Lamello P‑14 / P‑15 von TEMU – Test & Erfahrungen

Lamello P‑14 / P‑15 von TEMU – Test & Erfahrungen

Lamello P-14 / P-15 von TEMU aus China

Lamello P‑14 / P‑15 von TEMU – Test & Erfahrungen

Ich habe lange warten müssen – China liegt ja nicht um die Ecke.

Ich arbeite sehr gerne mit der Lamello ZETA P2 und dem System P-14 / P-15. Der einzige Nachteil: der hohe Preis der Elemente bei deutschen Anbietern.

Also habe ich das Geld riskiert und beide Varianten bei TEMU in China bestellt.

P-14 / P-15

lohnt sich TEMU für Holzwerker?

Beide Verbindungen – sowohl P-14 als auch P-15 – halten einwandfrei, und der Inbusschlüssel passt problemlos.

Ich habe schon oft in TEMU gestöbert, um brauchbare Teile für die Holzbearbeitung zu finden. Immer wieder stolperte ich über den TEMU-Preis und dachte: „Dieser Preis ist unmöglich – im Vergleich zu den Anbietern in Deutschland!“

Dann fragt man sich natürlich, woran das liegen kann. Mehr als 50 % günstiger – und trotzdem brauchbar.

Lamello P-14 / P-15 von TEMU aus China

Mein Fazit

Die CLAMEX kosten bei TEMU nur 0,31 € pro Paar, die TENSO 0,36 € pro Paar.

Im Sautershop kostet ein Paar CLAMEX 1,63 €, der TENSO knapp 1,00 €. Das ist das Fünffache gegenüber TEMU – kaum zu glauben!

Seitdem schaue ich, bevor ich etwas für mein Hobby kaufe, zuerst bei TEMU nach.
Allerdings: die Preise sind tagesabhängig.

Spannrahmen im Einsatz – perfekte Werkstückspannung mit CMS OF‑2200

Spannrahmen im Einsatz – perfekte Werkstückspannung mit CMS OF‑2200

Frästisch Rahmen

Spannrahmen im Einsatz – perfekte Werkstückspannung mit CMS OF‑2200

Vorab: Diese Idee stammt nicht von mir. En Tischlermeister , der im Internet sehr bekannt ist, hatte diesen Rahmen vorgestellt.
Ich habe seinen Beitrag dazu nicht mehr gefunden. Ich habe aber noch Fotos vom Bau und kann mich noch an Details erinnern.

Ein Besucher meiner Webseite hatte mich um Informationen gebeten, da ich kürzlich den Bau eines Fräsanschlages für die CMS von Festool beschrieben hatte.

Frästisch Rahmen

Ahorn als Grundlage

Vom Wohnzimmertisch hatte ich noch Reste von Ahorn. 30mm dick.

Der Querschnitt des Rahmens beträgt 30x30mm. Die Maße selbst sind durch den vorhandenen Rahmen des Festool CMS OF 2200 vorgegeben.
Es ist gut, dass die Innenseite des Festool-Rahmens einen 90-Grad-Winkel hat. Allerdings muss der Holzrahmen asymmetrisch geschnitten werden, um die Kräfte beim Spannen gleichmäßig zu verteilen.

Frästisch Rahmen

Befestigung des Rahmens

Diese "Schrägen" habe ich mit der Bosch-Tischsäge geschnitten. Eigentlich mehr nach Gefühl.
Ahorn lässt sich sehr gut bearbeiten. Kaum Ausrisse und immer eine glatte Oberfläche.
Der Alurahmen des Frästisches ist relativ dick, so dass man gut Blechschrauben zur Befestigung des Holzes verwenden kann.
Die Löcher im Holz habe ich mit meinem Bosch-Bohrständer gebohrt. So sind sie mit einer Vorlage ausrissfrei und senkrecht.

Frästisch Rahmen

Befestigung des Rahmens

Die Löcher im Aluminiumrahmen müssen entsprechend vorgebohrt werden. Nach dem Bohren der Löcher in den Holzrahmen.
Durch die Löcher im Holz habe ich den Rahmen vorgebohrt. Eng anliegende Löcher. Der Holzrahmen wird mit Blechschrauben im Aluminiumrahmen befestigt. Den Überstand der Schrauben unter dem Rahmen habe ich mit der "Flex" geglättet.
Jetzt passt der Rohrahmen und es fehlen nur noch die T-Nut-Schienen. Diese gibt es sehr günstig im Internet. Nicht in den bekannten Fachgeschäften, dort ist der Preis meist doppelt so hoch.

Frästisch Rahmen

Die T-Nut-Schiene wird ebenfalls mit Senkschrauben in ausreichender Anzahl befestigt. Die Bohrungen in den T-Nut-Schienen sind natürlich versenkt. Die Schrauben dürfen die Bewegung der Schraubenköpfe nicht behindern.

Die Höhe des Holzrahmens mit T-Nut-Schiene sollte die Oberfläche des Frästisches nicht überschreiten. Es ist aber kein Problem, wenn der Holzrahmen 1 bis 2 mm tiefer liegt.

cms
cms
cms

Vielleicht noch ein Wort zum Festool CMS: Damals war es eines der besten Systeme auf dem Markt.

Ja, ich hatte mir auch die sogenannte CMS-Tischkreissäge (CMS TS 55) zugelegt, in der Annahme, die eingesetzte Tauchsäge auch für andere Zwecke nutzen zu können. Doch die CMS hat sich stark verändert: moderne Festool-Tauchsägen passen nicht mehr unter die „alte“ CMS, und die CMS wird heute nicht mehr neu verkauft.

Den CMS-Frästisch habe ich behalten, weil er meine Anforderungen als kleiner Holzwerker voll erfüllt. Ich hatte bereits einen Nachbau aus der Zeitschrift Holzwerken fertiggestellt, musste aber feststellen, dass dieser Frästisch (meiner Meinung nach) einfach Schrott ist.

Ein Frästisch ist praktisch für kleinere Arbeiten, kommt aber nicht an eine einfache Tischfräse heran. Wenn ich mehr Platz hätte, wäre das meine nächste Maschine.

Dieser Frästisch ist ein Albtraum – Erfahrungen & Warnung!

Dieser Frästisch ist ein Albtraum – Erfahrungen & Warnung!

Frästisch

Dieser Frästisch ist ein Albtraum

Kein Holzwerker kommt an diesem Thema vorbei: Auch ich hatte damals (2017) den großen Wunsch, einen eigenen Frästisch zu besitzen.

Zunächst ging ich davon aus, dass ein Selbstbau deutlich günstiger wäre als ein fertiges Modell. Also kaufte ich mir zwei Ausgaben der Zeitschrift Holzwerken mit entsprechenden Bauplänen und begann, den Frästisch nachzubauen.

Das Material ließ ich mir grob beim Holzhändler zuschneiden; die Feinarbeiten erledigte ich anschließend in meiner eigenen Werkstatt. Das in der Fachzeitschrift empfohlene Zubehör bestellte ich – wie vorgeschlagen – bei den angegebenen Lieferanten. Rückblickend war das ziemlich teuer, aber damals kannte ich es nicht anders.

Nachdem schließlich alle Teile vorhanden waren, baute ich den Frästisch Schritt für Schritt nach Vorlage zusammen.

Frästisch

Im Nachhinein war es keine gute Idee

Warum wollte ich überhaupt einen Frästisch? Ganz einfach: Ich kam mit der Handoberfräse nicht richtig zurecht. Also dachte ich, mit einem Frästisch würde alles besser. Doch das war ein Trugschluss.

Wenn man die Oberfräse nicht sicher beherrscht, ändert auch ein Frästisch daran nichts. Die grundlegenden Probleme bleiben – nur die Arbeitsweise ist eine andere. Ein Frästisch ersetzt keine Erfahrung, kein Gefühl für das Werkzeug und keine saubere Technik.

Rückblickend hätte ich besser zuerst gelernt, die Oberfräse richtig zu beherrschen, statt auf eine vermeintliche Abkürzung zu setzen.

Frästisch im Eigenbau – lohnt sich der Aufwand wirklich?
Eine praktische Bewertung von Kosten, Nutzen und Erfahrungen. Dies ist nur meine persönliche Einschätzung.

Als der Frästisch schließlich fertig aufgebaut vor mir stand, stellte sich mir die Frage: Warum habe ich mir nicht gleich einen fertigen Tisch gekauft?

Die Kosten für die vielen Einzelteile – Multiplexholz, Schienen, Schrauben, Griffe, Einlegeplatte, Leitungsschutzschalter, Rollen usw. – standen in keinem sinnvollen Verhältnis zum Ergebnis.

Fazit: Meiner Meinung nach ist dieser selbstgebaute Tisch nicht einmal für semiprofessionelles Arbeiten geeignet.

  • Die Anschläge sind nicht tiefenverstellbar.

  • Die Schubladen sind unpraktisch: sehr klein, aber unnötig hoch.

  • Die Höhenverstellung mit dem Wagenheber habe ich später durch eine schraubbare Höhenverstellung von Festool ersetzt.

  • Außerdem benötigt der Tisch sehr viel Platz.

Warum habe ich ausgerechnet diesen Frästisch nachgebaut und keinen anderen?
Weil ich der Fachzeitschrift Holzwerken vertraut habe. Sie sollte eigentlich die Interessen von Holzwerkern vertreten, oder? Nach meinen Erfahrungen ist das nicht der Fall. Vielmehr steht der Kommerz im Vordergrund.

Seit Jahren beobachte ich den Inhalt der Zeitschrift (ohne sie zu kaufen):

  • Ein großer Teil besteht aus Werbung, teils implizit, teils explizit.

  • Viele Themen wiederholen sich nach ein oder zwei Jahren.

  • Die empfohlenen Bücher für Schreiner sind oft veraltet oder wenig spannend.

  • Von praktischem Möbelbau ist kaum etwas zu finden.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe den Tisch wieder zerlegt und die brauchbaren Teile im Internet verkauft.

Heute arbeite ich mit einem Festool CMS OF 2200 – ein völlig anderes Niveau:

  • Hervorragende Absaugung

  • Präzises Einspannen der Fräser

  • Beste Höhenverstellung

  • Platzsparend und sicher

Frästisch
Frästisch selber bauen
Sägen mit Führungsschienen leicht gemacht!

Sägen mit Führungsschienen leicht gemacht!

Sägen mit Führungsschienen leicht gemacht!

Zu allen Themen rund um Handmaschinen gibt es zahlreiche Videos und Tipps. Doch für das Arbeiten mit einer Tauchsäge auf der Führungsschiene findet man vergleichsweise wenig wirklich Nützliches. Ich möchte hier keine allgemeinen Ratschläge geben, sondern meine eigenen Erfahrungen weitergeben, die ich in den letzten Jahren mit der Festool Tauchsäge TS 55 gemacht habe.

Lange Zeit hatte ich keine Tischsäge – nicht aus Mangel an Interesse, sondern wegen fehlendem Platz. Alles, wirklich alles, musste ich mit der Tauchsäge auf der Führungsschiene zuschneiden. Das war Übung genug!

Angefangen habe ich auf dem MFT/3, was gegenüber meinem alten Black-&-Decker-Plastiktisch ein Riesenschritt war. Plötzlich passte alles viel besser zusammen, ohne große Nacharbeit. Doch diese Lösung war zu starr: Das Werkstück musste immer exakt an der Führungsschiene ausgerichtet werden, was bei großen Werkstücken schwierig ist.

Also entschied ich mich für die nächstgrößere Führungsschiene – die 1400er. Damit wurde ich deutlich flexibler.

Warum die Festool-Führungsschiene so gut ist: Sie ist durchdacht konstruiert. Einmal eingestellt, läuft die Tauchsäge spielfrei auf der Schiene. Die doppelte Gummierung auf der Unterseite sorgt für sehr guten Halt, und die Gummilippe passt sich beim ersten Schnitt genau an die Tauchsäge an.

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Die Gummilippe der Führungsschiene dient als Spanschutz. Sie liegt direkt am Sägeblatt an und schützt so die Innenkante des Werkstücks weitgehend vor Ausreißen. Deshalb sollte das Werkstück immer mit der Tauchsäge auf der Schiene gesägt werden.

Achtung: Beim Sägeblattwechsel darauf achten, dass das neue Blatt die gleiche Dicke wie das vorherige hat, sonst funktioniert der Spanschutz nicht optimal.

Führungsschiene

Das grüne Band an der Führungsschiene ist nicht nur Zierde – es dient als Gleitband für die Tauchsäge. Damit die Säge sauber und leicht läuft, das Band regelmäßig reinigen und ab und zu mit Silikon einsprühen oder, noch besser, mit SilberGleit einreiben. Dann „gleitet“ die Säge wie von selbst.

Nachdem ich das System 32 von Festool gekauft habe, besitze ich nun zwei 1400-mm-Führungsschienen.

Führungsschiene

Die beiden Führungsschienen können bequem mit zwei Verbindungsstangen gekoppelt werden. Das ist wesentlich stabiler als mit nur einer Stange! So lässt sich auch die Festool-Zwinge einfach einstecken, um die Schiene sicher am Werkstück zu befestigen. Beim System 32 ist das ein Muss, beim reinen Sägen eher ein Kann.

Führungsschiene

Die Rutschfestigkeit der Führungsschiene hängt von der Oberfläche des Werkstücks ab. Werden die Gummistreifen unter der Schiene sauber gehalten und gelegentlich leicht befeuchtet, rutscht die Schiene beim Sägen kaum. Wichtig: Die Führungsschiene darf nicht von oben mit einer Schraubzwinge fixiert werden, da sonst die Säge beim Vorschub blockiert. Ich führe häufig Tauchschnitte aus und hatte noch nie einen Rückschlag. Der Grund: Ich setze die Säge vorsichtig ins Material ein – so langsam wie nötig, aber so schnell wie möglich.

Führungsschiene

Bei den Türausschnitten fahre ich „rückwärts“ zum Ausgangspunkt. Das funktioniert, wenn die Führungsschiene glatt genug ist und man die Säge mit beiden Händen sicher hält. Das muss man einfach üben und sich strikt daran halten.

Oft liegt das Werkstück beim Sägen auf querliegenden Latten – ich habe das früher auch so gemacht. Für exakte Möbelzuschnitte ist das jedoch ungünstig: Je nach Vorschub kann das Sägeblatt an den Latten abbremsen und Brandflecken auf der Innenseite des Holzes verursachen. Das lässt sich vermeiden, indem das Material auf Unterleghölzer gelegt wird. Das sind kleine, gummierte Unterlagen, die hinter der geplanten Schnittkante positioniert werden. So entsteht ein gleichmäßiger Schnitt – und man vermeidet Materialverschwendung.

Tipps für präzises Sägen mit der Festool TS 55 auf Führungsschiene

1. Schnitttiefe richtig einstellen

  • Die TS 55 kann maximal 55 mm schneiden. Mit Führungsschiene reduziert sich die Schnitttiefe um ca. 9 mm (wegen der Schienendicke).

  • Beispiel: 19 mm Material → Schnitttiefe mindestens 28 mm einstellen, besser 30 mm.

  • Zu wenig Tiefe → Nachsägen nötig → schlechtere Schnittqualität, mehr Ausrisse, erschwerter Vorschub.

  • Ich empfehle: immer mindestens 10 mm tiefer als Materialdicke einstellen.

2. Drehzahl und Vorschub

  • Richtige Sägeblattdrehzahl + gleichmäßiger Vorschub = sauberer Schnitt.

  • Zu hohe Drehzahl + zu geringer Vorschub → Brandflecken.

  • Zu niedriger Vorschub → Ausrisse.

  • Am besten vorher einen Probeschnitt machen, um das Gefühl zu bekommen.

3. Führungsschiene

  • Mindestens 20 cm über jedes Ende des Werkstücks hinausragen lassen → verhindert Kippen.

  • Unterseite sauber, feste Antirutschstreifen → bei Bedarf mit feuchtem Lappen reinigen.

  • Schiene mit Schraubzwingen unterhalb befestigen (vorne und hinten).

  • Unterschiedliche Sägeblattdicken beeinflussen die Schnittqualität.

4. Materialunterlage

  • Keine Leisten unter dem Werkstück lassen → verhindert Bremsen oder Brandflecken.

  • Ideal: Bench Dogs oder kleine Unterleghölzer → rutschfest, wiederverwendbar, günstig.

5. Sägeblattwahl

  • Weniger Zähne → Längsschnitt

  • Mehr Zähne → Querschnitt

  • Sägeblatt muss scharf sein → stumpf = unsauber, Brandflecken.

  • Wechsel bei TS 55 geht schnell und unkompliziert.

6. Weitere Hinweise

  • Splitterschutzband verwenden → schützt die Oberkante vor Ausrissen.

  • Schnitt markieren → Splitterschutzkante direkt an Linie ausrichten.

  • Sauberes, leicht gefettetes Gleitband auf der Schiene erleichtert Vorschub.

7. Tipps für sichere Handhabung

  • Vollschnitte: Säge zuerst vor das Werkstück setzen, dann eintauchen und führen.

  • Tauchschnitte: Langsam ins Material eintauchen, beide Hände benutzen.