Drachen selber herstellen – für Kinder & Erwachsene
Drachen selber herstellen
Das habe ich schon als Kind gemacht – einen Drachen selber herstellen ganz ohne Werkzeug, nur mit Tapetenleisten, Zeitungspapier, Schnur und einer heißen Kartoffel. Alternativ ließ sich auch Mehlpaste zum Kleben verwenden. Es geht also auch ganz einfach!
Dieser Drachen fliegt garantiert. Du benötigst lediglich die abgebildeten Materialien. Ein Kleber und ein Bohrer erleichtern die Arbeit, sind aber nicht zwingend erforderlich.
Das spezielle Papier ist heute nicht mehr leicht zu bekommen, aber ich habe noch eine Bezugsquelle. Die Leisten sollten biegsam sein und eine Stärke von etwa 2–3 mm haben.
Wie früher verzichte ich bewusst auf Kunstfaserschnur und verwende stattdessen Paketschnur. Diese hält dem Zug beim Fliegen problemlos stand und ist in jeder Postfiliale erhältlich.
Kreuz
Wie früher habe ich das Kreuz des Drachens zunächst intuitiv aus dem Bauch heraus konstruiert. Der Einfachheit halber habe ich es zusätzlich in einer Zeichnung festgehalten.
Ich habe eine Höhe von 1.300 mm und eine Breite von 900 mm gewählt.
Zwei Löcher dienen dazu, das Flugdreieck aus Paketschnur aufzunehmen. Die Verbindung der Kreuzbalken erfolgt über einen einfachen Knoten, der in der Mitte durch eine Bohrung gesichert wird, sodass sich nichts verschieben kann.
Wichtig: Am unteren Ende des Kreuzes muss eine Zusatzbohrung für den Drachenschwanz angebracht werden, etwa 3 cm unterhalb des Endes.
Damals hatten wir auch kein Messgerät, um die Mitte der Querstange zu bestimmen. Doch mit dem Finger und etwas Physik geht das ganz einfach: An dem Punkt, an dem die Querstange im Gleichgewicht liegt, befindet sich auch die Mitte.
Spezielle Knoten sind dafür ebenfalls nicht erforderlich.

Die Löcher hatten wir früher mit einer heißen Nadel durchs Holz gebracht. Heute ist die Arbeit mit einem 3mm Bohrer in einem Akkuschrauber einfacher.

Die Enden des Kreuzes brauchen eine Kerbe für die sichere Führung des Paketbandes für die Bespannung.
Einfach mit einem Teppichmesser o.ä. einkerben.

Am besten beginnt man mit der Bespannung an der Schwanzspitze. Die Stange verknoten und dann den Enden über die Kerben folgen. Die Enden werden, wie auf dem Bild gezeigt, umspannt.
Die Bespannung sollte so straff sein, dass sich beide Stangen leicht nach innen biegen. Das verbessert die Aerodynamik und stabilisiert den Drachen in alle Richtungen. Gerade gebundene Drachen flattern nämlich deutlich mehr!

Nachdem die Schnur als Kleberand angebracht ist, wird das Papier aufgespannt.
Hier ist man völlig frei in der Wahl des Materials. Früher hatten wir nur Zeitungspapier – das funktioniert auch. Dieses spezielle Papier ist jedoch deutlich besser geeignet.
Die Farben sind bewusst gewählt: Deutschland soll wieder in den Himmel steigen! Daher habe ich drei verschiedene Papierfarben zu einer Fläche zusammengefügt. Die Farbe "BLAU" könnte man unten einsetzen.
Mit einem Klebestift geht das heute sauber und schnell. Früher gab es so etwas nicht, und wir mussten improvisieren. Manchmal kochte meine Mutter für mich eine Kartoffel, deren Eiweiß den Papierrand klebte, oder wir nutzten eine dicke Paste aus Mehl und Wasser.

Ein überstehender Rand von ungefähr 4 cm reicht völlig aus.
Dieser Rand wird nach der Vorspannung nach innen eingefaltet und verklebt.

Die Vorspannung muss stimmen.
Erst dann wird das Papier aufgespannt.
Hier habe ich ein Hilfsseil am Querträger gesannt um die Wälbung zu erreichen.
Erst daa die anderen Seiten nachspannen.

Die Stellen mit den Bohrungen habe ich mit einem kleinen abgerissenen Stück des Papieres in der Farbe nochmals überklebt. Das ist eine sehr gute Verstärkung.

Der wichtigste Teil der Konstruktion.
Das Flugdreieck.
Dieser "Winkel" gibt dem Drachen den richtigen Anstellwinkel für einen ruhigen Flug.
Die Schnur wird durch die gebohrten Löcher mit einem hinteren Knoten gehalten, der dicker als das Loch ist. Das Dreieck wird an einem Ende der Querstange befestigt und dort mit einer einfachen Öse (Auge) verknotet. In diese Öse wird die eigentliche Flugleine eingeknotet.

Am unteren Ende des Drachens, in der Bohrung, wird auch ein kurzes Stück Leine mit einem Auge/Öse verknotet. Das erleichtert das Anbringen des notwendigen Schwanzes für den Drachen.

Der Schwanz ist mindestens 4-fach länger als der Drachen selbst hoch ist. In Abständen von ca. 50cm binde ich Reste des Papiers in einer Schlaufe in die Schnur. Das sieht am Himmel sehr gut aus.
Am Ende des Schwanzez sollte ein etwas schwereres Stück hängen. Hierfür hatten wir damals langes Gras eingebunden. Das gibt es am Startort fast überall.
Der Drachen ist somit fertig gebaut.

Nur noch das Paketband kreuzweise auf einem Stab aufwickeln und das Ende mit dem Flugdreieck verbinden.
Paketband war früher das teuerste Zubehör.
50 Meter sind einfach zu wenig. Ich hatte mal 300 Meter Schnur und der Drachen flog ohne Probleme.
Nur muss man auch daran denken, dass diese 300 Meter auch wieder aufgewickelt werden müssen beim Einholen des Drachens. Und das unter dem Winddruck.
Viel Spaß mit dem eigenen selbst gebauten Drachen !

Hier noch die Bezugsquelle für das Papier.
Im Internet gibt es den ein oder anderen Anbieter, bei dem man online bestellen kann.
Als Schnur bietet sich auch dünne Kunstfaser an, Maurerschnur geht auch noch.

Hier sind noch Bilder vom ersten Flug des gebauten Drachens. Insgesamt wurden hier nur ca. 60 Meter der ganzen 200 Meter Paketschnur abgelassen. Mit längerer Schnur verblasst der Spaß, denn man verliert nach 200 Metern den Drachen aus den Augen.


Auswirkungen des CBAM auf den Schrauben-Großhandel
Die Auswirkungen der neuen CBAM-Regelungen auf den europäischen Schraubenmarkt
CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) ist der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU, der seit Oktober 2023 schrittweise eingeführt wird. Er verpflichtet Importeure, für CO₂-intensive Waren (wie Stahl, Zement, Dünger) aus Drittländern Emissionszertifikate zu kaufen.
Jetzt sind auch die Co2-Steuern auch direkt im Holzwerkerbereich angekommen. Zwar ist die ausgelöste Debatte über eine Co2-Steuer für Holz gestoppt worden. Doch wir wissen aus der Vergangenheit, das ALLES Angesprochene auch kommen wird. Und jetzt sind auch Schrauben im Co2-Geflecht der linksgünen Ideologen dran.
Was läuft falsch in den Köpfen dieser Menschen?
Das ist eine berechtigte Frage, in der viel Frust mitschwingt. Wenn man sich die CBAM-Thematik (Carbon Border Adjustment Mechanism) anschaut, prallen hier zwei Welten aufeinander, was oft mehr als nur das Gefühl von „Realitätsverlust“ führt.
Hier ist eine kurze Analyse, warum das Ganze aus Sicht der Praktiker so „falsch“ wirkt und auch ist:
1. Theorie vs. Praxis (Der Elfenbeinturm-Effekt)
In der Theorie ist CBAM ein geniales Lenkungsinstrument: Man will verhindern, dass europäische Firmen durch billige, CO₂-intensive Importe plattgemacht werden. In den Köpfen der Bürokraten in Brüssel ist das ein reines Rechenmodell.
Die Realität: Ein Mittelständler in Ennepetal oder Buxtehude hat keine Heerscharen an Beamten, die für eine einzelne Schraube den CO₂-Fußabdruck einer Fabrik in Fernost verifizieren können. Das wird schlicht unterschätzt.
2. „Bestrafung“ bei Unwissenheit
Dass die EU Standardwerte ansetzt, die „exorbitant hoch“ sind, ist eine bewusste Entscheidung. Man will Druck ausüben, damit die Daten geliefert werden.
Das Problem: Wenn der Lieferant die Daten nicht hat oder nicht geben will, zahlt der europäische Importeur die Zeche. Das fühlt sich für Unternehmer nicht nach Umweltschutz an, sondern nach einer Strafsteuer auf die Existenzgrundlage.
3. Planwirtschaftliche Züge im Jahr 2026
Die Tatsache, dass man heute Preise machen muss, die erst 2027 final abgerechnet werden, widerspricht jeglicher kaufmännischer Vernunft.
Der psychologische Faktor: Unternehmer brauchen Planungssicherheit. Wenn die Politik sagt: „Kalkulier mal im Nebel, wir sagen dir in einem Jahr, ob du pleite bist“, führt das zu einer tiefen Entfremdung zwischen Wirtschaft und Politik.
4. Das „Green-Ordering“-Paradoxon
Man will, dass Händler „grün“ einkaufen. Aber wenn die bürokratischen Hürden so hoch sind, dass man nicht einmal vergleichen kann, welcher Lieferant am Ende inklusive Abgaben der günstigste/beste ist, blockiert sich das System selbst.
Kurz gesagt: In den Köpfen der Entscheider steht das „Was“ (Klimaschutz) so sehr im Vordergrund, dass das „Wie“ (Umsetzbarkeit im Alltag) völlig unter die Räder kommt. Man nimmt Kollateralschäden in der Wirtschaft in Kauf, um ein globales politisches Ziel zu erzwingen.
Die Einführung der CBAM-Regelungen beeinflusst den europäischen Markt für Edelstahlprodukte massiv und stellt Händler wie Endkunden vor große Herausforderungen. Zunächst ist mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen: Während die Preise für importierte Edelstahlschrauben aus China voraussichtlich um etwa 15 % steigen, könnten sich Sechskantmuttern sogar um 30 bis 35 % verteuern.
Erschwert wird die Lage durch eine erhebliche Kalkulationsunsicherheit. Da die endgültigen Abgaben erst rückwirkend im Jahr 2027 fällig werden, müssen Unternehmen derzeit „im Nebel kalkulieren“, wie Dr. Volker Lederer (Geschäftsführer der Lederer GmbH und FDS-Vorsitzender) betont. Eine verlässliche Einzelpreiskalkulation ist unter diesen Umständen kaum möglich.
Ein wesentlicher Preistreiber ist zudem der Mangel an validen Emissionsdaten der Zulieferer. In Ermangelung dieser Daten greift die EU auf Standardwerte zurück, die von Importeuren als „exorbitant hoch“ kritisiert werden. Diese Pauschalwerte führen zu Aufschlägen von meist 10 bis 20 %, im Extremfall sogar bis zu 50 %. Zusammen mit der Pflicht zum Kauf von CO₂-Zertifikaten im europäischen Emissionshandel führt dies zu einer komplexen Kostenstruktur, die den strategischen Wechsel zu emissionsärmeren Lieferanten paradoxerweise erschwert: Solange die finale Abgabenlast unklar ist, bleibt das wirtschaftliche Risiko bei der Lieferantenwahl unkalkulierbar.
Kritische Themen wie diese finden in den öffentlich-rechtlichen Medien kaum statt – eine echte Aufklärung der Bürger bleibt aus. Bei kritischen Fragen wird man sehr schnell als "Nazi" bezeichnet. Stattdessen werden hochkomplexe Gesetze in Brüsseler Hinterzimmern von selbsternannten Experten entworfen und mit Wissen der Bundesregierung durchgewinkt. Für den Praktiker vor Ort wirkt das Ganze wie der Versuch, eine einseitige und verirrte-verwirrte linksgrüne ideologische Agenda durch die Hintertür zu erzwingen, ohne Rücksicht auf die Zerstörung gewachsener Wirtschaftsstrukturen zu nehmen.
Deshalb gibt es für den dringenden Umschwung für mich nur noch eine Partei!
Schaukasten aus Meranti: Bauanleitung und Tipps für draußen
Schaukasten aus Meranti bauen
Seit nunmehr 13 Jahren steht der von mir gebaute Schaukasten an der Einfahrt zu unserem Park.
Und ja – es gibt immer wieder Leser, die Interesse am Bauplan haben. Diesen stelle ich unter diesem Beitrag über einen Download-Button zur Verfügung. Allerdings handelt es sich um eine SketchUp-Datei ohne Bemaßung – die Maße kann sich jeder selbst direkt im Programm eintragen.
Der Schaukasten besteht überwiegend aus Meranti. Die Rückwand sowie die Unterkonstruktion des Daches sind aus Multiplex gefertigt. Die Dachschindeln sind aus Zedernholz.
Selbstverständlich bestehen die Glasscheiben aus Sicherheitsglas.
Warum Meranti?
Meranti ist ein Tropenholz, das sich durch eine hohe Witterungsbeständigkeit auszeichnet. Es hat eine charakteristische rötliche Färbung, lässt sich sehr gut bearbeiten und gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 3–4. Zudem ist es in der Regel astfrei und daher besonders angenehm zu verarbeiten.
Da der Schaukasten möglichst langlebig sein sollte, kam für mich damals nur diese Holzart infrage.
Zu jener Zeit (wie auch heute) spielte das Thema FSC-Zertifizierung für mich noch keine Rolle. Auch heute sehe ich dieses Siegel eher kritisch, da es meiner Meinung nach stark kommerziell geprägt ist. Wer sich intensiver damit beschäftigt, kann sich dazu ein eigenes Bild machen.
Wie auch immer: Ich kaufte ausreichend Meranti-Balkonbretter mit den Maßen 27 × 140 mm im Querschnitt.
Holzverbindungen
Die Breite des Rahmens ergab sich direkt aus der Breite der Meranti-Balkonbretter – also rund 140 mm. Leimholz habe ich damals noch nicht selbst hergestellt.
Die Holzverbindungen fertigte ich mit Dominos, gefräst mit der Festool DF 500. Eine andere Dübelfräse besaß ich zu diesem Zeitpunkt nicht.
Aus heutiger Sicht bin ich die Sache wohl recht naiv angegangen – aber es hat dennoch funktioniert.
Auch eine Dickenhobelmaschine stand mir damals nicht zur Verfügung, sodass ich vieles von Hand fräsen musste.
Eckverbindungen
Konstruktion und praktische Umsetzung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Eckverbindungen habe ich damals tatsächlich genau so ausgeführt, wie ich sie zuvor gezeichnet hatte.
Heute würde ich diese Details allerdings anders lösen.
Die innere Verbindung wird durch zwei Dominos sowie wasserfesten Leim gehalten – und das nun schon seit all den Jahren zuverlässig.
Solange Holz immer wieder ausreichend trocknen kann, bleibt es auch dauerhaft haltbar.
MPX im Außenbereich
Konstruktion und praktische Umsetzung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Eckverbindungen habe ich damals tatsächlich genau so ausgeführt, wie ich sie zuvor gezeichnet hatte.
Heute würde ich diese Details allerdings anders lösen.
Die innere Verbindung wird durch zwei Dominos sowie wasserfesten Leim gehalten – und das nun schon seit all den Jahren zuverlässig.
Solange Holz immer wieder ausreichend trocknen kann, bleibt es auch dauerhaft haltbar.
Dachbau
Das Dach, als zweites Teil des Schaukastens, besteht aus Meranti-Profilholz, Merantileisten, MPX als Unterbau und Schindeln aus Zedernholz.
Die Schindeln aus Zeder lagen sicher schon Jahrzehnte beim Holzhändler in einer abgeschiedenen Ecke. Zeder ist nicht gerade ein weit verbreitetes Material.
Die Kanten an den Schindeln habe ich noch mit einer Silikonfuge abgedichtet.
Konstruktion
Nun ja – von „Konstruktion“ zu sprechen, ist vielleicht etwas hoch gegriffen. Im Grunde handelt es sich um eine Grundplatte in Rahmenbreite sowie zwei schräge Dachflächen, die auf zwei niedrigen Sockeln aufliegen.
Die Dachspitze wird durch eine senkrechte Stütze getragen. An der Vorderseite habe ich zusätzlich zwei Leisten unterhalb des Dachrandes angebracht, um die Front aus Profilbrettern befestigen zu können.
Zur optischen Aufwertung wurden anschließend Frontleisten aus Meranti aufgedübelt. Dazwischen befinden sich die Zedernschindeln.
Lackierung
Schon damals legte ich großen Wert auf eine widerstandsfähige und dichte Lackierung und kaufte den Lack daher in den Niederlanden.
Auch heute gibt es noch erhebliche Qualitätsunterschiede bei Lacken – warum das so ist, bleibt eine berechtigte Frage. Meiner Einschätzung nach spielen dabei auch unterschiedliche gesetzliche Vorgaben eine Rolle, die die Zusammensetzung und Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Dank linksgrün in Deutschland...
Der Lack schützte das Holz zuverlässig vor äußeren Einflüssen, sodass ich das Dach anschließend problemlos montieren konnte.
Auf dem Bild sind die Dübelverbindungen der Seitenleisten gut zu erkennen.
Schlosskasten
Damals erschien es mir als gute Idee, ein Schloss mit Bartschlüssel einzubauen.
Zwar funktionierte dieses rund sechs Jahre zuverlässig, doch irgendwann musste es ersetzt werden. Leider werden solche Schlösser nicht dauerhaft produziert oder auf Lager gehalten, sodass ein passender Ersatz kaum noch zu bekommen ist.
Heute setze ich daher auf eine andere Lösung zur Sicherung der Türen.
Lasieren des Schaukastens
Natürlich ist es schön, die attraktive Optik von Meranti sichtbar zu erhalten. Deshalb habe ich den Schaukasten komplett vor dem Zusammenbau lasiert – mit OSMO-Holzlasur.
Heute würde ich jedoch eher zu einem deckenden Anstrich raten. Selbst die beste Lasur muss spätestens nach zwei Jahren nachbehandelt oder komplett erneuert werden. Der Aufwand mit Schleifen, Reinigen und Nachlasieren ist dabei erheblich.
Da ich derzeit ohnehin die Türen repariere, werde ich den gesamten Schaukasten gleich vollflächig mit SIKKENS lackieren.
Aufstellen des Schaukastens
Zwei in H-Anker fest verankerte Bangkirai-Pfosten halten den Schaukasten äußerst stabil. Der Kasten ruht im Wesentlichen auf dem Querbrett zwischen den beiden Pfosten, ist aber zusätzlich mit den hinten abgeschrägten Pfosten verschraubt.
Die Glasscheiben bestehen aus Einscheiben-Sicherheitsglas. Sollte es zerbrechen, fällt es in viele kleine Stücke, ohne scharfkantige Splitter zu hinterlassen.
Festool Support: So gut ist der Service wirklich
Festool Support: So gut ist der Service wirklich
Während meines aktuellen Projekts – der Reparatur eines Schaukastens – gab meine Festool OF 2200 im Frästisch plötzlich den Geist auf.
Natürlich machte ich mich sofort auf die Suche nach einem möglichen, versteckten Fehler. Tatsächlich lief die Oberfräse kurzzeitig wieder an, versagte jedoch kurz darauf wieder. So macht Arbeit keinen Sinn.
Werkzeugschäden sind wie Schmerzen: Sie treten meist spontan am Abend oder am Wochenende auf – genau dann, wenn keine schnelle Hilfe zu erwarten ist. So war es auch in meinem Fall.
Da es keine Alternative zur Arbeit mit dem Frästisch gab, blieb mir nichts anderes übrig, als die Arbeiten vorerst zu unterbrechen.
Festool Support aktivieren
Mein Holzlieferant war noch bis vor zwei Jahren Vertragshändler von Festool. Aufgrund der allgemeinen Preispolitik hat er diese Zusammenarbeit jedoch aufgegeben, weshalb er mir in diesem Fall nicht weiterhelfen konnte.
Also suchte ich Unterstützung im Online-Portal von Festool – und wurde dort auch fündig. Inzwischen habe ich dort 29 registrierte Produkte!!
Die Oberfräse OF 2200 kostet inzwischen knapp 1.400 Euro, sodass sich eine Reparatur in jedem Fall eher lohnt als der Neukauf einer 2200.
Dort fand ich zudem eine Übersicht über den Ablauf sowie die Kosten einer Reparatur bei Festool.
UPS-Versand
Sofort nach Auftragserteilung erhält man ein Paketlabel für den Versand über UPS.
Grundsätzlich bietet UPS auch eine Abholung von zu Hause an – allerdings ist man dabei zeitlich gebunden. Deshalb habe ich das Paket am Montag in einem UPS-Shop abgegeben.
Bereits am Dienstag erhielt ich von Festool die Eingangsbestätigung – das ging wirklich schnell!
Heute, am Mittwoch, habe ich noch keine Nachricht über eventuell höhere Reparaturkosten erhalten. Daher gehe ich davon aus, dass die Rechnung im Rahmen bleiben wird.
Eine Arbeit unterbrechen zu müssen, weil ein wichtiges Werkzeug plötzlich ausfällt, tut fast schon körperlich weh.
Festool-Kostenvoranschlag
Heute, am Donnerstag, erhielt ich die Nachricht, dass ein Kostenvoranschlag von Festool vorliegt.
Ich konnte diesen online einsehen – und war ehrlich gesagt ziemlich irritiert:
410 Euro für die Reparatur!
Laut Bericht sollen der Anker sowie weitere Bauteile defekt sein und ausgetauscht werden. Mit einer solchen Summe hätte ich niemals gerechnet.
Was mich jedoch besonders stutzig macht: Die Maschine lief zwischenzeitlich wieder „ganz normal“ an, wenn auch nur kurz. Wäre der Anker tatsächlich defekt, dürfte sie meiner Einschätzung nach gar nicht erst anlaufen.
Aus diesem Grund habe ich Zweifel an der Diagnose. Ich vertraue der Einschätzung des Technikers nicht und habe mich entschieden, die Maschine unrepariert zurücksenden zu lassen.
Der Preis ist für mich schlicht zu hoch, und die Begründung für den Reparaturumfang überzeugt mich nicht.
Zumal ich für diesen Betrag nahezu eine neue Trend T8EK inklusive Sauter-Einlegeplatte erhalten kann – mit drei Jahren Garantie.
Und jetzt? Wie geht es weiter?
Zum Glück verfüge ich über mehrere Oberfräsen – darunter auch fünf von Festool, wie beispielsweise die OF 1400.
Diese nutze ich allerdings nur sehr selten. Für die meisten meiner bisherigen Arbeiten waren andere Geräte, wie etwa die Festool OF 1010 oder eine kleine DeWalt, vollkommen ausreichend.
Mit einigen wenigen Anpassungen konnte ich die OF 1400 dennoch in den Tisch des CMS einbauen.
Was aktuell noch fehlt, ist der passende Zentrierring für den Einbau. Diesen habe ich inzwischen als Ersatzteil bei Festool bestellt – er dürfte in den nächsten Tagen eintreffen. Kostenpunkt: gerade einmal 10 Euro.
Ohne Zentrierring! Geht das?
Wie der Name bereits vermuten lässt, sorgt dieser Ring dafür, dass die Oberfräse unter dem Tisch exakt zur Öffnung nach oben zentriert wird.
Die engen Einlegeringe passen dadurch zwar im Moment nicht mehr, das hat jedoch keinen direkten Einfluss auf meine Arbeit.
Welche Schlüsse werde ich ziehen?
In den vergangenen Jahren war ich ehrlich gesagt ein regelrechter Festool-„Besessener“.
Und ja – Festool hatte lange Zeit auch die besten Maschinen für Holzwerker: teuer, aber eben auch sehr gut.
Inzwischen haben die Wettbewerber jedoch deutlich aufgeholt. Viele Hersteller nähern sich der Qualität von Festool an, sind dabei aber erheblich günstiger.
Auch der frühere Slogan „Made in Germany“ gilt bei Festool längst nicht mehr für alle Produkte. Zudem bieten andere Hersteller mittlerweile ebenfalls drei Jahre Garantie auf ihre Maschinen.
Was unterscheidet also eine Festool OF 2200 noch von einer Trend T8? Leistung, Drehzahl und Hub sind vergleichbar. Auch die Trend T8 eignet sich problemlos für den Einbau in einen Frästisch – und bietet sogar einen Vorteil: Sie benötigt keinen zusätzlichen Lift, der bei Festool schnell über 200 Euro kosten kann.
Der Service war vor Jahren mehr als gut. Selbst Rückrufe erhielt ich bei Fragen, die nicht sofort beantwortet werden konnten. Und diese Anrufe kamen aus Deutschland und nicht von irgendwelchen Callcentern in Europa.
Heute würde ich daher nicht mehr blind zu Festool-Produkten greifen, ohne vorher auch einen Blick auf Alternativen anderer Hersteller zu werfen.
Sobald die defekte Oberfräse von Festool wieder bei mir eingetroffen ist, werde ich diese in Einzelteile zerlegen und versuchen diese selbst zu reparieren. Wie bei dem Kaffevollautomaten JURA E8.
die Oberfräse ist zurück
Heute habe ich die Oberfräse wieder erhalten.
Nach dem Auspacken ließ sie sich problemlos einschalten. Zufall?
Nein – ich habe die Oberfräse etwa 10 Minuten laufen lassen und währenddessen auch die Drehzahl reguliert, ohne dass Probleme auftraten.
Natürlich ist die Fehlersuche in solchen Fällen schwierig. Doch auf bloßen Verdacht hin gleich alle teuren Innenteile auszutauschen, halte ich für zu einfach. Da macht es sich Festool meiner Meinung nach zu leicht.
Austausch der Kohlen
Festool wollte zudem auch die Kohlebürsten ersetzen.
Grundsätzlich: Wenn die Maschine ohnehin geöffnet ist, kann man das in Betracht ziehen. Allerdings befinden sich die Kohlen noch in einem guten Zustand.
Hätte ich die Oberfräse sehr intensiv genutzt und würde sie entsprechende Verschleißerscheinungen zeigen, könnte ich dieses Vorgehen nachvollziehen.
Ohne ersichtlichen Grund jedoch direkt den Austausch mehrerer teurer Komponenten vorzuschlagen, halte ich für durchaus grenzwertig.
Vor 10 Jahren war der Service SUPER! Und was ist davon übrig geblieben???
Holzschrauben: Welche brauchst du wirklich?
Holzschrauben: Welche brauchst du wirklich?
Über Jahre hinweg habe ich meist nur billige Holzschrauben im Baumarkt gekauft. Nicht, weil ich geizig war – nein, sondern weil ich keine Ahnung von der Vielfalt und den unterschiedlichen Einsatzbereichen der Schrauben hatte. Die Fehler fielen mir meist erst beim Zusammenbau auf. In den meisten Fällen habe ich sie einfach ignoriert.
Mit der Zeit wird man als Holzwerker jedoch zwangsläufig auf den richtigen Weg gebracht und lernt, worauf es bei der Auswahl der richtigen Schrauben ankommt. Leider hat das auch eine Nebenwirkung: Die Schraubenlager werden im Laufe der Jahre immer voller.
für welchen Einsatzbereich?
In meiner Erinnerung ist noch lebhaft, dass wir vor 40 Jahren jede gebrauchte Schraube weiterverwendet haben. Schrauben konnte man damals nicht einfach online kaufen, und die Auswahl war sehr begrenzt. Außerdem handelte es sich fast ausschließlich um Schlitzschrauben.
Heute gibt es aus gutem Grund für jeden Einsatzbereich unterschiedliche Schrauben. Doch das Wichtigste an einer Schraube ist nach wie vor der Schraubenkopf. Schlitzschrauben werden heutzutage meist nur noch dekorativ eingesetzt, während die technisch besten Holzschrauben einen TORX-Antrieb besitzen.
Für Möbelbau sind die Anforderungen an Schrauben etwas spezifischer: sie sollen Holzteile sicher verbinden, sichtbar oder bündig sein, und möglichst einfach zu verarbeiten sein. Hier ist eine Übersicht die uns im Netz angeboten wird:

Und ja, so viel kann man damit nicht anfangen.
Mit dieser Liste kann ich trotzdem keine Schrauben im "Baumarkt" aussuchen, denn es gibt zu viele Unterarten. Nur welche soll ich denn kaufen?
Hier sind die wichtigsten Faustregeln:
- Holzverbindungen: Die Schraube sollte mindestens 2,5- bis 3-mal so lang sein wie das zu befestigende Holzstück.
- Formel zur Eindringtiefe: Die Schraube sollte idealerweise mit dem 4-fachen ihres Durchmessers im tragenden Holz verschwinden.
- Senkkopf vs. Flachkopf:
- Senkkopf: Gesamtlänge inklusive Kopf wird gemessen.
- Zylinder-/Flachkopf: Länge von der Kopfunterseite bis zur Spitze.
Vielleicht machen die Berechnungen der richtigen Schraubenlängen anfangs Schwierigkeiten, doch nach kurzer Zeit sieht man das schon an der Optik ohne Berechnung.
Und wann benutze ich verzinkte Schrauben oder welche aus Edelstahl?
Verzinkte Schrauben (Stahl)
- Vorteile: Höhere Festigkeit (Zugfestigkeit), kostengünstiger, gute Eignung für konstruktive Verbindungen im Innenbereich.
- Nachteile: Rosten, sobald die Zinkschicht beschädigt wird.
- Anwendung: Trockener Innenbereich, Möbelbau, temporäre Befestigungen.
Edelstahlschrauben
- Vorteile: Hohe Korrosionsbeständigkeit (rostfrei), langlebig, ideal für den Außenbereich.
- Nachteile: Weicher (können bei Hartholz eher abreißen), teurer.
- Materialien: A2 für normalen Außenbereich, A4 für Salzwasser/Chlor.
- Anwendung: Terrassenbau, Fassaden, Gartenmöbel.
Wichtige Hinweise
- Vorbohren: Bei Edelstahl, besonders in Hartholz, ist Vorbohren ratsam.
- Gerbsäure: Bei Holzarten wie Eiche oder Lärche korrodieren verzinkte Schrauben schnell; hier ist Edelstahl (A2/A4) ein Muss.
- Kombination: Edelstahl und verzinkte Teile sollten nicht direkt kombiniert werden, um Kontaktkorrosion zu vermeiden.
Wo kaufe ich die richtigen Schrauben und welche Marke ist gut?
Hier kann ich nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Anfangs habe ich die benötigten Schrauben im Baumarkt gekauft – aus Unkenntnis und nach Beratung durch einen Verkäufer. Leider waren das keine guten Empfehlungen. Ohne konkrete Vorstellungen von der Ware sollte man einem Baumarktverkäufer offenbar nicht blind vertrauen. Die Schrauben waren ungeeignet und im Vergleich zu den wirklich passenden Produkten deutlich zu teuer.
Deshalb kann ich guten Gewissens empfehlen, die benötigten Schrauben zunächst im Fachhandel zu kaufen. Sicher, dort erscheinen sie anfangs teurer. Doch wenn man später Nachschub braucht, kann man im Internet meist genau dieselben Schrauben deutlich günstiger bekommen.
Was die Marken betrifft, habe ich mit SPAX und REISSER sehr gute Erfahrungen gemacht. Wobei SPAX für mich meist die erste Wahl ist. Diese Schrauben sind vom Material her hochwertig, und auch die Konstruktion – Gewinde, Spitze und Kopf – ist sehr durchdacht.
Hände weg von Schrauben, die nach Gewicht verkauft werden! Das wirkt zwar oft wie ein verlockendes Angebot, doch in der Praxis handelt es sich meist um billige Ware von schlechter Qualität.
Kann ich jeden Bit zum Eindrehen von Schrauben benutzen?
Natürlich wird jeder neue Bit in einem Akkuschrauber eine Schraube ins Holz treiben. Die Frage ist nur: wie viele?
Die Auswahl des richtigen Bits ist gar nicht so einfach. Noch schwieriger wird es, in der Werkstatt einen wirklich funktionierenden Bit zu finden. Wer wirft schon „altes“ Werkzeug weg?
Bei mir hat sich das im Laufe der Zeit komplett geändert. Früher hatte ich eine Kiste voller Schraubendreher – bestimmt 20 bis 30 Stück, die ich im Laufe der Jahre gesammelt hatte. Wirklich gut zu gebrauchen war jedoch keiner davon. Also habe ich sie schließlich entsorgt und mir vor vielen Jahren einen Satz Schraubendreher von Wera gekauft. Diese verrichten bis heute zuverlässig ihren Dienst und haben mich noch nie im Stich gelassen – beste Qualität.
Ähnlich ist es auch mit Bits. An den Baumarktkassen liegen oft Bits zu Spotpreisen aus, die schnell von Unwissenden in den Einkaufswagen gelegt werden. Ehrlich gesagt könnte man das Geld auch gleich der Kassiererin oder dem Kassierer als Trinkgeld geben.
Folgende Bit-Marken habe ich selbst im Einsatz (gehabt):
-
DeWalt
-
KWB
-
Lux
-
Makita
-
Wiha
-
Wolfcraft
-
Festool
Die besten Bits sind für mich eindeutig die von Wiha. Sie kosten vielleicht etwas mehr, aber das Arbeiten mit ihnen macht einfach deutlich mehr Spaß.
Sollte man gleich einen ganzen Satz Bits kaufen?
Eindeutig nein. Kauft man einen 6er-Satz, wird man meist zwei oder drei Bits daraus niemals brauchen – also rausgeworfenes Geld. Besser ist es, die Bits gezielt nach Bedarf zu kaufen.
Wie frei darf man seine Meinung in Deutschland sagen?
Wie frei darf man seine Meinung in Deutschland sagen?
Seit 18 Jahren besitze ich einen Facebook-Account.
Lange Zeit habe ich diese Plattform kaum genutzt. Doch angesichts der immer deutlicher werdenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen in Deutschland und weltweit sah ich mich zunehmend veranlasst, genauer hinzusehen und meine Meinung offen zu äußern.
Offenbar ist genau das nicht mehr erwünscht. Während ein Teil der Leser sachlich diskutierte, griffen andere gezielt zu Melde- und Denunziationsinstrumenten, um unbequeme Meinungen zum Schweigen zu bringen. Besonders perfide ist dabei, dass entsprechende Portale und Strukturen teilweise aus öffentlichen Mitteln finanziert werden – also mit dem Geld der Steuerzahler. Sie werden aus dem links-grünen Milieu heraus missbraucht, um politisch Andersdenkende zu diffamieren, zu diskreditieren und letztlich mundtot zu machen.
Auch mein Account fiel diesem System nun zum Opfer und wurde gesperrt.
Ich hatte das Privileg, die erfolgreichen und stabilen Jahrzehnte dieses Landes noch selbst zu erleben. Genau deshalb erkenne ich den heutigen Niedergang umso deutlicher. Industrie, Handwerk, Mittelstand, Handel und Energieversorgung befinden sich nicht in einer bloßen Krise, sondern in einem strukturellen Abwärtstrend. Parallel dazu hat sich ein ideologischer Gesinnungswandel etabliert, der wirtschaftliche Vernunft, Leistungsprinzip und Realität systematisch verdrängt.
Wer ernsthaft glaubt, Deutschland könne innerhalb der nächsten sieben bis zehn Jahre zu früherer wirtschaftlicher Stärke und politischer Stabilität zurückkehren, verkennt die Tragweite der angerichteten Schäden. Selbst ein grundlegender Regierungswechsel – hoffentlich durch die AfD – würde nicht ausreichen, um die Folgen jahrelanger Fehlentscheidungen kurzfristig zu korrigieren. Zu viel wurde mutwillig, fahrlässig oder ideologisch motiviert zerstört.
Ohne einen klaren und konsequenten Kurswechsel steuern wir auf den schleichenden Verlust unserer nationalen Identität zu. Setzt sich diese Entwicklung fort, werden wir unser eigenes Land bald weder kulturell noch sprachlich wiedererkennen. Was hier geschieht, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen – und es wird höchste Zeit, diese offen zu benennen.
Nachtrag
Nach meinem Einspruch gegen die Sperrung meines Accounts hat Facebook meinen Account tatsächlich wieder freigeschaltet. Ohne Begründung...






































