Frästisch verbessert! Neuer Anschlag selbst gebaut
Frästisch verbessert! Neuer Anschlag selbst gebaut
Dies ist bereits ein etwas älteres Projekt. Der Initiator war ein Tischlermeister, dessen Blog zu jener Zeit recht erfolgreich war.
Leider ist dieser Beitrag im Laufe der Zeit aus meinem Blog verschwunden.
Auf dem Bild ist noch der alte Anschlag des Festool CMS-Frästisches im Original zu sehen.
Für die notwendigen Arbeiten ist dieser Anschlag zwar ausreichend, jedoch fehlen einige wichtige Hilfsmittel, die der neue Anschlag inzwischen bietet.
erforderlicher Rahmen
Der neue Fräsanschlag erfordert eine andere Befestigung am Frästisch.
Diesen Spannrahmen hatte ich schon vorher gebaut und montiert.
Ahorn war für den Spannrahmen die beste Wahl. Ahorn lässt sich sehr gut bearbeiten. Aluschienen gibt es im Internet für wenig Geld.
Schnittplan Multiplex 18mm
Meine Konstruktionsarbeiten erledige ich mit SketchUp. Ich nutze noch die alte Version, die eigenständig unter Windows läuft.
Natürlich wäre es schön, die Arbeiten direkt auf meinem Ubuntu-Computer machen zu können. Aber ich bin nicht bereit, den Preis für SketchUp Cloud zu zahlen.
Hier sind die wichtigsten Teile mit Maßangaben.
Verbindungen
Bei dieser Konstruktion verwende ich kein Massivholz. 18 mm Multiplex ist das richtige Material für dieses Projekt. Es ist formstabil und verzieht sich kaum.
Die Langstücke waren einfach auf dem MFT/3 zuzuschneiden; die Ecken auf der Kappsäge.
Alle Verbindungen sind Lamello-Verbindungen.
Die Lamello Zeta-P2 hat sich wirklich bezahlt gemacht. Absolut präzise und für alle Lamello-Verbindungen einsetzbar.
Absaugkasten
Wie beim Original von Festool ist hier ein ausreichend dimensionierter Absaugkasten eingebaut.
Der Zuschnitt dafür ist etwas knifflig, aber das Endergebnis überzeugt.
Die Winkelschnitte haben alle 22,5 Grad.
Die Verbindungen sind alle nur verleimt. Der Kasten muss nichts tragen und steht beim Absaugen im Unterdruck.
Deckel Absaugkasten
Hierfür ist kein 18mm starkes Holz nötig.
&mm Sperrholz reichen aus. KEIN MDF !!
Passprobe
Die Teile für den Absaugkasten habe ich zum Verleimen mit Paketklebeband fixiert.
Klebebänder sind beim Verleimen von Gehrungen immer sehr hilfreich.
Beim Ausprobieren kann man sehr gut feststellen, ob alle rechten Winkel eingehalten werden können und ob alle Lamellen an der richtigen Stelle sitzen.
Zentrierung
Wenn die Frontteile ausgerichtet und verleimt sind, wird das "Zentrierbrett" montiert.
Dieses hält die beiden Backen in einer sehr stabilen und zum Frästisch ausgerichteten Position.
Dies ist das schwarze Teil im Hintergrund. Hier habe ich einige Lamellos platziert um eine kraftvolle Verbindung zu den beiden Anschlägen zu schaffen.
Verleimen
Da war ich etwas vorsichtiger als sonst. Der rechte Winkel muss immer stimmen. Ich habe auch tatsächlich eine Stunde gewartet, bis ich die Zwingen wieder abgebaut habe. Sonst war es meistens nur eine halbe Stunde.
Alu-Anschläge
Diese Anschläge sind wirklich gut. Genau für diesen Zweck.
Die Innenseiten müssen aber noch auf 45 Grad geschnitten werden.
Das geht ganz einfach mit der Kappsäge. Drehzahl auf niedrigster Stufe und sehr wenig Vorschub.
erster Test auf dem Frästisch
Alle Teile waren verleimt, die Knebelschrauben alle drin und die Führungsschrauben auf dem Tisch passen auch.
Die Konstruktion hat andere Klemmen, die vielleicht für die Befestigung auf dem Tisch fester sein könnten. Die kleinen Knebel sind doch schwer anzuziehen. Aber es hält und die erste Fräsung war sehr gut.
Zubehör für den Frästisch
Auch die Zubehörteile, die der Konstrukteur beschrieben hatte, habe ich nachgebaut.
Allerdings die Federbretter aus Holz habe ich gleich entsorgt. Für wenig Geld gibt es die Folgenden zu kaufen. Die sind gut.

Frässchablone für OF‑1400 / OF‑1010 – Arbeiten leicht gemacht
Frässchablone für OF‑1400 / OF‑1010 – präzises Arbeiten leicht gemacht
Irgendwann hatte ich mir vorgenommen, die Fräshilfe von Festool selbst nachzubauen.
Mit meinem ersten Prototyp war ich bereits zufrieden – die Fräshilfe erfüllte ihren Zweck zuverlässig und funktionierte genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Für einen Kollegen entwickelte ich anschließend eine weiter optimierte Version mit Querschrauben und Plexiglasführungen. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Aufgrund der positiven Rückmeldung entschied ich mich, weitere Exemplare zu fertigen.
Das Original von Festool verfügt über eine integrierte Absaugmöglichkeit direkt an der Grundplatte. Die Frage ist jedoch, wie sinnvoll diese Lösung in der Praxis tatsächlich ist. Wie viele Schläuche sollen dort sinnvoll angeschlossen werden? Für meine Anwendung habe ich mich daher bewusst entschieden, auf diese Funktion zu verzichten.
Acrylglas gegossen
Über den Unterschied zwischen gegossenem und extrudiertem (gezogenem) Acrylglas hatte ich mich im Vorfeld ausführlich informiert.
Gegossenes Acrylglas ist zwar deutlich teurer, dennoch wollte ich es unbedingt selbst ausprobieren. Das Material habe ich schließlich bei Kunststoffplattenonline.de bestellt.
Die Lieferung kam unbeschadet an – trotz der üblichen Schwierigkeiten, die man mit DPD gelegentlich erlebt.
Zuschnitt
Gegossenes Acrylglas soll sich angeblich besser bearbeiten lassen.
Für den Zuschnitt habe ich eine Tauchsäge TS 55 verwendet: Zunächst bin ich mit niedriger Drehzahl (Stufe 1) einmal rückwärts über das Acrylglas gefahren, um die Schnittkante vorzuritzen. Anschließend erfolgte der eigentliche Trennschnitt.
Ein Unterschied im Schnittbild beziehungsweise bei den Sägespuren war dabei jedoch nicht feststellbar.
Problem bei den Senkungen der Bohrungen zuvor war, die Senkungen waren „eckig“ und unsauber. Trotz nachschärfen der Senker.
Aus diesem Grund habe ich einen neuen Senker von FAMAG gekauft. Das Ergebnis ist selbstredend. Sehr gut. Tja, man kauft immer mindestens 3 mal. Dieser Senker ist sein Geld wert.
Jetzt muss ich doch einen Unterschied der Qualitäten vom Acrylglas feststellen können.
Gefühlsmäßig ließ sich des Gegossene „weicher“ fräsen. Das Ergebnis ist aber das gleiche.
Die Bohrungen sind eingebracht und die Fräsungen sauber.
Nun müssen noch die Ecken ab.
Dies geht einfach mit der Kappsäge KS 120. Drehzahl auf 1 und los. Natürlich Vereinfacht mit einem Abstandshalter.
Trotz großer Sorgfalt werden die Schnittkanten häufig nicht perfekt und wirken optisch „unschön“. Auf die Funktion der Fräshilfe hat das jedoch keinen Einfluss – es handelt sich rein um ein optisches Thema.
Das anschließende Flammpolieren ist grundsätzlich unkompliziert, erfordert jedoch eine saubere Vorbereitung:
Zunächst sollten die Kanten leicht gebrochen werden, um scharfe Stellen zu vermeiden und das Verletzungsrisiko beim späteren Handling zu reduzieren.
Anschließend erfolgt das grobe Abziehen, gefolgt von einem feinen Nacharbeiten mit der Abziehklinge von Festool. Der Unterschied im Ergebnis ist dabei deutlich sichtbar.
Früher habe ich die Kanten – wie häufig empfohlen – geschliffen. Inzwischen hat sich jedoch gezeigt, dass dieser Schritt nicht mehr notwendig ist, wenn die Kanten sauber mit der Festool-Klinge abgezogen wurden. Eine gute Vorbereitung ersetzt hier das Schleifen vollständig.
Mal sehen, wie das Ergebnis ist.
Sterngriffe mit festem Gewinde 6mm, Unterlegscheibe und rein in die Quermutter.
Passt!
Es ist schon einige Arbeit und die Zeit vergeht im Fluge, doch das Ergebnis entschädigt für alles.
Wer gern eine solche Fräshilfe von mir haben möchte: ich verkaufe diese gern. Zu finden im SHOP
Meine Erfahrungen mit den neuen Stechbeiteln von MHG
Meine Erfahrungen mit den neuen Stechbeiteln von MHG
Warum brauche ich neue Stechbeitel?
Weil ich mit meinen alten einfach unzufrieden war. Damals habe ich Stechbeitel von Kirschen gekauft – anscheinend eine etablierte und weitbekannte Marke.
Zum Zeitpunkt des Kaufs wusste ich jedoch nicht, dass diese neuen Beitel nicht sofort gebrauchsfertig sind. Die Kirschen-Stehbeitel sind poliert und mit einer Schutzschicht versehen, sodass die Spiegelseite nicht plan ist. Mit Mühe habe ich sie damals geschliffen und geschärft, aber sie sahen trotzdem etwas billig aus.
Trotzdem haben sie ihren Zweck erfüllt – aber richtig gefallen haben sie mir nie.
In einigen Foren habe ich nach ähnlichen Erfahrungen gesucht und wurde in meiner Annahme bestätigt: Die Kirschen-Beitel wurden durchweg eher schlecht bewertet. So stieß ich auf den Hersteller MHG.
Wenn ich etwas kaufen möchte, informiere ich mich vorher im Internet – so auch hier. Wichtig war für mich eine Seitenfase bis zur Spiegelseite, um auch in enge Stellen zu gelangen. Genau das bieten die MHG-Beitel: Rundheft aus geölter Esche, fein geschliffene Klinge und Seitenfase bis zur Spiegelseite.
Ich bestellte sie für 87,00 € inklusive Versand.
Das Aussehen der Beitel hat mich sehr positiv überrascht – wirklich hochwertige Qualität! Keine Macken oder Kratzer, sauber verarbeitet und sie liegen hervorragend in der Hand.
Schneiden sie auch? Unbedingt! Die Klingen sind rasiermesserscharf: Selbst die Haare auf der Hand werden sofort geschnitten. Ein Test auf Holz verlief ebenso tadellos. Kurz gesagt: Spitze!
Manch einer mag jetzt sagen: „Ich will nur Nussbaumholz oder Speziallegierung im Stahl.“ Nun ja – Hauptsache, die Beitel erfüllen ihren Zweck zuverlässig.
Mit den Stechbeiteln von MHG Messerschmidt GmbH bin ich rundum zufrieden. Im Gegensatz zu den „Kirschen“-Beiteln muss ich nichts nacharbeiten oder vorbereiten – sie sind sofort einsatzbereit.
Die Kirschen-Beitel sind teurer, nicht gebrauchsfertig, nicht plan geschliffen, teilweise schief, stumpf und liegen nicht gut in der Hand – zumindest nach meiner Erfahrung. Selbst in der Produktbeschreibung wird auf den unbrauchbaren Zustand hingewiesen.
Trotz meines Holzhobbys bin ich kein Stechbeitel-Experte, aber nach meinen Eindrücken kann ich die MHG-Stechbeitel uneingeschränkt empfehlen.
Bosch GTS 10 XC Professional gekauft – lohnt sich die Profi-Säge?
Bosch GTS 10 XC Professional
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich eine richtige Tischkreissäge mein Eigen nennen konnte. Anfangs habe ich mir mit der Tauchsäge und Führungsschiene beholfen oder das Holz direkt beim Händler passend zugeschnitten bestellt.
Irgendwann entdeckte ich bei meinem Holzhändler eine Makita MLT100X. Der Preis schien fair und das Konzept überzeugte mich: Die Säge war fahrbar und klappbar, sodass ich sie bei Nichtgebrauch einfach in einem der Schuppen verstauen konnte. Doch der Kauf entpuppte sich als absoluter Reinfall. Die Verarbeitung war durchweg minderwertig: das Gehäuseblech scharfkantig, der Parallelanschlag wackelig wie ein Kuhschwanz und der Schiebetisch praktisch unbrauchbar. Auf meine Beschwerde hin reagierte Makita lapidar: ‚Das ist eben eine Baukreissäge!‘
Erst nachdem ich einen der Schuppen winterfest gemacht hatte und die Kühlschränke aus der Werkstatt flogen, hatte ich endlich den nötigen Platz für etwas Vernünftiges.
Die Makita-‚Baukreissäge‘ konnte ich zum Glück schnell wieder verkaufen. Als Nachfolger holte ich mir die Festool CMS TS 55 inklusive Schiebetisch und Tischverlängerung. Die Ernüchterung kam jedoch schon beim Aufbau: Meine alte TS 55 passte nicht in das CMS-Modul. Festool hatte kleine Änderungen vorgenommen, die mich zwangen, das neue Modell zu kaufen – eine Strategie, die mich richtig geärgert hat.
Der Moment der Wahrheit kam bei meiner Gartenbar. Ich wollte die Meranti-Eckpfosten mittig auf 45 Grad auftrennen, doch da machte sich tiefe Enttäuschung breit. Hier traf Festool keine Schuld, sondern meine eigene Unerfahrenheit: Die CMS ist streng genommen keine echte Tischkreissäge. Bei einer senkrechten Schnitttiefe von gerade mal 48 mm bleibt im 45 Grad-Winkel kaum mehr übrig als für das Schneiden einer Tageszeitung. Für Modellbauer sicher toll, für meine Projekte völlig unzureichend. Also weg damit – zumal ich sie ohnehin kaum genutzt hatte, da ich fast alles mit der Tauchsäge erledigen konnte.
Die Suche im Netz ging weiter. Die Festool PRECISIO CS-Serie schied jedoch schnell aus: Zu teuer, zu viel teures Zubehör nötig und auch hier war mir die Schnitttiefe für den Preis zu gering. Zudem habe ich mit der Kappsäge KS 120 bereits eine Maschine, die viele dieser Arbeiten abdeckt.
Schließlich stieß ich auf ein sehr gutes Angebot für eine Bosch GTS 10 XC Professional – ohne Untergestell. Perfekt! Ich hatte genug vom Suchen: Auspacken, aufstellen, einschalten – und los ging es.
Zuerst prüfte ich penibel die Winkel, maß die Anschläge nach und testete den Schiebetisch. Das Ergebnis: Alles passte. Anscheinend hatte ich Glück und ein perfekt eingestelltes Modell erwischt. Einzig das mitgelieferte Standardsägeblatt war eine Enttäuschung – kreischend laut und unsaubere Schnitte. Ich habe es sofort gegen hochwertige Blätter von AGEFA ausgetauscht (für beschichtete Platten, Massivholz-Längsschnitte etc.).
Mit dieser Säge bin ich für meine Zwecke nun vollauf zufrieden. Anlaufstrombegrenzung, Motorbremse, Leistung, Schnitttiefe und die Tischvergrößerung – das Gesamtpaket stimmt einfach. Die Absaugung muss man zwar im Auge behalten, aber das ist ein bekanntes Problem bei vielen Sägen dieser Klasse.
Auch wenn ich nach wie vor ein Fan von Festool bin, muss man neidlos anerkennen: Andere Hersteller wie Bosch schlafen nicht. Hätte Festool eine vergleichbare, eigenständige Tischkreissäge im Sortiment gehabt, wäre ich wohl markentreu geblieben. Doch ich bin mir sicher: Bei guter Pflege wird die GTS 10 XC genauso lange ihren Dienst tun wie eine Maschine aus Wendlingen.


































