlscheine, fehlende Briefwahlunterlagen, falsche Wahlbenachrichtigungen sowie Pannen bei Druck, Verpackung, Software und Zustellung: Zwischen 2023 und August 2026 wurden in Deutschland mindestens 159 öffentlich dokumentierte Vorfallkomplexe im Zusammenhang mit Wahlen bekannt.

Die Fälle reichen von einzelnen fehlerhaft ausgegebenen Stimmzetteln bis hin zu umfangreichen Serienfehlern mit Hunderttausenden oder sogar Millionen betroffenen Exemplaren. In den meisten Fällen wurden die Fehler noch rechtzeitig erkannt und durch Neudruck, Ersatzlieferungen oder die Sperrung betroffener Wahlscheinnummern korrigiert.

Das bedeutet nicht automatisch Wahlfälschung. Es zeigt jedoch, wie viele technische und organisatorische Fehlerquellen bei der Durchführung von Wahlen existieren – und warum eine lückenlose Kontrolle der Wahlunterlagen unverzichtbar ist.

keine Briefwahl

Grundsätzlich keine Briefwahl machen

Wer behauptet, Wahlfälschung bei der Briefwahl habe es in Deutschland nie gegeben, liegt schlicht falsch. Es gibt mehrere belegte Fälle, von einzelnen Manipulationen bis hin zu Fällen mit zahlreichen betroffenen Stimmzetteln im großen Stil.

Die eigentliche Schwachstelle liegt vielfach bereits vor der Auszählung. Im privaten oder betreuten Umfeld kann die freie Stimmabgabe beeinflusst werden – etwa innerhalb von Familien, in Pflegeeinrichtungen oder bei persönlichen Abhängigkeitsverhältnissen.

Wahlhilfe ist grundsätzlich erlaubt, darf aber nur eine vom Wahlberechtigten selbst getroffene und geäußerte Entscheidung umsetzen. Wer dagegen ohne eine solche Entscheidung oder gegen den Willen des Wahlberechtigten abstimmt, handelt unbefugt. Wahlfälschung kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft werden; auch der Versuch ist strafbar.

Eine weitere Schwachstelle sind die Wahlunterlagen selbst. Wer fremde Vollmachten oder Briefwahlunterlagen in die Hände bekommt, kann versuchen, Einfluss auf die Stimmabgabe zu nehmen. Sobald ausgefüllte Wahlbriefe bei der Kommune eingegangen sind, muss deshalb nachvollziehbar sein, wer Zugriff auf die Unterlagen hatte und wie sie bis zur Auszählung geschützt wurden.

Besonders kritisch wird es, wenn Personen mit direktem Zugang zu Wahlbriefen oder Ersatzmaterial selbst in das Verfahren eingreifen können. Der Fall Wülfershausen zeigt, dass ein solcher Zugriff nicht nur eine theoretische Schwachstelle sein muss.

AfD Sachsen-Anhalt mit 55 Prozent

Kontrolle ist wichtig

Auch ich war bei einer Kommunalwahl offiziell als Wahlhelfer eingesetzt. Wer zum ersten Mal an einer solchen Wahl teilnimmt, dürfte überrascht sein, wie gut sich viele Mitglieder des Wahlvorstands bereits untereinander kennen. Auffällig war zudem, dass zahlreiche Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes eingeteilt waren – wohl kaum wegen der vergleichsweise geringen Aufwandsentschädigung von rund 50 Euro.

Bei der Auszählung musste ich deshalb besonders aufmerksam sein. Ich konnte deutlich erkennen, wie routiniert einige der Beteiligten mit den Abläufen umgingen. Wer nicht genau hinschaut, sich ablenken lässt oder die Vorgänge einfach laufen lässt, gibt einen Teil der Kontrolle aus der Hand.

Passt man nicht auf oder lässt sich ablenken, kann man sehr wohl die Wahl manipulieren.

Häufige Fragen zur Briefwahl und Wahlfälschung

Ist Wahlfälschung bei der Briefwahl überhaupt möglich?

Ja. Dafür gibt es in Deutschland konkrete und rechtskräftig abgeschlossene Fälle. Sie zeigen, dass Briefwahlunterlagen manipuliert oder fremde Stimmen beeinflusst werden können. Von einer flächendeckenden oder systematischen Fälschung kann daraus jedoch nicht gesprochen werden.

Wo liegen die größten Schwachstellen der Briefwahl?

Ein wesentlicher Unterschied zur Wahl im Wahllokal ist, dass die Stimmabgabe zu Hause erfolgt. Dort fehlt die unmittelbare Kontrolle durch den Wahlvorstand. Niemand kann zuverlässig feststellen, ob der Wahlberechtigte seine Entscheidung tatsächlich unbeeinflusst und selbstständig getroffen hat. Hinzu kommt der Umgang mit den Wahlunterlagen auf ihrem Weg von der Ausgabe bis zur Auszählung.

Was passiert bei nachgewiesener Wahlfälschung?

Wahlfälschung ist nach § 107a StGB eine Straftat. Darauf stehen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe. Auch der Versuch ist strafbar.

Entscheidend ist daher nicht die Frage, ob jede Briefwahl unsicher ist, sondern ob die bestehenden Kontrollmechanismen ausreichen, um Manipulationen zuverlässig zu verhindern und aufzudecken.

Ist Deutschland noch zu retten? Eine Bestandsaufnahme

Ist Deutschland noch zu retten? Eine Bestandsaufnahme

Ist Deutschland noch zu retten

Ist Deutschland noch zu retten?

Es wird immer absurder mit den Entscheidungen der aktuellen  Bundesregierung.
Es soll zukünftig eine "Zuckersteuer" eingeführt werden. Selbst auf zuckerfreie Getränke, wie Coca Cola ZERO.

Allein das ist schon absurd. Doch warum macht diese linksgrüne Regierung das?

  • der Bundeshaushalt reicht nicht mehr aus alle Ausgaben zu decken
  • es werden wichtige Entscheidungen mit diesen Nachrichten verdeckt durchgewunken
  • das Volk soll von allen anderen Problemen abgelenkt werden

Diese Gründe haben sich in der Vergangenheit immer wieder bestätigt.

Nur wie sind wir in eine solche prekäre Situation überhaupt gekommen? 

ungesicherte Grenzen

Hauptgrund ist die ungesteuerte Flüchtlingsaufnahme

2015 hat die Bundesregierung unter Angela Merkel eine migrationspolitische Entscheidung getroffen, deren Folgen Deutschland bis heute nicht bewältigt hat. Seitdem wurde ein System geschaffen, das aus meiner Sicht vor allem eines signalisiert: Wer es nach Deutschland schafft, hat gute Chancen zu bleiben.

Ein erhebliches Problem sind dabei fehlende oder nicht eindeutig überprüfbare Identitätsnachweise. Wer ohne gültige Papiere einreist, macht eine spätere Rückführung erheblich schwieriger. Und selbst wenn ein Asylantrag abgelehnt wird, bedeutet das in Deutschland keineswegs automatisch, dass die betroffene Person das Land auch tatsächlich verlassen muss.

Genau hier liegt der entscheidende Schwachpunkt.

Deutschland kann Gesetze beschließen, Ausreisepflichten feststellen und Abschiebungen anordnen. Wenn diese Entscheidungen anschließend aber nur unzureichend umgesetzt werden, wird aus geltendem Recht letztlich ein zahnloses Versprechen.

Hinzu kommt das europäische Dublin-System. Menschen reisen häufig durch mehrere sichere Staaten, bevor sie Deutschland erreichen. Eigentlich sollte klar geregelt sein, welcher Staat für das Asylverfahren zuständig ist. In der Praxis funktioniert dieses System jedoch seit Jahren nur eingeschränkt.

Und warum sollte Deutschland unter diesen Bedingungen nicht attraktiv sein?

Ein leistungsfähiger Sozialstaat, medizinische Versorgung, Unterkunft und Unterstützung während des Verfahrens, langwierige rechtliche Verfahren und zahlreiche praktische Hindernisse bei Rückführungen ergeben zusammen ein System, das einen erheblichen Anreiz schaffen kann, Deutschland als Zielland zu wählen.

Das Problem ist deshalb nicht allein die Migration. Das Problem ist ein Staat, der seine eigenen Regeln nicht konsequent durchsetzt.

Wer illegal einreist, darf nicht automatisch damit rechnen können, dauerhaft in Deutschland zu bleiben. Wer keinen Schutzanspruch besitzt und dessen Ausreisepflicht rechtskräftig festgestellt wurde, muss grundsätzlich auch tatsächlich ausreisen.

Andernfalls wird die Botschaft immer dieselbe bleiben:

Die Grenze ist zu überwinden – und selbst eine Ablehnung bedeutet noch lange nicht, dass Deutschland wieder verlassen werden muss.

Das ist keine konsequente Migrationspolitik. Das ist politische Handlungsunfähigkeit.

Wenn Deutschland seine Migrationspolitik wirklich ändern will, braucht es deshalb keine weiteren Sonntagsreden, Symbolmaßnahmen oder immer neue Gesetzespakete. Es braucht Kontrolle, schnelle Verfahren und vor allem die konsequente Durchsetzung der bestehenden Regeln.

Denn ein Rechtsstaat, der seine eigenen Entscheidungen nicht durchsetzen kann, verliert irgendwann nicht nur die Kontrolle über seine Migration, sondern auch das Vertrauen seiner eigenen Bürger.

Deutschland

Was kostet uns die Asylantenschwemme?

Ich habe mir die Mühe gemacht die einzelnen Kosten aus der Seite des Bundesfinanzministeriums zu finden.
Hier sehen wir die einzelnen Ausgabepunkte für das Jahr 2025.

Heraus stechen die 27.700.000.000 Euro für "Bürgergeld" und die Ausgaben nur für die Unterkunft von 13.145.000.000 Euro.
Sprachförderung schlägt mit 400.000.000 Euro zu Buche.

Dieses Paket für Asylanten kostet dem Steuerzahler allein knapp 52.000.000.000 Euro. 52 Milliarden !!!!

Hinzu kommen ja noch die Kosten der Gesundheitsversorgung in Höhe des zurzeit bekannten Defizits von knapp 15.000.000.000 durch Bürgergeldempfänger.

So kommen wir auf eine unglaublich Summe von 67.000.000.000 Euro!

Wohnungsnot

Wohnungsmarkt – Politik gegen die eigenen Bürger

Vor 2015 war Wohnraum in vielen deutschen Städten bereits knapp. Heute ist daraus eine handfeste Wohnungskrise geworden. Bezahlbare Wohnungen sind Mangelware, die Mieten steigen seit Jahren und für viele junge Familien bleibt der Traum von den eigenen vier Wänden unerreichbar.

Diese Entwicklung ist kein Naturereignis. Sie ist das Ergebnis politischer Entscheidungen.

Der Staat nimmt Jahr für Jahr hunderttausende Menschen zusätzlich auf, obwohl schon längst nicht genügend Wohnraum für die eigene Bevölkerung vorhanden ist. Gleichzeitig verpflichten sich Städte und Gemeinden, Unterkünfte bereitzustellen und Wohnungen anzumieten. Das erhöht den Druck auf einen ohnehin angespannten Wohnungsmarkt.

Während Arbeitnehmer, Familien, Auszubildende und Rentner monatelang nach einer bezahlbaren Wohnung suchen, finanziert der Staat mit Milliardenbeträgen die Unterbringung von Asylsuchenden. Wer die Rechnung bezahlt, ist wie so oft der Steuerzahler.

Die Folgen sind längst sichtbar: steigende Mieten, immer weniger verfügbarer Wohnraum und Kommunen, die mit der Unterbringung überfordert sind.

Auch der Erwerb von Wohneigentum wird politisch immer schwieriger. Hohe Grunderwerbsteuern, ständig neue Bauvorschriften, energetische Sanierungspflichten und eine wachsende Abgabenlast treiben die Kosten immer weiter in die Höhe. Eigentum wird damit für viele Bürger vom Lebensziel zur Illusion.

Ein Staat, der Milliarden für immer neue Aufgaben ausgibt, seinen eigenen Bürgern aber keine bezahlbare Wohnung mehr ermöglichen kann, setzt aus meiner Sicht die falschen Prioritäten.

Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen eines Menschen. Wenn arbeitende Familien trotz festen Einkommens keine Wohnung mehr finden oder sich kein Eigentum mehr leisten können, dann hat die Politik ihre Kernaufgabe verfehlt.

Ein Staat sollte zuerst die Interessen seiner eigenen Bevölkerung sichern. Wer stattdessen die Wohnungsnot Jahr für Jahr verschärft, braucht sich über Frust und Politikverdrossenheit nicht zu wundern.

Steuern auf Steuern

Steuern auf Steuern?

Das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof stufen dies nicht als unzulässige Doppelbesteuerung ein, weil es sich um zwei völlig unterschiedliche Steuern handelt (eine Verbrauchssteuer des Bundes für ein Produkt und eine allgemeine Umsatzsteuer).
In solchen Fällen bezieht sich die Regierung gern auf EU-Recht. So kann sie den "schwarzen Peter" an die EU schieben.

Die Beispielrechnung beschreibt die Doppelbesteuerung an der Tankstelle. 
Allein die Tatsache, dass wir in diesem Fall 7,10 Euro für eine "Luftsteuer" bezahlen müssen, schlägt dem Fass den Boden aus.

Die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer (auch Umsatzsteuer genannt) erhält in Deutschland der Staat, wobei das Geld über das Finanzamt an den Bund, die Länder und die Gemeinden verteilt wird.
Genau deshalb hat die Regierung überhaupt kein Interesse daran den Kraftstoffpreis zu senken.

Energiewende

"Eneriewende"

Als technisch und mathematisch denkender Mensch ist die Entwicklung unserer Energieversorgung für mich nur schwer nachvollziehbar.

Wie kann man eine über Jahrzehnte gewachsene und zuverlässig funktionierende Energieversorgung derart leichtfertig aufs Spiel setzen?

Deutschland war lange Zeit in der Lage, einen großen Teil seiner Energieversorgung selbst sicherzustellen. Wir verfügen über erhebliche Kohlereserven und hätten auch Möglichkeiten zur heimischen Erdgasförderung. Dennoch werden entsprechende Projekte politisch immer wieder ausgebremst.

Besonders unverständlich ist für mich die Entscheidung, die letzten Kernkraftwerke abzuschalten. Eine Technologie, die zuverlässig große Mengen Strom liefern konnte, wurde politisch beendet, obwohl gleichzeitig immer deutlicher wurde, wie schwierig es ist, eine stabile Stromversorgung allein mit Wind- und Photovoltaikanlagen sicherzustellen.

Stattdessen wird massiv in Windkraft und Photovoltaik investiert. Das Problem dabei ist nicht die einzelne Anlage, sondern die fehlende Planbarkeit: Wind und Sonne liefern Strom nicht dann, wenn wir ihn benötigen, sondern dann, wenn die Wetterbedingungen es zulassen. Dieser sogenannte „Flatterstrom“ muss deshalb durch Speicher, flexible Kraftwerke, Netze oder Stromimporte ausgeglichen werden.

Auch bei der Photovoltaik entsteht für mich zunehmend der Eindruck, dass es längst nicht mehr ausschließlich um eine möglichst effiziente Energieversorgung geht. Durch staatliche Förderung werden Märkte geschaffen und Investitionen angereizt. Wo hohe Subventionen fließen, entsteht zwangsläufig auch ein erhebliches wirtschaftliches Interesse.

Und dann kommt noch der politisch vorangetriebene Wechsel vom Verbrennungsmotor zum Elektroauto hinzu. Auch hier wird eine komplexe technische und wirtschaftliche Frage zunehmend zu einer ideologischen Grundsatzentscheidung gemacht.

Für mich ist das eigentliche Problem deshalb nicht die einzelne Technologie. Es ist die fehlende technische Gesamtrechnung. Eine moderne Industrienation benötigt eine Energieversorgung, die zuverlässig, bezahlbar, planbar und jederzeit verfügbar ist.

Wer funktionierende Systeme abschaltet, bevor gleichwertiger Ersatz zuverlässig zur Verfügung steht, handelt aus meiner Sicht nicht nach technischen Grundsätzen, sondern nach politischen Vorstellungen.

Energieversorgung ist jedoch keine Glaubensfrage. Physik lässt sich nicht per Gesetz ändern.

gesundheitssystem

Krankes Gesundheitssystem und Migration

Unser Gesundheitssystem steht seit Jahren unter erheblichem Druck. Die Beiträge steigen, medizinisches Personal fehlt, Facharzttermine werden schwerer verfügbar und Krankenhäuser kämpfen mit steigenden Kosten. Gleichzeitig wächst der finanzielle Druck auf die gesetzlichen Krankenkassen.

Vor diesem Hintergrund muss auch die Frage erlaubt sein, welche zusätzlichen Belastungen durch Migration und insbesondere durch die Versorgung von Asylsuchenden entstehen und wer diese Kosten tatsächlich trägt.

Asylsuchende haben während des laufenden Verfahrens grundsätzlich Anspruch auf medizinische Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Finanzierung erfolgt dabei nicht einfach aus den normalen Beiträgen der gesetzlichen Krankenversicherung, sondern überwiegend über öffentliche Mittel. Trotzdem entstehen dem Staat erhebliche Kosten, die letztlich aus Steuergeldern finanziert werden müssen.

Das Problem ist für mich weniger, dass Menschen in medizinischen Notlagen behandelt werden. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Problematisch wird es dort, wo die Politik zusätzliche Leistungen und Verpflichtungen übernimmt, ohne offen und ehrlich darzustellen, welche langfristigen finanziellen Folgen daraus entstehen.

Deutschland hat bereits Schwierigkeiten, die medizinische Versorgung der eigenen Bevölkerung zuverlässig und bezahlbar zu gewährleisten. Gleichzeitig werden immer neue Aufgaben übernommen und zusätzliche Menschen versorgt.

Wer diese Entwicklung politisch will, muss auch die Finanzierung transparent erklären.

Krankenkassen, Beiträge und die Kosten der Migration

Besonders ärgerlich wird es für mich, wenn gleichzeitig über steigende Krankenkassenbeiträge und Milliardenlöcher im Gesundheitssystem gesprochen wird, während die zusätzlichen Kosten der Migration nicht transparent und vollständig dort ausgewiesen werden, wo sie tatsächlich entstehen.

Immer wieder wird eine Summe von rund 10 Milliarden Euro genannt, die im Zusammenhang mit der gesundheitlichen Versorgung von Asylsuchenden und der daraus entstehenden Belastung der gesetzlichen Krankenversicherung steht.

Besonders schwer nachvollziehbar finde ich die Situation von Familien. Eine beitragsfreie Familienversicherung gibt es in der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich weiterhin unter bestimmten Voraussetzungen. Es ist also nicht richtig, pauschal zu behaupten, jede verheiratete Hausfrau müsse heute automatisch 250 Euro monatlich für die Krankenversicherung bezahlen. Aber genau solche Veränderungen bei Beiträgen und Leistungsansprüchen müssen transparent erklärt werden.

Noch komplizierter wird das System durch zwischenstaatliche Sozialversicherungsabkommen. Je nach Herkunftsland, Versicherungsstatus und persönlicher Situation können Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen in die Absicherung einbezogen werden. Für den normalen Bürger ist dieses System kaum noch nachvollziehbar.

Und genau hier liegt für mich das eigentliche Problem:

Der deutsche Beitragszahler bekommt ständig erklärt, dass das Geld für das Gesundheitssystem knapp ist. Gleichzeitig existieren zahlreiche Sonderregelungen, staatliche Finanzierungen und internationale Vereinbarungen, deren tatsächliche Kosten für den einzelnen Beitragszahler kaum transparent sind.

Das kann auf Dauer kein vernünftiges Finanzierungssystem sein.

Wer von den Bürgern immer höhere Beiträge verlangt, muss ihnen auch erklären, wo dieses Geld landet, wer welche Leistungen erhält und warum bestimmte Kosten nicht vollständig aus Steuermitteln, sondern über die Sozialversicherung getragen werden.

Für mich ist das keine Frage von Ausländerfeindlichkeit oder fehlender Solidarität. Es ist eine Frage der Prioritäten, der Transparenz und der finanziellen Belastbarkeit unseres Sozialstaates.

Ein Staat darf von seinen Bürgern Solidarität verlangen. Er muss dann aber auch ehrlich sagen, was diese Solidarität kostet und wer am Ende die Rechnung bezahlt.

Korruption in der Ukraine

Kanzler der Ukraine?

Deutschland hat der Ukraine seit Beginn des russischen Kriegs im Februar 2022 insgesamt mehr als 100 Milliarden Euro an bilateraler ziviler und militärischer Unterstützung geleistet oder für die kommenden Jahre zugesagt.

Milliarden für das Ausland – und wer denkt an Deutschland?

Wer hat der Bundesregierung eigentlich das Mandat erteilt, Milliarden Euro deutschen Steuergeldes in alle Welt zu verteilen, während im eigenen Land immer mehr Probleme ungelöst bleiben?

Hat der Bürger jemals darüber abgestimmt? Wurde der Steuerzahler gefragt, ob er bereit ist, immer neue Milliarden für andere Staaten aufzubringen, während Rentner Flaschen sammeln, Familien kaum noch ihre Heizkosten bezahlen können und Kommunen finanziell am Limit arbeiten?

Die Bundesregierung entscheidet über Summen, die sich der normale Arbeitnehmer kaum noch vorstellen kann. Milliarden hier, Milliarden dort – als wäre das Geld beliebig verfügbar. Tatsächlich stammt jedoch jeder einzelne Euro von den Bürgern dieses Landes.

Gleichzeitig wird den Deutschen erklärt, für bessere Renten, niedrigere Krankenkassenbeiträge, den Erhalt von Krankenhäusern, den Ausbau der Infrastruktur oder die Sanierung maroder Schulen sei angeblich kein Geld vorhanden.

Diese Prioritätensetzung ist für viele Menschen nicht mehr nachvollziehbar.

Deutschland unterstützt die Ukraine in großem Umfang – militärisch, finanziell und humanitär. Über die Höhe dieser Hilfen wird öffentlich diskutiert. Weniger diskutiert wird jedoch die Frage, wie lange sich Deutschland diese Politik angesichts der eigenen wirtschaftlichen und sozialen Probleme noch leisten kann.

Ein Staat hat in erster Linie eine Verantwortung gegenüber seinen eigenen Bürgern.

Wer immer neue Milliarden im Ausland ausgibt, während im Inland Straßen verfallen, Brücken gesperrt werden, das Gesundheitssystem unter Druck steht, die Renten kaum zum Leben reichen und die Abgabenlast ständig steigt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er seine politischen Prioritäten noch richtig setzt.

Solidarität darf keine Einbahnstraße sein.

Ein Staat, der seinen Bürgern ständig erklärt, sie müssten verzichten, sparen und höhere Abgaben akzeptieren, gleichzeitig aber Milliarden für Projekte außerhalb der eigenen Landesgrenzen bereitstellt, verliert zwangsläufig an Glaubwürdigkeit.

Die Aufgabe einer Bundesregierung besteht zuerst darin, Schaden vom eigenen Volk abzuwenden und für Wohlstand, Sicherheit und eine funktionierende Infrastruktur im eigenen Land zu sorgen. Erst wenn diese Aufgaben erfüllt sind, kann über milliardenschwere Hilfen für andere Staaten gesprochen werden.

Viele Bürger haben heute den Eindruck, dass genau diese Reihenfolge längst auf den Kopf gestellt wurde.

Deshalb wünsche ich der AfD für die kommenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin viel Erfolg. Ich hoffe insbesondere, dass sie in Sachsen-Anhalt erstmals die Regierungsverantwortung übernehmen kann.

Aus meiner Sicht braucht Deutschland einen grundlegenden politischen Kurswechsel. Nur wenn bestehende Fehlentwicklungen konsequent korrigiert werden, besteht die Chance, die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Probleme unseres Landes nachhaltig zu lösen.

Es ist höchste Zeit für einen politischen Neuanfang.

Holzarten im Vergleich: Haltbarkeit, Eigenschaften und Verwendung

Holzarten im Vergleich: Haltbarkeit, Eigenschaften und Verwendung

ein etwas längerer Beitrag

Holzarten werden tausendfach im Netz beschrieben. Haltbarkeit, Bearbeitung, Einsatzbereiche und Wetterbeständigkeit sind offenbar die Hauptkriterien.
Genau wie viele andere Materialien werden Vergleiche aufgestellt, die meistens im Labor oder unter besten Bedingungen bewertet werden. Die Wirklichkeit sieht meist anders aus.
Und ja, es gibt Holzarten, die wirklich sehr gut für den Einsatz im Außenbereich geeignet sind. Doch diese werden mittlerweile verteufelt. Nicht weil diese gefährlich oder nicht umweltverträglich sind sondern weil diese angeblich nach Abbau in den jeweiligen Heimatländern der Holzarten das Klima schädigen würden.
Für solche Zwecke wurden sogenannte "Holzqualitätssiegel" erfunden um den Verbraucher auf solche "Gefahren" hinzuweisen. Das für uns bekannteste ist FSC (Forest Stewardship Council). Dann gibt es noch andere, wie PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification), Blauer Engel oder auch EU-Ecolabel.

Aber: Bei Nachhaltigkeitssiegeln wie dem FSC betreffen vor allem gefälschte Lieferkettennachweise, illegale Abholzungen trotz "grünem" Stempel sowie das bewusste Deklarieren von konventioneller Ware als zertifiziert. Schätzungen von Umweltorganisationen wie Earthsight gehen davon aus, dass jährlich weltweit Produkte im Wert von Milliarden Euro fälschlicherweise mit Nachhaltigkeitssiegeln gehandelt werden.

Aber da werde ich nicht weiter eingehen sondern ganz einfach aus meinen Erfahrungen mit verschiedenen Holzarten bei Projekten im Holzwerkerbereich berichten
Ja, und sicher ist, dass ich aufgrund all dieser (aus meiner Sicht) falschen Informationen Holz gekauft und verarbeitet habe, welches für den eigentlichen Zweck gar nicht tauglich war.
Zunächst beschreibe ich kurz mehrere heimische Holzarten und natürlich meine meist eingesetzten tropischen Hölzer. Ganz am Ende kann jeder meine persönliche Erfahrungen kennen lernen.

heimische Bäume

Holzarten im Vergleich: Haltbarkeit, Eigenschaften und Verwendung

Holz ist ein faszinierender Werkstoff: natürlich, vielseitig, langlebig und zugleich relativ leicht zu bearbeiten. Ob Dachstuhl, Parkett, Möbel, Fassade, Gartenhaus oder Terrasse – für nahezu jeden Einsatzbereich gibt es geeignete Holzarten. Doch die Unterschiede zwischen den einzelnen Hölzern sind erheblich.

Fichte ist leicht und vielseitig, Eiche ist hart und robust, Robinie überzeugt durch ihre außergewöhnliche natürliche Dauerhaftigkeit. Bei Terrassen und Außenkonstruktionen werden außerdem tropische Harthölzer wie Bangkirai, Kambala und Meranti eingesetzt.

Welche Holzart die richtige ist, hängt deshalb nicht nur von der Optik ab. Entscheidend sind unter anderem Härte, Festigkeit, Gewicht, Bearbeitbarkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit, natürliche Dauerhaftigkeit, Verwendungszweck und Herkunft.

Dieser Überblick stellt wichtige heimische und tropische Holzarten vor und zeigt, welche Eigenschaften sie besitzen und wofür sie sich besonders eignen.

verfaultes Holz

Was bedeutet „Haltbarkeit“ bei Holz?

Bei Holz wird häufig von „Haltbarkeit“ gesprochen. Fachlich ist meist die natürliche Dauerhaftigkeit gemeint. Sie beschreibt vor allem die Widerstandsfähigkeit des Kernholzes gegenüber holzzerstörenden Pilzen; je nach Holzart spielen auch Insekten eine Rolle.

Die europäische Norm DIN EN 350 unterscheidet fünf Dauerhaftigkeitsklassen:

Klasse Bedeutung
1 sehr dauerhaft
2 dauerhaft
3 mäßig dauerhaft
4 wenig dauerhaft
5 nicht dauerhaft

Die Einteilung ist allerdings kein Versprechen einer bestimmten Lebensdauer. Tatsächlich hängt die Lebensdauer eines Holzbauteils auch von Konstruktion, Feuchtigkeit, Witterung, Holzqualität, Pflege und Einbausituation ab. 

Das bedeutet beispielsweise: Selbst ein sehr dauerhaftes Holz kann vorzeitig geschädigt werden, wenn Wasser dauerhaft stehen bleibt oder das Holz ständig feucht bleibt.

Holzarten

Fichte – leicht, günstig und vielseitig

Fichte gehört zu den wichtigsten heimischen Nutzhölzern und ist aus dem Bauwesen kaum wegzudenken.
Das Holz ist leicht, weich, hell und relativ elastisch. Es lässt sich gut sägen, hobeln, bohren und verschrauben. Durch sein günstiges Verhältnis zwischen Gewicht und Festigkeit eignet es sich hervorragend für konstruktive Anwendungen.
Typische Einsatzbereiche sind:

  • P
    Dachstühle
  • P
    Balken und Sparren
  • P
    Holzrahmenbau
  • P
    Innenausbau
  • P
    Möbel
  • P
    Wand- und Deckenverkleidungen

Die natürliche Dauerhaftigkeit ist allerdings relativ gering. Fichte gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 4 und ist deshalb für dauerhaft ungeschützte Außenanwendungen weniger geeignet.

Eigenschaften: leicht, hell, weich, gut bearbeitbar
Haltbarkeit: gering
Einsatz: vor allem Konstruktion und Innenbereich

Holzarten

Tanne – hell, harzarm und gut zu verarbeiten

Tannenholz ähnelt der Fichte in vielen Eigenschaften. Es ist leicht, weich, hell und relativ gleichmäßig strukturiert. Im Gegensatz zur Fichte ist Tanne vergleichsweise harzarm.
Tannenholz wird hauptsächlich im Bauwesen und Innenausbau verwendet. Auch für Holzwerkstoffe und bestimmte Verpackungen kommt es zum Einsatz.
Für den ungeschützten Außenbereich ist Tanne aufgrund ihrer geringen natürlichen Dauerhaftigkeit nur eingeschränkt geeignet.
Beim Holzhändler muss man bei Bedarf ausdrücklich danach fragen.

Eigenschaften: leicht, weich, harzarm, gleichmäßig
Haltbarkeit: gering
Einsatz: Bauholz, Innenausbau und Holzwerkstoffe

Holzarten

Kiefer – harzreich und charaktervoll

Kiefernholz ist ein vielseitiges Nadelholz mit markanter Maserung. Das Holz ist relativ leicht, aber etwas härter als Fichte und Tanne. Charakteristisch ist der relativ hohe Harzgehalt.
Kiefer lässt sich gut bearbeiten und wird beispielsweise verwendet für:

  • P
    Möbel
  • P
    Fenster und Türen
  • P
    Fußböden
  • P
    Innenausbau
  • P
    Dachkonstruktionen
  • P
    Gartenkonstruktionen

Die natürliche Dauerhaftigkeit liegt ungefähr im mittleren Bereich. Kiefer kann deshalb unter geeigneten Bedingungen auch im Außenbereich eingesetzt werden, benötigt dort jedoch einen entsprechenden konstruktiven Schutz.
Eigenschaften: harzreich, relativ leicht, gut bearbeitbar
Haltbarkeit: mittel
Einsatz: Möbel, Bauholz, Fenster und Türen

Holzarten

Lärche – eingeschränktes Holz für draußen

Lärchenholz ist eines der bekanntesten heimischen Hölzer für Außenanwendungen. Es ist harzreich, fest und relativ widerstandsfähig gegenüber Witterung.
Besonders charakteristisch ist die rötlich-braune Farbe. Unter Bewitterung verändert sich die Oberfläche und kann eine silbergraue Patina entwickeln.
Lärche wird häufig eingesetzt für:

  • P
    Terrassen
  • P
    Fassaden
  • P
    Balkone
  • P
    Fenster
  • P
    Gartenhäuser
  • P
    Außenverkleidungen

Die Dauerhaftigkeit wird je nach Einordnung und Herkunft typischerweise im Bereich 3 bis 4 angegeben; andere praxisbezogene Einstufungen bewerten geeignetes Lärchenkernholz günstiger. Deshalb sollte bei konkreten Bauprodukten immer die jeweilige Holzqualität und Herkunft betrachtet werden.

Eigenschaften: harzreich, fest, eingeschränkt witterungsbeständig
Haltbarkeit: mäßig bis vergleichsweise gut
Einsatz: Fassaden, Terrassen und Außenbau

Holzarten

Douglasie – guter Kompromiss für den Außenbereich

Douglasie stammt ursprünglich aus Nordamerika, wird inzwischen aber auch in Europa angebaut. Sie ist fest, relativ leicht und harzreich und besitzt eine warme, rötlich-braune Färbung.
Aufgrund ihrer technischen Eigenschaften wird Douglasie häufig für Außenkonstruktionen verwendet.
Typische Einsatzgebiete sind:

  • P
    Terrassen
  • P
    Fassaden
  • P
    Balkone
  • P
    Carports
  • P
    Gartenhäuser
  • P
    Holzbau

Douglasie wird häufig als Alternative zu importierten Harthölzern eingesetzt. Bei der natürlichen Dauerhaftigkeit ist allerdings zwischen verschiedenen Qualitäten und dem Anteil an Kern- und Splintholz zu unterscheiden.

Eigenschaften: fest, relativ leicht, harzreich, rötlich
Haltbarkeit: mäßig bis mittel
Einsatz: Außenbau, Fassaden und Terrassen

Holzarten

Eiche – hart, robust und langlebig

Eiche ist eines der wichtigsten europäischen Laubhölzer. Sie ist hart, schwer, fest und relativ dauerhaft. Die markante Maserung macht sie darüber hinaus zu einem ausgesprochen beliebten Gestaltungsmaterial.
Eichenholz wird verwendet für:

  • P
    Möbel
  • P
    Parkett
  • P
    Treppen und Türen
  • P
    Arbeitsplatten
  • P
    Fassaden und Fachwerk
  • P
    hochwertige Konstruktionen

Eichenkernholz wird in der klassischen Einordnung häufig der Dauerhaftigkeitsklasse 2 zugeordnet. Neuere Untersuchungen weisen allerdings darauf hin, dass die tatsächliche Dauerhaftigkeit unter bestimmten realistischen Außenbedingungen geringer sein kann. Die konkrete Einbausituation ist deshalb entscheidend.

Eigenschaften: hart, schwer, fest, markante Maserung
Haltbarkeit: dauerhaft
Einsatz: Möbel, Böden, Treppen und ausgewählte Außenanwendungen

Holzarten

Buche – hart und belastbar, aber nicht für draußen

Buchenholz ist eines der wichtigsten heimischen Laubhölzer. Es ist hart, schwer und sehr belastbar und besitzt eine relativ gleichmäßige, helle Struktur.
Besonders beliebt ist Buche für:

 

  • P
    Möbel
  • P
    Stühle und Tische
  • P
    Treppen
  • P
    Parkett
  • P
    Küchenutensilien
  • P
    Innenausbau

Trotz ihrer hohen Härte ist Buche im Außenbereich wenig dauerhaft. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Härte und Dauerhaftigkeit nicht dasselbe sind. Ein hartes Holz muss nicht automatisch witterungsbeständig sein.

Eigenschaften: hart, schwer, belastbar, gleichmäßig
Haltbarkeit: gering im Außenbereich
Einsatz: Möbel und Innenausbau

Holzarten

Esche – elastisch und zäh

Eschenholz ist besonders für seine Zähigkeit, Elastizität und hohe Belastbarkeit bekannt. Die markante Maserung macht es gleichzeitig zu einem attraktiven Möbelholz.
Esche wird unter anderem verwendet für:

  • P
    Möbel
  • P
    Werkzeugstiele
  • P
    Sportgeräte
  • P
    Parkett
  • P
    Furniere
  • P
    Innenausbau

Für dauerhaft witterungsbeanspruchte Konstruktionen ist Esche dagegen nicht besonders geeignet.

Eigenschaften: hart, zäh, elastisch, stoßfest
Haltbarkeit: gering im Außenbereich
Einsatz: Möbel, Werkzeuge und Sportgeräte

Holzarten

Robinie – eines der dauerhaftesten europäischen Hölzer

Robinienholz gehört zu den interessantesten heimischen Alternativen zu tropischen Harthölzern.
Das Holz ist sehr hart, zäh, elastisch und witterungsbeständig. Das Kernholz der Robinie wird nach DIN EN 350 in die Dauerhaftigkeitsklassen 1 bis 2 eingeordnet. Damit gehört es zu den dauerhaftesten Hölzern aus europäischem Anbau.
Robinie eignet sich deshalb hervorragend für:

  • P
    Terrassen
  • P
    Zäune
  • P
    Pfosten und Spielplatzgeräte
  • P
    Gartenmöbel
  • P
    Außenkonstruktionen
  • P
    Anwendungen mit Erd- oder Feuchtigkeitskontakt

Ein weiterer Vorteil: Robinie kann eine interessante europäische Alternative zu importierten Tropenhölzern darstellen.

Eigenschaften: sehr hart, zäh, elastisch, äußerst dauerhaft
Haltbarkeit: sehr hoch
Einsatz: besonders Außenbereich und Gartenbau

Holzarten

Kambala – robustes afrikanisches Hartholz

Kambala, auch als Iroko bezeichnet, stammt überwiegend aus West- und Zentralafrika. Botanisch wird es der Gattung Milicia zugeordnet.
Das Holz besitzt eine gelblich-braune bis olivbraune Färbung und dunkelt mit der Zeit nach. Es ist relativ schwer und hart, gleichzeitig aber gut für verschiedene Anwendungen im Innen- und Außenbereich geeignet.
Besonders interessant ist die natürliche Dauerhaftigkeit. Iroko/Kambala wird in aktuellen Tabellen zur natürlichen Dauerhaftigkeit in die Klasse 1–2 eingeordnet.
Dadurch eignet sich Kambala unter anderem für:

  • P
    Terrassen
  • P
    Fassaden
  • P
    Fenster und Türen
  • P
    Gartenmöbel
  • P
    Außenkonstruktionen
  • P
    teilweise Bootsbau

Kambala wird gelegentlich als Alternative zu Teak betrachtet. Bei der Auswahl sollte allerdings auf Qualität, Herkunft und nachhaltige Beschaffung geachtet werden.

Eigenschaften: hart, dauerhaft, relativ schwer, gelblich bis olivbraun
Haltbarkeit: hoch bis sehr hoch
Einsatz: Außenbereich, Fenster, Fassaden und hochwertige Innenanwendungen

Holzarten

Meranti – nicht gleich Meranti

Meranti ist ein besonders interessantes Beispiel dafür, warum man bei Tropenhölzern genau hinschauen sollte.
Der Handelsname Meranti bezeichnet nicht eine einzige Holzart, sondern verschiedene Hölzer aus Südostasien. Je nach Art und Rohdichte können sich Eigenschaften und Dauerhaftigkeit erheblich unterscheiden. Entsprechend lässt sich nicht für jedes „Meranti“ pauschal dieselbe Dauerhaftigkeitsklasse nennen.
Besonders bekannt ist Dark Red Meranti. Schwerere Qualitäten können eine deutlich höhere Dauerhaftigkeit besitzen; eine aktuelle Übersicht führt Dark Red Meranti mit einer Rohdichte über 670 kg/m³ in Klasse 3.
Meranti wird unter anderem eingesetzt für:

  • P
    Furniere
  • P
    Fassaden
  • P
    Fenster und Türen
  • P
    Gartenmöbel
  • P
    Innenausbau
  • P
    teilweise Außenkonstruktionen

Meranti lässt sich vergleichsweise gut sägen, hobeln und bearbeiten und besitzt eine attraktive rötlich-braune Färbung.
Bei Meranti sollte man deshalb beim Kauf möglichst genau nach Art, Herkunft, Rohdichte und Dauerhaftigkeitsklasse fragen.

Eigenschaften: je nach Art leicht bis schwer, meist gut bearbeitbar, rötlich-braune Farbtöne
Haltbarkeit: je nach Meranti-Art unterschiedlich
Einsatz: Fenster, Türen, Möbel, Innen- und teilweise Außenbereich

Holzarten

Bangkirai – Klassiker für Terrassen

Bangkirai gehört zu den bekanntesten tropischen Hölzern für Terrassen und Außenbereiche. Im Handel wird es häufig auch unter der Bezeichnung Yellow Balau angeboten.
Das Holz ist hart, schwer und widerstandsfähig. Es besitzt meist eine gelblich-braune bis braune Färbung und eine relativ gleichmäßige bis grobe Struktur.
Bangkirai beziehungsweise Yellow Balau wird in aktuellen Übersichten überwiegend der Dauerhaftigkeitsklasse 2 zugeordnet.
Typische Einsatzbereiche sind:

  • P
    Terrassendielen
  • P
    Balkone
  • P
    Stege
  • P
    Gartenmöbel
  • P
    Außenkonstruktionen
  • P
    stark beanspruchte Bodenflächen

Bangkirai ist aufgrund seiner Härte und Dauerhaftigkeit für Terrassen interessant. Allerdings bringt die hohe Härte auch einen erhöhten Bearbeitungsaufwand mit sich.

Eigenschaften: hart, schwer, dauerhaft, witterungsbeständig
Haltbarkeit: hoch
Einsatz: vor allem Terrassen und Außenbereich

Holzarten

Teak – der Klassiker unter den dauerhaften Tropenhölzern

Teak ist für seine außergewöhnliche Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und Witterung bekannt. Das Holz enthält natürliche Öle und ist dadurch für anspruchsvolle Außenanwendungen besonders geeignet.
Traditionelle Einsatzbereiche sind:

  • P
    Terrassen
  • P
    Schiffbau
  • P
    Außenmöbel
  • P
    Gartenmöbel
  • P
    hochwertige Innenausstattung

Teak gehört zu den besonders dauerhaften Hölzern. Bei tropischen Hölzern ist allerdings die Herkunft von besonderer Bedeutung. Eine hohe technische Qualität sollte immer mit einer verantwortungsvollen Beschaffung verbunden werden.

Eigenschaften: ölhaltig, hart, dauerhaft, witterungsbeständig
Haltbarkeit: sehr hoch
Einsatz: Außenmöbel, Terrassen und Schiffbau

Heimische Hölzer oder Tropenholz?

Die Entscheidung zwischen heimischem Holz und Tropenholz ist nicht ausschließlich eine technische Frage.
Heimische Hölzer wie Eiche, Robinie, Lärche und Douglasie bieten eine große Auswahl an Eigenschaften und können für viele Außenanwendungen eingesetzt werden.

Tropische Hölzer wie Bangkirai, Kambala oder Teak können eine sehr hohe natürliche Dauerhaftigkeit und hervorragende technische Eigenschaften besitzen. Beim Kauf wird deshalb immer wieder auf eine nachvollziehbare und verantwortungsvolle Herkunft hingewiesen. In der Praxis sehe ich das allerdings deutlich kritischer. Zertifikate und Herkunftsnachweise sollen zwar Sicherheit schaffen, doch auch hier hat es in der Vergangenheit immer wieder Fälle von Missbrauch und Betrug gegeben. Blindes Vertrauen halte ich deshalb für nicht angebracht.

Im Netz finden sich zudem zahlreiche Blogs und Beiträge, die grundsätzlich auf Tropenholz verzichten und diese Holzarten teilweise pauschal schlecht darstellen. Das halte ich für eine zu einfache Betrachtungsweise bzw. recht dumm.

Ich arbeite sehr gerne mit Tropenhölzern wie Kambala, Bangkirai und Meranti. Sie besitzen Eigenschaften, die sie für bestimmte Anwendungen geradezu prädestinieren. Ein pauschaler Verzicht auf Tropenholz ist für mich deshalb nicht automatisch gleichbedeutend mit Naturschutz.

Denn eines sollte man nicht vergessen: Nicht jede Nutzung von Tropenholz ist automatisch Raubbau – genauso wenig ist jedes Zertifikat automatisch ein Garant für nachhaltige Forstwirtschaft.

Lärche - bevorzugtes Holz für den Außenbereich?

Nein!
Natürlich musste ich mich anfangs auf die Aussagen anderer verlassen, schließlich hatte ich keinerlei Ausbildung im Holzbau. Rückblickend war das – wie so oft – ein Fehler. Erst die eigenen Erfahrungen haben mir gezeigt, dass Theorie und Praxis häufig weit auseinanderliegen.

Lärche gilt zwar als eine der dauerhaftesten heimischen Holzarten und wird deshalb gerne für den Außenbereich empfohlen. Meine Erfahrungen fallen jedoch deutlich kritischer aus.

Gerade stärker dimensionierte Lärchenhölzer neigen nach einiger Zeit zu ausgeprägter Rissbildung. Dringt anschließend Wasser ein, beginnt – wie bei nahezu jeder heimischen Holzart – der natürliche Alterungs- und Zersetzungsprozess. Konstruktiver Holzschutz und geeignete Oberflächenbehandlungen können diesen Prozess zwar verlangsamen, verhindern können sie ihn jedoch nicht.

Aus meiner praktischen Erfahrung wird die Eignung von Lärche für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich häufig überschätzt. Sie ist zweifellos widerstandsfähiger als viele andere heimische Holzarten, erreicht jedoch nach meiner Auffassung nicht die Dauerhaftigkeit hochwertiger Tropenhölzer wie Bangkirai oder Kambala. Wer eine möglichst langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand erwartet, sollte diesen Unterschied berücksichtigen.

Zuletzt habe ich noch versucht einen "haltbaren" Gartentisch aus Lärche zu bauen. Er sah wirklich ganz gut aus, doch nach 2 Wintern habe ich diesen Tisch entsorgen müssen. Die Tischplatte hatte erhebliche Risse und die "Qualitätsbeschichtung" löste sich aufgrund dessen auf.
Auch die 100er Lärchepfosten unseres Gartenzaunes faulen komplett durch.

Glattkantbretter kosten beim Maß von 27x145mm ca, 8 Euro pro laufenden Meter im Baumarkt. Bei einem Holzhändler ist es preiswerter UND dort wird Qualität angeboten!

Fichte - preiswertes Holz für den Holzwerker

Fichte ist für die meisten Holzwerker das erste Holz, mit dem sie arbeiten. Das hat gute Gründe: Sie ist preiswert, leicht erhältlich, lässt sich mit nahezu allen Werkzeugen problemlos bearbeiten und verzeiht auch Anfängern den einen oder anderen Fehler. Zum Lernen und Üben ist Fichte daher hervorragend geeignet.

Ihre Schwächen werden jedoch häufig unterschätzt. Fichte arbeitet erheblich – vor allem in der Breite, abhängig von der Holzfeuchte. Maßhaltigkeit darf man von diesem Holz nicht erwarten.

Für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich halte ich Fichte deshalb für wenig geeignet. Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und die ständigen Wechsel zwischen Trockenheit und Nässe führen zwangsläufig zu Verformungen, Rissbildung und schließlich zu Fäulnis, wenn das Holz nicht konsequent konstruktiv geschützt wird.

Selbst Dreischichtplatten aus Fichte bleiben davon nicht verschont. Nach einigen Jahren im Freien zeigen sie häufig deutliche Verformungen und Wellen. Wer glaubt, Fichte sei allein durch Verleimung oder eine Mehrschichtkonstruktion dauerhaft formstabil, wird in der Praxis oft eines Besseren belehrt.

Wie bei Buchenleimholz sollte Plattenware aus Fichte schnell verarbeitet werden um nicht die Nachteile des Schüsselns zu haben.
Sollte Fichte im Außenbereich eingesetzt werden, ist eine Behandlung mit Grundierung und ausreichender Lackierung unabdingbar. Durch die Lackschicht wird das Eindringen von Wasser lange verhindert.

Fichtenleimholz 18mm stark kostet im Baumarkt sagenhafte 45 Euro / qm !!! Beim Holzhändler habe ich nie mehr als 12 Euro / qm bezahlt. Das ist einfach unglaublich; wer kauft sowas??

 

Buche -verzieht sich schon beim Hinschauen

Zu Beginn meines Hobbys wollte ich einen Werkzeugschrank aus Buche bauen. Den Bauplan hatte ich aus der Zeitschrift HolzWerken.

Das Buchenholz wurde beim Holzhändler exakt nach meinen Vorgaben aus Plattenmaterial zugeschnitten. Zu Hause stellte ich die zugeschnittenen Teile an die Wand, um am nächsten Tag mit der Bearbeitung zu beginnen.

Ein schwerer Fehler – den ich als Anfänger allerdings nicht erkennen konnte.

Am nächsten Morgen kam die böse Überraschung: Die größeren Teile, insbesondere die Türen, hatten sich massiv verzogen. Eine Korrektur war nicht mehr möglich. Der sorgfältig angefertigte Zuschnitt war damit praktisch wertlos.

Und genau hier beginnt mein Problem mit solchen Fachzeitschriften. Warum wird ein für Anfänger so entscheidender Punkt nicht erwähnt?

Wenn eine Zeitschrift den Anspruch hat, Anfänger und Fortgeschrittene anzusprechen, dann sollte sie nicht nur zeigen, wie etwas gebaut wird. Sie sollte auch auf die Fehler hinweisen, die ein Anfänger zwangsläufig machen kann. Gerade beim Massivholz gehören Lagerung, Akklimatisierung und das Verhalten des Materials zu den Grundlagen, die man wissen muss, bevor man den ersten Schnitt macht.

Stattdessen bekommt man einen schönen Bauplan, eine Materialliste und eine vermeintlich einfache Anleitung – und steht anschließend mit verzogenen Bauteilen da.

Vielleicht liegt genau darin das Problem: Ein wirklich erfahrener Holzwerker braucht solche Hinweise kaum noch. Ein Anfänger dagegen schon.

Und deshalb frage ich mich inzwischen durchaus kritisch, welchen praktischen Wert manche dieser „Anleitungen für Anfänger“ tatsächlich haben. Denn ein Bauplan, der wichtige Eigenschaften des verwendeten Materials verschweigt, ist bestenfalls unvollständig – und für einen Anfänger im schlimmsten Fall eine teure Einladung zum Scheitern.

Buche liegt als Plattenware (19 mm) im oberen Preisbereich. Zurzeit berechnet mein Holzhändler bei Abnahme einer ganzen Platte ca. 120 Euro / qm. Nur Eiche ist etwas teurer. Achtung: im Baumarkt gibt es meist nur B/B-Ware. A/A wäre ideal und die gibt es nur im Fachhandel.

Douglasie - Geheimtipp für Gläubige

Gläubige? Nun ja – man muss offenbar nur fest genug daran glauben, dass Douglasie im Außenbereich deutlich haltbarer sei als Lärche. Spätestens nach drei Jahren wird man allerdings häufig eines Besseren belehrt.

Natürlich ist Douglasie haltbarer als Fichte. Wer jedoch wirklich eine langlebige Konstruktion für den Außenbereich bauen möchte, sollte sich überlegen, ob nicht ein dauerhaftes tropisches Hartholz die bessere Wahl ist.

Ein weiteres Problem der Douglasie ist die Anzahl der Äste – zumindest bei der Ware, die man häufig im Baumarkt findet. Gerade bei anspruchsvolleren Projekten können die zahlreichen Äste die Bearbeitung erheblich erschweren und die Möglichkeiten bei der Konstruktion und Oberflächenbearbeitung einschränken.

Was die Douglasie wirklich attraktiv macht, ist vor allem der Preis. Rund 5 Euro pro laufendem Meter wirken zunächst verlockend. Ansonsten sehe ich gegenüber wirklich dauerhaften Hölzern nur wenige überzeugende Argumente.

Viele verwenden Douglasienplanken als Terrassenbelag. Ist die Terrasse dauerhaft vor Regen und Schnee geschützt, kann das durchaus einige Jahre funktionieren. Wer allerdings einen möglichst langlebigen und wartungsarmen Terrassenbelag sucht, sollte sich nach meiner Erfahrung andere Holzarten ansehen.

Meine erste Wahl wäre hier eindeutig Bangkirai. Es kostet mehr als Douglasie, bietet dafür aber eine deutlich höhere natürliche Dauerhaftigkeit und ist für den Außenbereich wesentlich besser geeignet.

Eiche - Maß aller Dinge als europäisches Holz

Eiche gilt seit jeher als eines der bevorzugten europäischen Hölzer für den Außenbereich. Auch im Möbelbau arbeite ich ausgesprochen gern damit.

Aber Vorsicht: Eiche ist nicht gleich Eiche. Es gibt verschiedene Eichenarten und erhebliche Unterschiede in Qualität, Optik und Preis. Für mich ist deutsche Eiche die erste Wahl. Als Plattenware ist sie allerdings entsprechend teuer – derzeit liegt der Preis bei knapp 145 Euro pro Quadratmeter.

Amerikanische Weißeiche ist dagegen deutlich günstiger. Wer nicht genau hinsieht und sich mit Holzarten nicht auskennt, wird den Unterschied möglicherweise zunächst kaum bemerken. Trotzdem gibt es ihn – und zwar nicht nur beim Preis.

Ich habe sowohl amerikanische Weißeiche als auch deutsche Eiche in verschiedenen Projekten verarbeitet. Beide lassen sich hervorragend bearbeiten, doch die deutsche Eiche besitzt für mich eine ganz andere Ausstrahlung. Maserung, Farbton und die gesamte Wirkung des Holzes wirken wesentlich hochwertiger und charaktervoller.

Auch bei der Dauerhaftigkeit spielt Eiche in einer eigenen Liga. Im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Holzarten ist sie für den Außenbereich ausgesprochen widerstandsfähig.

Aber auch hier gilt: „Sehr gut“ bedeutet nicht automatisch „das Beste“. Es gibt Hölzer, die Eiche hinsichtlich natürlicher Dauerhaftigkeit noch deutlich übertreffen.

Und ja – diese Hölzer kommen aus den Tropen.

Meranti - günstiges und haltbares Tropenholz

Meranti war das erste Tropenholz, das ich für meine eigenen Projekte verwendet habe. Bis heute ist es mein persönliches „Lieblingsholz“ für viele meiner Arbeiten.

Warum? Meranti lässt sich hervorragend bearbeiten, ist astfrei, besitzt eine hohe natürliche Dauerhaftigkeit im Außenbereich und zeigt auch nach einer Lackierung eine ausgesprochen schöne Maserung. Für mich ist es damit eine Kombination aus hervorragenden Verarbeitungseigenschaften und ansprechender Optik.

Auch preislich ist Meranti interessant. Es wird beispielsweise als sogenanntes „Balkonbrett“ in den Abmessungen 27 × 140 mm und in verschiedenen Längen angeboten. Auch Kanthölzer sind vergleichsweise günstig erhältlich. Plattenware findet man dagegen leider kaum. Wer größere Flächen benötigt, muss sich sein Leimholz daher selbst herstellen.

Aktuell liegt der Preis für einen laufenden Meter eines solchen Balkonbrettes in einem Baumarkt bei etwa 18 bis 20 Euro.
Der Fachhandel bietet das Holz deutlich günstiger an.

Ich habe im Laufe der Jahre zahlreiche Projekte aus Meranti gebaut und dabei durchweg gute Erfahrungen gemacht. Enttäuscht hat mich dieses Holz bisher noch nie. Für mich ist Meranti deshalb nicht nur irgendein Tropenholz, sondern eines der Hölzer, auf das ich mich bei meinen Projekten verlassen kann.

Kambala bzw. Iroko - für den Außenbereich prädestiniert

Kambala gehört zu den afrikanischen Dauerhölzern und wird in der Regel als Schnittholz angeboten. Wer beim Holzhändler nach einer verleimten Platte fragt, wird deshalb meist vergeblich suchen. Kambala ist üblicherweise nur sägefallend und in verschiedenen Stärken erhältlich. Glücklicherweise hat mein Holzhändler dieses Holz noch regelmäßig auf Lager.

Dass Kambala unter Hobbyholzwerkern eher selten verwendet wird, hat einen einfachen Grund: Die Verarbeitung setzt leistungsfähige Maschinen voraus. Für exakte Ergebnisse sind eine Formatsäge, eine Abrichte und ein ausreichend großer Dickenhobel praktisch unverzichtbar. Da ich im Laufe der Jahre einige Schreiner und Tischler kennengelernt habe, kann ich diese Arbeiten bei Bedarf durchführen lassen.

Wofür eignet sich Kambala besonders? Vor allem überall dort, wo Holz über viele Jahre Wind und Wetter ausgesetzt ist. Ein gutes Beispiel ist unser Gartenzaun.

Mein erster Zaun bestand – wie bei vielen Heimwerkern – aus Lärche. Damals kannte ich keine bessere Alternative. Das Ergebnis war ernüchternd: Bereits nach wenigen Jahren war der Zaun so stark geschädigt, dass er ersetzt werden musste.

Heute steht an derselben Stelle ein Zaun aus Kambala. Seit seiner Errichtung zeigt das Holz keinerlei nennenswerte Anzeichen von Verwitterung, Fäulnis oder anderen witterungsbedingten Schäden. Für mich war das der endgültige Beweis, wie groß der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen europäischen Nadelholz und einem hochwertigen Dauerholz tatsächlich sein kann.

Kambala ist nahezu astfrei, lässt sich hervorragend bearbeiten und bleibt außergewöhnlich formstabil. Allerdings verändert unbehandeltes Holz im Laufe der Zeit seine Farbe. Wer den ursprünglichen Farbton erhalten oder eine gleichmäßige Optik erzielen möchte, sollte das Holz mit einer geeigneten Oberflächenbeschichtung schützen.

Der einzige wirkliche Nachteil ist inzwischen der Preis. In Online-Shops wird Kambala-Schnittholz mit 52 mm Stärke mittlerweile für rund 225 Euro pro Quadratmeter angeboten. Das wirkt auf den ersten Blick sehr teuer.
Bei meinem Holzhändler habe ich nur einen Bruchteil davon bezahlt.

Andererseits relativiert sich dieser Preis, wenn man die außergewöhnliche Dauerhaftigkeit berücksichtigt. Ein Holz, das Jahrzehnte nahezu wartungsfrei übersteht, ist am Ende häufig wirtschaftlicher als ein vermeintlich günstiges Holz, das nach wenigen Jahren ersetzt werden muss.

Bangkirai - für den anspruchsvollen Gebrauch draußen

Wer wirklich ein Holz sucht, das im Außenbereich über Jahrzehnte zuverlässig hält, kommt aus meiner Sicht an Bangkirai kaum vorbei.

Selbst unbehandelt besitzt Bangkirai eine außergewöhnlich hohe natürliche Dauerhaftigkeit. Natürlich arbeitet auch dieses Holz – wie jedes andere Holz auch. Es quillt, schwindet und kann sich verziehen. Durch eine durchdachte Konstruktion und eine fachgerechte Befestigung lassen sich diese Bewegungen jedoch auf ein sehr geringes Maß reduzieren.

Leimholz aus Bangkirai herzustellen ist dagegen nur bedingt sinnvoll. Ohne Gratleisten oder vergleichbare konstruktive Maßnahmen bleiben größere Platten selten dauerhaft eben. Zudem zeichnen sich die einzelnen Lamellen mit der Zeit leicht an der Oberfläche und an den Kanten ab. Das konnte ich bei mehreren eigenen Versuchen immer wieder beobachten. Für großflächige Möbelplatten würde ich Bangkirai deshalb nur mit entsprechenden konstruktiven Vorkehrungen einsetzen.

Die meisten kennen Bangkirai lediglich als geriffelte Terrassendiele mit etwa 25 bis 27 mm Stärke. Dabei lässt sich dieses Material problemlos zu Glattholz hobeln und für viele andere Projekte verwenden. Selbst verleimte Pfosten oder massive Konstruktionen lassen sich daraus herstellen.

Die Bearbeitung verlangt allerdings gutes Werkzeug. Bangkirai ist ein sehr hartes Holz und fordert Sägeblätter, Fräser und Hobelmesser deutlich stärker als heimische Holzarten. Wer saubere Ergebnisse erzielen will, braucht scharfes Werkzeug und etwas Geduld.

Preislich liegt Bangkirai als Diele mit 25 × 145 mm im Angebot bei etwa 10 Euro pro laufendem Meter. Viel wichtiger als der Preis ist jedoch die Bezugsquelle.

Meine Empfehlung: Bangkirai nur beim Holzhändler kaufen. Dort wird das Holz in der Regel fachgerecht gelagert und man erhält gerade, spannungsarme Dielen. Im Baumarkt habe ich dagegen häufig stark verzogene Bretter gesehen – offenbar eine Folge ungeeigneter Lagerung.

Ein Punkt wird meiner Meinung nach häufig unterschätzt: Der Unterbau entscheidet über die Lebensdauer einer Holzkonstruktion. Wer Bangkirai als Terrassenbelag verlegt, beim Unterbau aber aus Kostengründen auf eine weniger dauerhafte Holzart setzt, spart an der falschen Stelle. Wenn der Unterbau frühzeitig verfault oder sich stark verzieht, nützt auch der beste Terrassenbelag nichts.

Deshalb verwende ich für Konstruktionen mit dauerhaftem Erdkontakt oder hoher Feuchtigkeitsbelastung konsequent Bangkirai – nicht nur für die sichtbare Oberfläche, sondern auch für den tragenden Unterbau. Gerade dort zeigt sich, ob eine Konstruktion nur preiswert oder tatsächlich dauerhaft gebaut wurde.

Teak - anspruchsvolles Holz in jeder Beziehung

Teak gehört zweifellos zu den besten Hölzern für den Außenbereich. Seine natürliche Dauerhaftigkeit, der geringe Schwund und die ausgezeichneten Verarbeitungseigenschaften haben dafür gesorgt, dass es seit Jahrzehnten unter anderem im Boots- und Schiffsbau eingesetzt wird.

Allerdings hat diese Qualität ihren Preis.

Rechnet man beispielsweise eine Teak-Rechteckleiste mit 125 mm Breite, 17 mm Stärke und 2 Metern Länge auf den Quadratmeter um, landet man bei rund 200 Euro pro Quadratmeter. Da sollte man sich gut überlegen, ob das geplante Projekt diesen Materialeinsatz wirklich rechtfertigt.

Für einen hochwertigen Gartentisch mag Teak durchaus eine sinnvolle Wahl sein. Wirtschaftlich betrachtet ist es jedoch häufig günstiger, einen bereits fertig gefertigten Gartentisch mit einer Teakplatte zu kaufen, als das Material selbst zu beschaffen und zu verarbeiten.

Ich selbst habe bislang nur ein einziges Projekt aus Teak gebaut – allerdings nicht, weil es technisch notwendig gewesen wäre. Ich wollte dieses Holz einfach einmal selbst verarbeiten und seine Eigenschaften kennenlernen. Rückblickend war das eine interessante Erfahrung, aber für die meisten Projekte hätte ein anderes dauerhaftes Holz völlig ausgereicht.

Teak lässt sich ausgesprochen angenehm bearbeiten, arbeitet vergleichsweise wenig und bleibt auch bei wechselnden Witterungsbedingungen sehr formstabil. Genau diese Eigenschaften erklären, warum es im Boots- und Schiffsbau bis heute einen so guten Ruf genießt.

Aus meiner Sicht ist Teak ein hervorragendes Holz – aber in den meisten Fällen schlicht zu teuer. Für viele Projekte bieten andere dauerhafte Harthölzer, beispielsweise Bangkirai oder Kambala, ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zu guter Letzt

Zu guter Letzt möchte ich noch eines klarstellen: Alle Bewertungen in diesem Kapitel beruhen nicht auf Laborwerten, Werbeprospekten oder den Aussagen von Händlern. Sie basieren ausschließlich auf meinen eigenen Erfahrungen aus zahlreichen Projekten, die teilweise seit vielen Jahren Wind und Wetter ausgesetzt sind.

Natürlich wird es Holzwerker geben, die zu anderen Ergebnissen kommen. Das ist völlig legitim. Holz ist ein Naturprodukt, und jede Konstruktion, jeder Standort und jede Beanspruchung sind unterschiedlich.

Trotzdem hat sich für mich im Laufe der Jahre eine Erkenntnis immer wieder bestätigt: Nicht der Preis und schon gar nicht ein Nachhaltigkeitssiegel entscheiden über die Qualität eines Holzes, sondern sein Verhalten in der Praxis.

Wer einmal ein wirklich dauerhaftes Holz verarbeitet hat, wird viele der heute verbreiteten Empfehlungen deutlich kritischer hinterfragen. Ich jedenfalls verlasse mich heute lieber auf meine eigenen Erfahrungen als auf Werbeaussagen, Hochglanzprospekte oder allgemeine Empfehlungen im Internet.

Informationen über Holz, Holzverbindungen, Maschinen, Techniken und Arbeitsabläufe findet man heute in großer Zahl im Internet. Die meisten beginnen ihre Suche bei Google und landen kurze Zeit später bei YouTube.

Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Kritisch wird es allerdings dann, wenn Empfehlungen ungeprüft übernommen werden. Genau diesen Fehler habe ich selbst gemacht.

Ich habe mich auf die Aussagen eines bekannten Tischlermeisters verlassen und ihn nach Empfehlungen zu Maschinen und Werkzeugen gefragt. Gleich dreimal erwiesen sich diese Empfehlungen im Nachhinein als Fehlentscheidungen. Ob aus seiner  Unkenntnis, aus wirtschaftlichem Interesse oder aus anderen Gründen, kann ich nicht beurteilen. Das Ergebnis war jedoch eindeutig: Rund 3.000 Euro waren verloren.

Mit diesem finanziellen Verlust konnte ich umgehen. Andere Hobbyholzwerker können das vielleicht nicht.

Früher gab es zahlreiche private Blogs, auf denen Menschen ihre Erfahrungen offen teilten – mit gelungenen Projekten ebenso wie mit ihren Fehlern. Genau diese ehrlichen Erfahrungsberichte waren oft wesentlich hilfreicher als perfekt produzierte Videos oder Hochglanzartikel.

Heute sind von diesen privaten Blogs nur noch sehr wenige übrig geblieben (2), die regelmäßig aktualisiert werden.

Warum diese Entwicklung stattgefunden hat, lässt sich nur vermuten. Möglicherweise spielte die "Corona-Zeit" dabei eine Rolle. Hinzu kamen die teilweise drastischen Preissteigerungen bei Holz und Werkzeugen, die das Hobby für viele deutlich teurer gemacht haben.
Beide "Krisen" wurden künstlich erzeugt!
Dadurch dürften zahlreiche Hobbyholzwerker ihr Engagement reduziert oder ganz aufgegeben haben.

Mein Eindruck ist jedenfalls, dass unabhängige Erfahrungsberichte immer seltener werden, während Marketing, Produktempfehlungen und kommerzielle Inhalte einen immer größeren Teil der Informationen rund um das Holzwerken ausmachen. Genau deshalb halte ich eigene Erfahrungen heute für wertvoller denn je.

Online-Kurse für Holzwerker: Fluch oder echter Mehrwert?

Online-Kurse für Holzwerker: Fluch oder echter Mehrwert?

steigende Preise

Tischler-Online-Kurse für Anfänger – Was soll das eigentlich?

„Tischlern online lernen?“ Für jemanden, der noch nie mit Holz gearbeitet hat, klingt das zunächst ziemlich fragwürdig.

Schließlich geht es beim Tischlern nicht nur darum, zu wissen, wie eine Verbindung funktioniert. Man muss Werkzeuge sicher bedienen, Holz einschätzen, Maße übertragen und ein Gefühl für Material und Maschinen entwickeln. Und genau das lässt sich nur begrenzt über einen Bildschirm vermitteln.

Zuschauen ist noch kein Tischlern

Ein Online-Kurs kann zeigen, wie ein Profi einen Hobel führt oder eine Verbindung herstellt. Das sieht meistens beeindruckend einfach aus.

Als Anfänger merkt man allerdings schnell, dass zwischen „Ich habe es gesehen“ und „Ich kann es selbst“ ein ziemlich großer Unterschied liegt.

Wie viel Druck muss ich beim Hobeln ausüben? Warum läuft mein Schnitt plötzlich schief? Wie verhindere ich Ausrisse? Wann ist eine Maschine tatsächlich gefährlich?

Ein Video kann das erklären. Es kann aber nicht die eigene Hand führen.

Online-Kurse

Anfänger brauchen jemanden, der Fehler sieht

Gerade am Anfang passieren ständig kleine Fehler. Das ist normal und gehört zum Lernen.

Problematisch wird es, wenn niemand danebensteht.

Ein erfahrener Tischler erkennt sofort, warum ein Werkstück falsch eingespannt ist oder weshalb ein Schnitt nicht funktioniert. Ein Online-Kurs kann bestenfalls darauf hinweisen – er sieht aber nicht, was der Anfänger gerade tatsächlich macht.

Das ist besonders bei Maschinen ein ernstzunehmender Nachteil.

absurde Politik

Und dann kommt die Werkzeugfrage

Viele Kurse zeigen perfekte Werkstätten mit professionellen Maschinen.

Der Anfänger sitzt dagegen vielleicht mit einer günstigen Stichsäge, einem Akkuschrauber und zwei stumpfen Bohrern in der Garage.

Was nun?

Nicht jeder Kurs berücksichtigt unterschiedliche Werkzeuge, Budgets oder räumliche Bedingungen. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, man brauche eine halbe Profiwerkstatt, bevor man überhaupt anfangen kann.

Online-Kurse

Das Problem mit den Versprechen

Besonders skeptisch sollte man bei Kursen werden, die schnelle Ergebnisse versprechen.

„In wenigen Wochen zum Möbelbauer“ klingt gut – ist aber unrealistisch.

Tischlern ist ein Handwerk. Präzision kommt durch Wiederholung. Sicherheit kommt durch Erfahrung. Und ein gutes Gefühl für Holz entwickelt sich nicht nach fünf Videomodulen.

Wer etwas anderes verspricht, verkauft möglicherweise eher Motivation als handwerkliche Ausbildung.
Auch – und das ist meiner Meinung nach häufig sogar der eigentliche Hauptgrund – werden solche Online-Kurse genutzt, um teure Maschinen und Werkzeuge zu verkaufen. Entweder direkt durch den Kursanbieter oder indirekt über vermeintliche „Empfehlungen“, bei denen bestimmte Maschinen und Werkzeuge im Kurs gezielt eingesetzt und dadurch beworben werden.

holzwerker tipps

Gibt es viele Anbieter für Online-Kurse?

Nach einer Recherche im Netz bin ich auf zahlreiche Angebote für Online-Kurse gestoßen.

Bei genauerer Betrachtung der Inhalte und insbesondere der Preise für die einzelnen „Kurse“ entsteht bei mir allerdings zunehmend der Eindruck, dass hier teilweise kräftig zur Kasse gebeten wird. Teilweise stehen die Preise meiner Meinung nach in keinem vernünftigen Verhältnis zu dem, was tatsächlich geboten wird.

Hinzu kommt der Einsatz von Maschinen und Werkzeugen, die ausdrücklich für bestimmte Projekte „empfohlen“ werden.

Bei einem aktuell öffentlich zugänglichen Kurs zur Herstellung einer Garderobe wird beispielsweise eine CNC-Fräse eingesetzt, die mehr als 5.000 Euro kostet.

Grundsätzlich ist eine solche Maschine sicherlich interessant und vielseitig einsetzbar. Für die in diesem Kurs gezeigten Arbeiten halte ich den Einsatz allerdings für völlig überzogen. Wenn sich eine CNC-Fräse für sämtliche anfallenden Fräsarbeiten sinnvoll einsetzen ließe, würde eine solche Maschine vermutlich längst in einem meiner Werkzeugschränke stehen.

Für mich stellt sich daher die Frage: Braucht man diese Maschine für das Projekt wirklich – oder wird sie nur eingesetzt, weil sie verkauft bzw. beworben werden soll?

Fazit

Für Anfänger ist ein Tischler-Online-Kurs bestenfalls ein Einstieg in ein Handwerk – aber kein Ersatz für das Handwerk selbst.

Wer glaubt, nach ein paar Stunden Videos sicher mit Hobel, Säge und Oberfräse umgehen zu können, wird vermutlich schnell eines Besseren belehrt.

Holz lässt sich nicht per Mausklick bearbeiten.

Am Ende muss man in die Werkstatt. Werkzeug in die Hand nehmen. Ausprobieren. Fehler machen. Noch einmal versuchen.

Und genau dort beginnt das eigentliche Tischlern.

Wer allerdings glaubt, sich handwerkliche Fähigkeiten einfach durch den Einsatz von viel Geld und teurem Werkzeug kaufen zu können, wird vermutlich schnell bitter enttäuscht sein.

Teure Maschinen können Arbeit erleichtern, präziser machen und Zeit sparen. Handwerkliches Können ersetzen sie jedoch nicht. Das entsteht durch Erfahrung, Übung und die Fähigkeit, mit den vorhandenen Werkzeugen sinnvoll umzugehen.

Ich habe es wieder getan: Pflaster reinigen mit Vitamin C

Ich habe es wieder getan: Pflaster reinigen mit Vitamin C

Vitamin C

Pflaster reinigen mit Vitamin C

Wer seinen Garten mit Brunnenwasser bewässert, kennt dieses Problem: Das im Wasser enthaltene Eisen lagert sich mit der Zeit auf Pflastersteinen, Terrassen und anderen Oberflächen ab und hinterlässt unschöne braune Flecken.

Unser Garten wird über einen eigenen Brunnen mit Wasser versorgt. Das Wasser ist sehr eisenhaltig. Leider habe ich diesen Umstand nach dem Bau der neuen Werkstatt unterschätzt.

Nach etwas mehr als einem Jahr war das Pflaster bereits so stark verfärbt, dass das ursprüngliche Muster kaum noch zu erkennen war.

Also habe ich erneut einen 5-kg-Eimer Vitamin C (Ascorbinsäure) bestellt und die Pflasterfläche damit behandelt. Das Ergebnis war beeindruckend – die Verfärbungen verschwanden und das Pflaster sah wieder nahezu wie neu aus.

Die von mir verwendete Ascorbinsäure ist lebensmitteltauglich. Natürlich kann sie grundsätzlich auch als Nahrungsergänzung verwendet werden. Für die Reinigung von eisenhaltigen Ablagerungen ist sie jedoch ebenfalls hervorragend geeignet und aus meiner Sicht deutlich angenehmer in der Anwendung als viele aggressive Reinigungsmittel.

Vitamin C

Auch bei Kunststoff zu verwenden

Die Viereckregner von Gardena – die ich persönlich übrigens nicht empfehlen würde – bewässern unseren kleinen Vorgarten. Eigentlich handelt es sich nur um einen schmalen Rasenstreifen entlang des Weges mit einer frisch gepflanzten Hecke.

Durch die anhaltende Trockenheit laufen die Regner derzeit recht häufig. Dabei wurde auch die Kunststofffassade meiner Werkstatt in Zaunnähe regelmäßig mit Brunnenwasser benetzt. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten: Die eisenhaltigen Ablagerungen verfärbten die hellen Wandpaneele unschön braun.

Zur Reinigung habe ich etwas Vitamin C (Ascorbinsäure) mit Wasser zu einer dünnen Paste angerührt. Diese habe ich mit einem gewöhnlichen Haushaltsschwamm auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Bereits beim Einreiben war zu sehen, wie sich die Eisenablagerungen lösten.

Nach einer kurzen Einwirkzeit habe ich die Fläche einfach mit dem Gartenschlauch und etwas Druck abgespritzt. An einigen Stellen war eine zweite Behandlung erforderlich, doch anschließend waren sämtliche Verfärbungen vollständig verschwunden. Das Ergebnis hat mich wirklich überzeugt.

Vitamin C
Vitamin C
Vitamin C
Vitamin C

Vitamin C ist nicht gleich Vitamin C

Einmal hatte ich Ascorbinsäure für den industriellen Einsatz bestellt. Sie war gekörnt und nicht lebensmitteltauglich. Das war ein Fehlkauf. Zum Entfernen der Eisenablagerungen hat sie bei mir nicht annähernd so gut funktioniert wie die feine, lebensmitteltaugliche Ascorbinsäure.

Das Verteilen des sehr feinen Pulvers ist allerdings eine kleine Herausforderung. Selbst mit einem engmaschigen Küchensieb ließ sich keine gleichmäßige Verteilung erreichen. Deshalb streue ich das Pulver inzwischen vorsichtig von Hand aus. Das funktioniert für mich am besten.

Wichtig ist dabei, die zu behandelnde Fläche vorher gründlich anzunässen. Ein sichtbarer Wasserfilm sollte noch vorhanden sein, wenn die Ascorbinsäure aufgestreut wird. So löst sie sich sofort an und kann ihre Wirkung optimal entfalten.

Bei Wind wird die Arbeit allerdings schwierig. Das feine Pulver wird leicht verweht, sodass es kaum möglich ist, die gesamte Menge gezielt auf der zu reinigenden Fläche zu verteilen.

Vitamin C

Schrubben lohnt sich

Unmittelbar nach dem Ausbringen der Ascorbinsäure auf das Pflaster habe ich die Fläche mit einem Schrubber bearbeitet. Dabei ging es weniger um kräftiges Schrubben als vielmehr darum, das Pulver gleichmäßig auf der gesamten Fläche zu verteilen.

Zwischendurch habe ich das Pflaster nochmals leicht mit Wasser benetzt. Dadurch lässt sich der Säurefilm besser verteilen und die Wirkung verbessert sich spürbar.

Oft wird eine Einwirkzeit von 15 bis 20 Minuten empfohlen. Ich habe die entstandene Lösung jedoch bereits nach etwa fünf Minuten mit dem Gartenschlauch gründlich abgespült.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Eisenablagerungen waren nahezu vollständig verschwunden und das ursprüngliche Erscheinungsbild des Pflasters kam wieder deutlich zum Vorschein.

Vitamin C

Wundermittel?

Nein. Entscheidend ist hier die Ascorbinsäure (Vitamin C), denn sie reagiert besonders gut mit den Eisenablagerungen und kann diese wirksam lösen.

Vitamin C benötigen wir täglich und nehmen es normalerweise in ausreichender Menge über eine ausgewogene Ernährung auf. Dennoch greifen viele Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln, die häufig erstaunlich teuer verkauft werden.

Rechnet man den Preis mancher Vitamin-C-Präparate auf den Wirkstoff um, kostet ein Gramm Ascorbinsäure nicht selten rund 10 Cent. Das klingt zunächst wenig. Hochgerechnet auf einen 5-kg-Eimer wären das jedoch etwa 500 Euro.

Der Unterschied liegt dabei oft nicht im Wirkstoff selbst – Ascorbinsäure bleibt Ascorbinsäure. Unterschiede können allerdings in Reinheit, Körnung, Verpackung und den vorgesehenen Qualitätsstandards bestehen. Doch kann man dieses Vitamin C genau so auch einnehmen.