Vögel satt & glücklich – Vogelfutterhaus mit Speicher
Vögel satt & glücklich – Vogelfutterhaus mit Speicher selber bauen!
Der Herbst ist da. Nun beginnt für die Vögel die Futternot.
Für einige von ihnen kann diese Not jedoch gelindert werden.
Um nicht täglich das Futter nachfüllen zu müssen, sollte ein Vogelfutterhaus über einen Speicher verfügen, der gegen Nässe geschützt ist.
Hierfür verwende ich Meranti. Weil ich das Holz bereits habe. Es kann aber auch jedes andere Holz verwendet werden, solange es gegen Nässeschäden geschützt ist.
Das Vogelfutterhaus lässt sich durch das Hochklappen einer Dachhälfte bequem mit geeignetem Futter befüllen.
Die Konstruktion ist sehr einfach.
Sie besteht aus einer Schale, einem Speicher und einem Dach.
Auch diese Konstruktion wurde mit Sketchup erstellt. Die Zeichnungen und das Sketchup-File habe ich am Ende des Beitrags angehängt.
Leimholz herstellen
Das Material (Meranti-Balkonbretter mit den Maßen 27 x 195 mm) ist für die Dachfläche zu schmal.
Es muss also Leimholz hergestellt werden.
Die Rohteile habe ich zunächst auf der Tischsäge besäumt und anschließend alle Teile durch den Dickenhobel geschoben, um sie etwas zu dünner zu machen.
Meranti ist als „Außenholz” sehr gut geeignet. Im Grunde ist es „unkaputtbar”. Aber es gibt kein fertiges Leimholz aus diesem Material zu kaufen.
Meranti ist als Balkonbrett so gut wie astfrei. Hin und wieder kann man noch eine Aststelle finden. Vor allem, wenn man Balkonbretter im Paket kauft. Auf den Trick des Handels, schlechtes Holz zwischen gutem zu packen, falle ich nicht mehr herein.
Holzverbindungen für Leimholz
Leimholz ist so lange einfach herzustellen, wie es sich zentriert verleimen lässt. Die Flächen ohne Führung zu verleimen ist schrecklich anstrengend, da der Leim wie eine Rutschbahn ist.
Hier verwende ich als Führung DOMINOS von Festool. Zum Zeitpunkt des Baus hatte ich noch keine Lamello Zeta P2. DOMINOS zu verarbeiten ist wesentlich teurer als Lamellos.
Den Leim, der nun flächig aufgetragen werden muss, streiche ich mit einem Leimpinsel breit.
Dann kommt das Holz unter Zwingen. Korpuszwingen sind für Leimholz sehr praktisch und vor allem kraftvoll.
Holzzuschnitt
Wie das Holz zugeschnitten wird, ist egal. Es kann eine Tischsäge, eine Kappsäge oder eine Tauchsäge verwendet werden. Wichtig ist nur, dass die Arbeit maßgenau ausgeführt wird.
Ein weiterer Tipp: Überlege dir vorher, wo die Zentrierdübel gesetzt werden. Ich habe das nicht bedacht, weshalb man nun einen Dübel an der Seitenspitze deutlich erkennen kann. Sicher, diese Stelle wird durch das Dach verdeckt, aber es ist trotzdem nicht richtig.
Bodenteil Vogelfutterhaus
Einfach einen Rahmen um die Bodenplatte legen.
Sowohl die Teile des Rahmens als auch die Bodenplatte habe ich mit der Festool DF 500 gefräst. Auch hier dienen die Dübel wieder der Zentrierung, da die Leimfläche allein ausreicht, um eine ausreichende Haftung zu gewährleisten.
Vor dem Verleimen der Teile habe ich die Bohrungen (8 mm) für die Sitzstange gebohrt. Dies erfolgte auf dem Bohrständer, um senkrechte Bohrungen zu gewährleisten.
Außerdem habe ich die Bohrungen für die Seitenteile von unten gesenkt.
Seitenteile bohren und fräsen
Bei den Seitenteilen ist der Aufwand etwas höher.
Wir benötigen eine verdeckte Verschraubung sowie Führungsnuten für die Acrylglasscheiben. Es muss übrigens kein Acrylglas sein. Jedes andere Sperrholz in entsprechender Stärke geht auch. Dann kann man allerdings den Füllstand des Speichers nicht mehr sehen.
Die Nuten sind mit 6–7 mm ausreichend tief, 1 mm breiter als das Füllmaterial selbst. Achtung: Der untere Start der Nut darf nicht zu tief sein. Sonst fließt nicht mehr genügend Futter nach. Andersrum ist es aber auch schlimm. Dann haben wir zu viel Futter im Becken.
Mit der Vorrichtung „Hidden Jig” ist die verdeckte Verschraubung ganz einfach. Schaut mal bei TEMU rein! Die Preise sind spottbillig!
festes Dachteil verleimen
Ein Teil des Daches wird fest montiert und dient als Gegenlager für die Scharniere des beweglichen Teils.
Wie bei normalem Leimholz werden Lamellos oder DOMINOS gesetzt und die Teile werden verleimt.
Acrylglas zuschneiden und Sitzstangen ablängen
Grundsätzlich lassen sich die Acrylglasscheiben mit allen Maschinen verarbeiten. Der Dickenhobel oder die Tischsäge sind dafür zwar weniger geeignet, aber mit Kapp- oder Tauchsäge lässt sich das Material recht gut trennen. Dabei immer die kleinste Drehzahl wählen und mit wenig Druck und Vorschub arbeiten.
Die Schutzfolie ist sehr hilfreich beim Anzeichnen. Sonst müsste man immer mit Abklebeband als Träger arbeiten.
Flammpolieren Acrylglas
Gesägte Kanten bei Acrylglas sehen nicht gut aus. Aufgrund der rauen Oberfläche lassen sie sich außerdem schlecht in Nuten bewegen.
Deshalb glätte ich alle Kanten mit offener Flamme, also durch Flammpolieren.
Dazu werden die Kanten zunächst geschliffen und anschließend mit einer guten Ziehklinge glattgezogen. Danach werden sie gereinigt und mit einem kleinen Brenner an der Oberfläche zum Schmelzen gebracht. Das sieht einfach gut aus.
Diese Arbeit erfordert etwas Übung, und beim ersten Mal wird die Kante vielleicht nicht so gut aussehen. Entweder ist die Kante dann nicht glatt genug oder der Brenner wurde zu langsam über die Kante gezogen. Wenn es einmal brennt, ist die Kante meist hin.
Zusammenbau
Eine Dachhälfte wird fest verschraubt und die andere mit 2 Scharnieren an die erste Dachhälfte verbunden.
Die Scharniere sollten aus Edelstahl sein, damit diese nicht rosten.
Die Sitzstangen werden bei 8mm Durchmesser gut sitzen und müssen nicht weiter gesichert werden. Wenn aber die Bohrungen nicht genau senkrecht sind, wird es schwierig die Sitzstangen einzuschieben.
Vor dem Zusammenbau habe ich alle Holzteile noch lasiert.
Fertig
Das Vogelfutterhaus aus Meranti ist fertig.
Wenn es in genau diesem Zustand draußen aufgestellt wird, sollte man sichnicht wundern wenn es nach schon kurzer Zeit rauh wird und die Farbe wechselt.
Die Witterung arbeitet hart am Holz.
Alternative wäre es zu lackieren. Aber keine Angst. Es wird sehr gut halten und über Jahre funktionieren und Freude machen.
Pflanzkasten mal anders – dein Garten wird zum Hingucker!
Pflanzkasten mal anders – dein Garten wird zum Hingucker!
Wir haben einige Pflanzen im Garten, die in Kübeln stehen. Diese stehen direkt auf dem Pflaster, was es schmutzig macht, und das Umstellen ist längst nicht mehr so einfach.
Also sollten es neue Pflanzkübel auf Rollen zum Verschieben werden.
Im Internet habe ich einen Anbieter für solche Pflanzkästen gefunden und eine Preisauskunft eingeholt. Der Preis hat mich sprachlos gemacht: etwa 600 Euro für einen ähnlichen Pflanzkasten – während ich denselben für 30 Euro selbst gebaut habe.
Konstruiert habe ich die Pflanzkästen wie immer mit SketchUp.
Lärchenholz 27 x 195
Beim Holzhändler habe ich mir Lärchenbalkonbretter 27x195 auf transportable Längen zuschneiden lassen.
In meiner Werkstatt habe ich die Bretter wie in der Konstruktion beschrieben gefügt, getrennt, abgelängt, gefast und vorgebohrt.
Anschließend habe ich alle Teile ausgebessert und geschliffen.
Grundierung
Auch ich habe lange an die Mär von der „unverrottbaren Lärche“ geglaubt. Die bittere Wahrheit musste ich selbst erfahren: Ja, Lärche ist deutlich dauerhafter als Fichte, aber Holz im Außenbereich wird früher oder später immer verrotten. Man kann die Lebensdauer nur durch gute Konstruktion und Nachbehandlung verlängern.
Also habe ich alle Teile mit Wilckens Wetterschutz-Isoliergrund grundiert – zweimal, mit Zwischenschliff. Mit der Heißluftpistole lässt sich der Trocknungsvorgang erheblich beschleunigen. Die Lackschicht ist zwar noch nicht vollständig durchgehärtet, aber trocken genug für die weitere Bearbeitung.
Lackieren
Für die Lackierung benutze ich SIKKENS RUBBOL Lack.
Ist nicht billig, doch dieser Lack hält jahrelang ohne zu verblassen oder Wasser durchzulassen.
Eckleisten
Die Flanken werden über die Eckleisten gehalten
Massive Eichentüren: Qualität und Natürlichkeit
Türen aus massiver Eiche überzeugen durch Stabilität, natürliche Optik
Türen aus massiver Eiche haben einfach etwas: Sie wirken stabil, edel und strahlen diese natürliche Wärme aus, die man bei Schuppen oder Außenbereichen gerne sieht.
Für unsere neuen Schuppen brauchten wir genau solche Türen – robust genug, um Hitze, Kälte und wechselhaftes Wetter auszuhalten. Fertige Türen kamen für uns nicht in Frage: Entweder unbezahlbar teuer oder einfach nicht passend für den Zweck.
Glücklicherweise hatte mein Holzhändler Rohware aus nordamerikanischer Weißeiche auf Lager. Ich sortierte die Bretter sorgfältig, und ein befreundeter Tischler schnitt sie auf Maß. Besäumen, Fügen, Abrichten und Hobeln selbst in meiner kleinen Werkstatt – das wäre schlicht zu viel gewesen.
Die Weißeiche fühlt sich anders an als die deutsche Eiche: etwas leichter zu bearbeiten, dabei aber trotzdem widerstandsfähig. Beim Hobeln und Bearbeiten hat sie mir sogar den Eindruck vermittelt, dass sie in Sachen Haltbarkeit vielleicht noch besser ist als die heimische Variante.
Schlosskasten stemmen
So robust und hart das Eichenholz auch ist – genau das macht das Bohren eines Schlosskastens zur Herausforderung.
Das Außenmaß des Einsteckschlosses ließ sich gut anreißen, und anschließend begann das Vorbohren, um das Material für den Ausschnitt zu entfernen. Einen „eckigen“ Lochbohrer hatte ich nicht, daher war das gründliche Vorbohren immer noch der einfachste und sicherste Weg, um den Ausschnitt sauber zu erstellen.
Rahmenkasten
Auch die Kästen im Rahmen mussten gestemmt werden. Und das Ganze 4 mal.
Scharniere
Jede Tür ist mit vier Scharnieren ausgestattet, die asymmetrisch in Tür und Rahmen eingelassen sind. Die 2 mm Überstand habe ich mit der Oberfräse, einer Schablone und anschließend mit dem Eckenstemmer sauber entfernt.
Die beiden oberen Scharniere tragen beim Öffnen der Tür die meiste Zugbelastung, daher habe ich sie bewusst weiter oben angebracht. Alle Scharniere bestehen aus Edelstahl und sind damit besonders langlebig und witterungsbeständig.
Rahmen mit Dichtung
Ich habe die Rahmen auf einer Seite aufgedoppelt und dort auch die Dichtung eingelegt. Dazu wird eine 5 mm breite Nut benötigt, in die das Dichtungsgummi mit "Widerhaken" eingeführt wird. Die Nut wird mit der Oberfräse eingefräst.
Dichtung
Da die Dichtung auch im gepressten Zustand noch genügend Platz für das Türblatt im Schloss lässt, ist ein 3mm tiefer Falz notwendig.
Diesen habe ich auf dem Frästisch mit dem großen Fräskopf gemacht.
Fensterrahmen Leisten
Das Glasfenster habe ich auf Maß bei einem Glashandel gleich in der Nähe bestellt.
Für die Befestigung der Scheiben im Rahmen braucht es Leisten. Diese habe ich angeschrägt für einen besseren Wasserablauf.
Lackierung
Zunächst dachte ich, mit OSMO Landhausfarbe würde es schon funktionieren – immerhin eignet sie sich gut für Eiche. Doch schnell merkte ich: Die Oberfläche der Eiche neigt zum Brechen, und Wasser konnte ungehindert eindringen.
Also habe ich die Türen gründlich abgeschliffen und mit SIKKENS RUBBOL Fenster- und Türenfarbe neu gestrichen. Das Ergebnis ist deutlich besser.
Jetzt schließen die Türen butterweich – ein richtig schönes Gefühl, gerade bei dem Gewicht der massiven Eiche. Da ich wirklich alles selbst mache, war der Einbau nicht ganz einfach. Aber wie immer gilt: Arbeitsvorbereitung ist alles.
Gartentisch selbst bauen – Schritt-für-Schritt DIY-Anleitung
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Konstruktion
Zuerst baue ich den Rahmen mit den Tischbeinen. Die Kanteln möchte ich quadratisch haben, deshalb habe ich sie auf 71 × 71 mm gehobelt. Geschliffen werden die Tischbeine allerdings erst vor dem Lackieren, denn gehobeltes Meranti nimmt Lack nur schlecht an. Grundsätzlich sollte jedes Holz vor dem Lackieren geschliffen werden. Engegen der Meining eines bekannten Tischlermeisters, der nicht mehr genannt werden möchte.
Die Tischbeine werden über Tischbeinzargen mit dem Rahmen verbunden. Dazu muss eine Gewindemuffe exakt senkrecht in eine der Kanten eingebohrt werden.
Um mir diese Arbeit zu erleichtern, habe ich mir einen Holzständer aus Fichtenholz gebaut. So kann ich jeweils ein Tischbein in der richtigen Position auf dem Bohrständer fixieren und sauber vorbohren.
Mit Tischbein-Zargen hatte ich zuvor noch nie gearbeitet. Deshalb habe ich zunächst eine Testkonstruktion aus abgeschnittenen Reststücken gebaut. Normalerweise verwende ich Dübel, aber warum sollte man sich das Leben unnötig schwer machen?
Der Zusammenbau mit den Zargen ist erstaunlich einfach – das hätte ich so nicht erwartet. Das Verleimen des Rahmens mit Dübeln entfällt ebenso wie das Anlegen von langen Zwingen.
Das schnell gebaute Gestell erfüllt seinen Zweck sehr gut. Die Gewindemuffen waren schnell gesetzt, und die Zargen sitzen fest in den gefrästen Nuten.
Der Tisch soll höhenverstellbar sein. Dafür habe ich vom Holzhändler vier Tischbeinversteller bekommen, die eigentlich für Vierkantrohre gedacht sind. Diese lassen sich jedoch entsprechend aufbohren, sodass sie auch in den Holzbeinen verwendet werden können.
Die notwendige Bohrung hat einen Durchmesser von 22 mm. Nach einigem Suchen habe ich tatsächlich noch einen alten Forstnerbohrer mit diesem Maß gefunden. Wirklich kein hochwertiges Werkzeug – aber ich werfe eben ungern etwas weg.
Die Bohrungen in den Tischbeinen waren damit allerdings nicht ganz einfach herzustellen. Zweimal musste ich den Bohrer mit der Diamantkarte nachschärfen.
Jetzt allerdings ist endgültig Schluss – dieser Bohrer fliegt weg.
Die oberen vier Ecken der Kunststoffteile habe ich abgeschnitten, damit der Kopf in die Bohrung passt. Na ja, die Stützen sind ja ursprünglich nicht für einen Tisch, sondern für Vierkantrohre gedacht – improvisieren macht eben Spaß.
Nachdem ich alle Teile geschliffen hatte, wurden die Kanten auf dem Frästisch abgerundet und anschließend feingeschliffen: 120, 150, 180 und 220 Körnung.
Das Lackieren der Teile nimmt dabei die meiste Zeit in Anspruch. Drei Schichten sind das Minimum!
Das Grundgestell war schnell zusammen gebaut. Die Tischbein-Zargen sind Klasse. Wenig Fummelarbeit wegen der Gewindemuffen.
Tischplatte
Dies ist das Holz für die Tischplatte. 140er Meranti Balkonbreter. Die Tischplatte besteht aus einem Rahmen mit Mittelsteg und 26 Sprossen. Alle Teile habe ich zunächst auf der Bosch GTS 10 XC Tischsäge gesägt mit 2-3mm Hobelzuschlag. Auf dem Holbel habe ich die Teile auf gleiche Stärke gebracht.
Steckdosensäule für den Garten – selbst gebaut & sicher
Steckdosensäule für den Außenbereich selber bauen
Auf dem Parkplatz steht ein Steckdosenwürfel. Auf dem Boden. Inzwischen wuchern die Büsche und es wird immer schwieriger, an den Würfel heranzukommen. Wir werden auch nicht jünger. Also habe ich den Steckdosenständer gebaut. Der Balken ist aus Leimholz und kesseldruckimprägniert, 1,6 Meter lang. Die Abdeckung ist aus Kambala, 45 mm dick.
Die Steckdosen sind von GIRA, Schutzkontaktsteckdose mit Klappdeckel und Dichtung, IP44. Ich habe mich für Einbausteckdosen entschieden, weil sie in der Säule besser aussehen.
Ablängen des Balkens auf der KAPEX 120
Den Balken habe ich auf der neuen Kappsäge abgelängt. Zum einen hatte der Balken am oberen Ende eine Rundung und zum anderen habe ich so eine Schablone für das Einpassen des Balkens in den Deckel. Der Balken hat einen Querschnitt von 11 x 11 cm und es wäre schwierig gewesen, ihn auf der Erika 85 Ec abzulängen. Auf der KAPEX kein Problem. Kein Montieren und Ausrichten der MFA, kein Einstellen der Sägeblatthöhe, kein Drehen des Balkens wegen zu geringer Schnitttiefe. Die Schnittqualität ist hervorragend. Nun, da ist ja noch das neue Sägeblatt. Die neue KAPEX hat an beiden Seiten Auszüge, um das Werkstück besser einspannen zu können. Hilft aber nicht viel.
Fräsen des Deckels
Der Deckel soll das Stirnholz des Trägers schützen. Das kann er aber nur, wenn er über dem Balken liegt. Also fräse ich den Balken ein. Da ich nur wenig Material entfernen muss, habe ich mich für die DeWalt-Fräse entschieden. Die Festool OF 1010 hätte es auch problemlos gekonnt, aber der Absaugschlauch wäre an die Spannzangen gestoßen. Sehr ärgerlich beim Fräsen enger Schablonen. Zum Fräsen von gleichmäßigen Vierecken verwende ich immer die Frässchablone von Festool. Sie lässt sich schnell und genau einstellen und ist beim Fräsen sehr komfortabel.
Verbindung Deckel mit Träger
Der Einschnitt ist nur 10 mm tief. Dies ist für den konstruktiven Holzschutz des Hirnholzes ausreichend. Der Deckel wird nicht genagelt, geschraubt oder geklebt. Er wird nur schwimmend auf eine Silikonschicht gepresst. Warum das? Nun, so habe ich keine äußeren Beschädigungen durch Schrauben oder Nägel. Holzleim würde nicht sicher halten und Montagekleber quillt immer auf! Silikon härtet aus und hält die Teile ohne Verzug sicher zusammen. So sind auch die Hohlraumdosen in den Bohrungen fixiert.
Die Fräsung habe ich mit einem 10er Spiralbohrer gemacht. Damit muss man vorsichtig umgehen.
Kanten abrunden
Die Kanten des Deckels können auf dem Frästisch leicht abgerundet werden. Die Hirnholzseiten wegen der Ausrisse immer zuerst. Den Deckel konnte ich noch auf der Kappsäge zuschneiden, da ich zwar schon die neue Bosch GTS 10 XC habe, aber der Tisch dafür noch fehlt. Den habe ich parallel angefangen zu bauen.
In den Frästisch habe ich einen 1/4″ Abrundfräser aus den USA eingespannt. 1/2″ Schaftdurchmesser. Die Fräser aus den USA sind einfach klasse und das Beste: BILLIG!
Hohlraumdosen
Der nächste Schritt war das Bohren der Löcher für die Hohlraumdosen. Dieser Bohrer ist schon sehr gut. Allerdings musste ich in 2 Durchgängen bohren, da ich nach dem ersten Bohren den Kern mit dem Meißel entfernen musste. Sonst hätte ich nicht tief genug bohren können. Fräsen macht hier keinen Sinn. Zumal ich eine passende Schablone bauen und auch einen Tieflochfräser verwenden müsste. Der Boden der Bohrungen muss nicht eben sein. Die Kabeldurchführungen habe ich mit einem 12er Holzbohrer an den entsprechenden Stellen angebracht.
Kabelanschlüsse
Die Kabel für die Steckdosen werden in Nuten auf der Rückseite der Säule geführt. Ich verwende Erdungskabel mit einem Durchmesser von 11 mm, 3 x 1,5, um auf der sicheren Seite zu sein. Die Nuten habe ich hier mit der Festool OF 1010 und dem Spiralfräser gemacht, da der Längsanschlag der DeWalt einfach zu schlecht ist.
Gleich nach dem Bohren der Löcher, dem Einbringen der Nuten und dem Schleifen des kompletten Balkens habe ich den Balken gleich lackiert. Natürlich wieder 4 mal mit Zwischenschliff mit dem Schleifklotz. Das Lackieren ist neben dem konstruktiven und chemischen Holzschutz der physikalische Holzschutz. Lack hält Wasser vom Holz fern. Je besser der Anstrich, desto besser der Holzschutz.
Verkleben
Die Hohlwanddosen sind passgenau, winklig ausgerichtet, mit Silikon eingegossen und die Kabel konfektioniert und verlegt. Die Kabel selbst habe ich mit Unika MBNEW-AZ MitreBond Aresol Aktivator und Schnellkleber in der Nut befestigt. Das funktioniert sehr gut.
Nein, ich werde die Kabel nicht lackieren. Auch nicht die Verteilerdosen. Die Teile sieht man nach der Montage nicht mehr.
Die Kabelenden mache ich selbst. Das Werkzeug dafür habe ich.
Anschlussdosen
2 Steckdosen? Ja, so kann ich die Verkabelung/Verbindung einfacher durchführen. In der oberen Dose verbinde ich die beiden Kabel der Steckdosen und ein kurzes Kabel zur nächsten Dose. Dazu benutze ich die Wago 221-413 Anschlussklemmen. Mann, was war das für eine Fummelei mit den „alten“ Anschlussklemmen. Die sind zwar nicht ganz billig, aber die Arbeitserleichterung ist erheblich. Außerdem lassen sich diese Klemmen ganz einfach wieder lösen, indem man den entsprechenden Hebel umlegt. Anschließend biege ich die Klemmen so nach oben, dass kein Wassertropfen in die Klemme eindringen kann.
In der unteren Dose kommen 2 Kabel an. Eine Zuleitung und eine Ableitung zu einer Wegeleuchte vorne. Diese Verteilerdosen sehen „billig“ aus, sind aber von Kopp. Allerdings traue ich der Dichtigkeit der Kabeldurchführungen nicht, wenn diese von oben in die Dose kommen. Deshalb habe ich am Rand noch etwas Silikon zur Abdichtung aufgetragen.
Qualitätsanspruch
Im Außenbereich baue ich nichts Billiges ein. Schon gar nicht bei Elektroinstallationen. Deshalb habe ich mich für Steckdosen von GIRA entschieden. Diese haben speziell für den Außenbereich noch ein Dichtungsset im Lieferumfang. Die Installation der Steckdosen war etwas fummelig, da ich die Kabel etwas kurz gehalten habe. Aber mit Geduld geht alles.
Das Schöne an diesen Steckdosen ist auch, dass man den Schutzdeckel aufklappen kann, ohne dass er durch Federkraft wieder zurückspringt. Die Klappe bleibt stehen.
Früher musste man die Kabel in die Steckdose schrauben. Das fand ich viel besser, denn wenn man heute die Steckdose herausnehmen will, sitzen die Kabel sehr fest in den Steckern. Dafür geht die Installation schneller.
Vor ein paar Jahren waren die Markenprodukte sehr teuer und auch ich habe nach den Billigangeboten gegriffen. Damit bin ich oft auf die Nase gefallen. Heute sind die Online-Shops so attraktiv, dass ich nicht mehr auf No-Name-Produkte zurückgreife. Da kauft man immer zweimal!
Fertigstellung
Die Steckdosensäule ist fertig.
Am liebsten hätte ich sie schon gegen den Würfel ausgetauscht, aber es hat den ganzen Tag geregnet. Also habe ich mit dem Unterschrank für die Bosch-Tischsäge angefangen.
Die Steckdosensäule werde ich in Schnellzement gießen. 50 cm Tiefe sollten reichen. Da fault das Holz! Wahrscheinlich, aber das ist ein 11er Balken. Bis der durch ist, brauche ich dort keine Steckdosen mehr!

Gartenbank aus Meranti – Schritt für Schritt
Gartenbank aus Meranti – Schritt für Schritt
Leimholz herstellen
Leimen ist gar nicht so einfach. Wer schon einmal versucht hat, zwei Bretter über die volle Breite zu verleimen, weiß, dass sie beim Festziehen der Zwingen leicht „verrutschen“. Eine bündige Verleimung zu erzielen, ist daher eine Herausforderung.
Um das zu vermeiden, habe ich zunächst mit der Festool DF 500 Dübellöcher in die Teile gebohrt, um die Bretter zu fixieren. Die Dübel habe ich so gesetzt, dass sie bei der weiteren Bearbeitung nicht wieder aufgetrennt werden. Schrauben oder Drahtstifte kommen für mich nicht in Frage.
Holz für Bögen doppeln
Für die beiden Bögen der Armlehnen habe ich breiteres Holz zugeschnitten. Dabei musste die Maserung stimmen, und die Dicke entspricht genau der der bereits gehobelten Stützen.
Aber wie bringt man die richtigen Radien aufs Holz? Ich habe das Rollmaßband von Festool verwendet – damit lassen sich Kreise sauber anzeichnen.
Und wie die Bögen sauber zuschneiden, wenn keine Bandsäge zur Verfügung steht? Mit der Dekupiersäge! Bei so dickem Holz ist das schon eine Herausforderung – nicht für die Säge selbst, sondern für die Geduld des Holzwerkers.
Bogen sägen
Mit einem groben Sägeblatt ging es ans Werk – immer dicht an der vorgezeichneten Linie entlang. Das Blatt frisst sich dabei langsam durch das Holz. Dabei musste ich zwar recht viel Druck ausüben, was jedoch kleine Nachteile mit sich bringt: Der Schnitt kann leicht bauchig werden und ist nicht ganz senkrecht. Das ist aber kein Problem, denn die Armlehnen werden ohnehin noch geschliffen.
Die Dekupiersäge von Proxxon ist dabei eine echte Hilfe: kraftvoll, leise und mit kaum spürbaren Vibrationen. Der Spaß an der Arbeit stellt sich allerdings erst nach und nach ein – es erfordert ein wenig Übung, um richtig damit umzugehen.
Montieren
Die kleinen Stufen lasse ich jetzt weg. Alle Teile der Rückenlehne sind lackiert, sodass mit dem Verleimen begonnen werden kann. Dafür verwende ich Propellerleim, der länger offen bleibt und meiner Meinung nach eine stabilere Verbindung ermöglicht.
Außerdem habe ich neue Schraubzwingen von Bessey gekauft, ausgestattet mit den praktischen Plastikgriffen. Damit tausche ich nach und nach meine alten „Billigzwingen“ aus.
Alle notwendigen Teile sind nun fertig geschnitten, gefräst und geschliffen. Die Oberflächen sind glatt wie ein Babypopo!
Jetzt kommt die Lackierung – selbstverständlich vor dem Zusammenbau. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen lassen sich die Teile bequem auf dem Tisch lackieren, zum anderen vermeidet man unschöne Farbnester oder Pinselstriche, die sich später schwer korrigieren lassen. Ich habe schon Schreiner gesehen, die erst nach dem Zusammenbau geölt haben – das Ergebnis sah furchtbar aus.
Tipps für ein sauberes Lackierergebnis:
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Staubfrei arbeiten: Vor dem Lackieren die Teile gründlich abwischen oder abblasen, Staubkörner setzen sich sonst in den Lack.
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Zwischenschliff nicht vergessen: Nach der ersten Schicht leicht mit feinem Schleifpapier (320–400er Körnung) schleifen – der Lack haftet besser und die Oberfläche wird perfekt glatt.
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Richtige Schichtdicke: Lieber mehrere dünne Schichten auftragen als eine dicke – das verhindert Nasen und Tropfen.
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Gleichmäßig streichen: Pinsel oder Rolle ruhig in gleichmäßigen, langen Bahnen führen und nicht zu oft über bereits lackierte Stellen gehen.
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Trockenzeit beachten: Geduld zahlt sich aus – jede Schicht gut durchtrocknen lassen, sonst leidet das Finish.
...
Die Rückenlehne hat insgesamt 15 Streben. Damit alle gerade und spaltfrei sitzen, habe ich die Längsteile zuvor mit Domino-Dübeln versehen. Anschließend wurden die Teile so verleimt, dass kein Leim herausquillt – sauber wie bei einer „Zapfenverbindung“.
So entsteht eine perfekte Ausgangsposition, um die einzelnen Streben zu verleimen – und das ganz ohne Zeitdruck.
Nachdem die Rückenlehne mit den 15 Streben verleimt war, habe ich die Fräsungen für die Domino-Dübel in die Seitenteile gesetzt. Dort kommen SIPO-Dübel hinein – die halten deutlich länger. Buchen-Dübel in Meranti zu verwenden, macht dagegen wenig Sinn, da sie bei Feuchtigkeit schnell verrotten.
Das Verleimen der Bank selbst ging dann eigentlich schnell. Mit den Spanngurten war schon genug Druck auf den Teilen, um alles fest zusammenzufügen.
Nach dem Anbringen der Sitzbretter war die Bank fertig. Ein letzter Anstrich mit der feuchten Rolle über eventuelle Flecken – und alles war erledigt.
Eine Gartenbank komplett aus Meranti-Balken, 195 × 27 mm! Hier haben sich die Domino-Dübel den Lamellos deutlich überlegen gezeigt. Mit ihnen lässt sich eine stabile „Zapfenverbindung“ herstellen.
Jetzt fehlt nur noch der richtige Platz, um dieses Schmuckstück aufzustellen.
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